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Heute war es soweit und ich habe die Insel Kho Ta Kiev verlassen, um nach Siem Reap zu fahren bzw. die Tempelanlagen von Angkor Wat, dem größten religösen Bauwerk der Welt, zu sehen. Die Stadt liegt im Norden von Kambodscha und ist das Tor nach Angkor Wat. Auf meiner Strecke lag aber noch Phnom Penh (die Hauptstadt) und dort habe ich im Hostel 88 übernachtet. Cooler Laden mit Betten in einer Art „Brutkasten“ mit Aircon und Swimming Pool. Da ich ein neues Objektiv für die Kamera, einen neuen Haarschnitt und sowieso ein paar neue Klamotten brauchte, kam ein ganzer Shoppingtag in der Stadt sehr gut gelegen. War eh schon ein krasser Kulturschock, nach 10 Tagen auf einer einsamen Insel wieder in einer Großstadt zu sein. In der Stadt habe ich sonst nicht viel gemacht, obwohl es als „kleines Bangkok“ mit einer tollen Barkultur gilt. Als eines der wichtigsten Dinge dort sind die „killing fields“ von Kambodscha, wo vor ca 40 Jahren sehr viele Menschen brutal ermordet wurden und man immer noch Überreste von Knochen sehen kann. Das wollte ich mir dann aber nicht antun…

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Direkt neben dem Hostel war noch eine Khmer Kneipe, in der sich die Männer einen Boxkampf im Fernsehen anschauten. Es war ein Lärm, als ob direkt neben uns ein Stadion mit tausenden Menschen ist. Anscheinend lag es daran, dass da wohl einiges an Wetteinsätzen im Spiel war…

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Am nächsten Tag ging es schon weiter auf die „etwas holprige Straße“, wie es im Lonely Planet beschrieben wird. 8 Stunden lang war es wie Achterbahnfahren, was dann irgendwann keinen Spaß mehr macht… 😉

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Abends bin ich dann in Siem Reap in einem kleinen Hotel mit dem Namen Tranquility Angkor Wat Boutique (14 Dollar die Nacht) eingecheckt. Das liegt in einer sehr schönen und ruhigeren Backpacker Street etwas weiter weg vom Stadtzentrum entfernt. Sehr zu empfehlen!

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Bis zur Pub Street ist es nicht weit und kostet mit dem Tuk Tuk nur einen Dollar. Am ersten Morgen sind wir dann zusammen mit einem Tuk Tuk los (15 USD) und voller Vorfreude zu den Tempelanlagen los.

Mehr sollte man nicht bezahlen, oder halt einfach ein Fahrrad ausleihen. Dann sollte man aber deutlich mehr Zeit einplanen, da die Tuk Tuk Fahrer auf einen warten und einen zu allen Tempeln fahren. Doch bevor man auf das Gelände kommt, muss man erstmal für 40 Dollar ein 3 Tages Ticket kaufen.  Man bekommt sogar einen tollen Ausweis 😀

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Unsere erste Begegnung hatten wir mit einigen Affen. Denen haben wir dann einige Bananen gekauft und es begann die Raubtierfütterung. Echt witzig wie die Affen so von einem Baum auf einen springen, nur um an eine Banane zu kommen.

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Auf dem Gelände ist sehr viel los und es ist mit 40 Grad im Schatten sehr heiß ohne ein bisschen Wind. Nicht leicht, dass man da die Knie und Schultern bedecken muss…Das ist nämlich Vorschrift in dem Land bei religösen Bauwerken. Am ersten Tag haben wir uns die Tempel Bayon (dem wohl bekannteste Tempel)

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…the Terrace of the Elephants und the Terrace of the Leeper King…

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…und Ta Prohm und Banteay Kdei angesehen. Vielleicht kommt das einem noch bekannt vor. Hier wurde damals der Kinofilm Tomb Raider gedreht.

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Ich glaube, dass wir auf insgesamt 5 Tempel am ersten Tag gekommen sind, was bei der Hitze auch völlig ok war :). Sonst stand an dem Tag nicht mehr viel auf der Tagesordnung, da wir am nächsten Tag den legendären Sonnenaufgang vor dem berühmtesten Tempel, Angkor Wat, sehen wollen. Und das Ganze startet morgens um 04.00 Uhr…
Mit roten Augen und sehr müde ging es dann am nächsten Tag mit dem gleichen Tuk Tuk Fahrer um 04.30 Uhr bei völliger Dunkelheit los. Als wir das Gelände erreichten, war schon sehr viel los. Das mit dem Sonnenaufgang ist eines der wichtigsten Dingen, die man in Kambodscha erleben sollte und so geht es auch sehr vielen Anderen. Wir haben uns dann einen Platz direkt vor einem  kleinen See (oder Tümpel) gesichert, von dem wir einen tollen Blick auf die Tempelanlage hatten. Ungefähr gegen 06.00 Uhr kam dann die Sonne raus. Toller Moment, obwohl es etwas bewölkt war…

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Danach sind wir dann schnell in den Tempel, um dem größten Ansturm zuvor zu kommen. Wir wollten bis ganz nach oben auf die Spitzen des Wats rauf. Witzigerweise war Tabea nicht ordentlich genug angezogen. Ein Kleid mit einem Schal über die Schultern gilt halt nicht bei den Aufsehern. Also haben wir es dann so gemacht, dass ich erst rauf bin und ihr danach mein T-Shirt gab. Dann war es kein Problem mehr, obwohl sie mir schon etwas leid tat, dieses verschwitze „Ding“ von mir anziehen zu müssen :D.

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Nach 2 h Besichtigung der tollen Anlage sind wir zurück zu unserem Tuk Tuk Fahrer und haben uns gleich den nächsten Tempel angesehen. Auch nicht schlecht, nur kann man halt das Highlicht „Angkor Wat“ dann nicht mehr toppen.

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Aufgrund dessen und da wir eh saumüde waren, haben wir dann unsere Mittagspause deutlich verlängert. Der Fahrer musste öfters grinsen, als wir dann doch noch etwas länger sitzen bleiben wollten und um ihm dann zu sagen, dass wir wieder zurück in die Stadt wollen, ohne uns noch weitere Tempel anzusehen. Wir haben uns dann aber trotzdem noch ganz brav 2 weitere Tempel auf dem Rückweg angesehen.

Da ich seit Wochen kein BBQ hatte und Kambodscha dafür berühmt ist, ging es dann abends zur Pub Street. Sehr lecker war´s! Im Anschluss haben wir uns noch eine Fussbehandlung in einem Fischbecken gegönnt. Für die, die es nicht kennen: Dabei setzt man sich auf eine Bank und lässt sein Füße in ein Wasserbecken mit sehr vielen Fischen baumeln. Die Fische knabbern dann an den Füßen. Es dauert erstmal ein bisschen, bevor man sich daran gewöhnt. Ist aber auf jeden Fall ein tolles Erlebnis! Danach haben wir uns auf der Straße mit ein paar Cocktails for take away ausgestattet. Ich habe schon lange nicht mehr so einen leckeren Singapour Sling getrunken und das für nur 1,50 Dollar. Ein paar Bars und Bier weiter sind wir dann zum bekanntesten Club des Landes, zum Angkor What? rein. Die Musik war so laut, dass die Leute sogar draußen auf der Straße tanzten und sich einen Tanz-Battle gaben. Der Hammer! Der nächste Tag startete dann recht spät mit einem Hangover. Ein paar weitere Tempel waren dann nicht mehr machbar… Eigentlich wollte ich an dem Tag in den Osten von Kambodscha, nur fehlte mir Sonne, Strand und Meer und ich entschied mich kurzerhand, wieder zurück mit dem Nachtbus (gemütliche Betten für 15 USD) in den Süden auf die Insel Kho Ta Kiev zu fahren. Ab hier ging es dann wieder alleine für mich weiter und vielleicht werde ich diesmal den Job an der Bar im Treehouse Ten10103 annehmen, oder einfach wieder ein paar Tage mit einem Buch und den Leuten auf der Insel verbringen. Das ist ja das Schöne an so einer Reise, dass man seine Pläne mal verändern darf, ohne jemanden fragen zu müssen…. 🙂