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Los geht´s! Die Fahrt von Saigon nach Sehounokville (19 USD) an die Südküste Kambodschas kostet 19 USD, was für eine 12 h Fahrt echt ok ist. Vor der Grenze nach Kambodscha wurden im Bus alle Pässe und 35 Dollar eingesammelt. Der Busfahrer kümmerte sich dann an der Grenze um die Visa der Reisenden. Abends an der Küste angekommen, bin ich sofort in eines der günstigsten Hostels für 3 Dollar die Nacht. Im Ort selber sind eigentlich überall nur Partys und es ist leider auch recht teuer. Da ich von der Busfahrt platt war bin ich früh ins Bett, da ich ja am nächsten Morgen mit einem der ersten Boote auf eine Insel fahren wollte. Der sehr freundliche, englische Hostelmanager empfahl mir morgens nach dem Frühstück auf die Insel Kho Ta Kiev, ca 45 min mit dem Boot (10 USD Hin- und zurück) entfernt, zu fahren. Er meinte, dass es dort ein paar schöne Baumhäuser gibt, was wahrscheinlich genau was für mich ist. Da ich noch nie in einem Baumhaus wohnte habe ich mir gleich eins für 3 Nächste reserviert (leider mit 20 Dollar die Nacht etwas teuer). Ich fragte ihn noch, ob es dort WiFi gibt und da grinste er nur und meinte „nimm dir ein paar Bücher, genügend Batterien und Süßigkeiten mit, mehr brauchst du nicht. Nimm dir übrigens genug Geld mit, da man auf den Inseln gerne mal was länger bleibt“. ..und den letzten Satz mit einem noch breiteerem Grinsen und Augenzwinkern, als hätte er schon gewußt, wie es bei mir laufen wird. 😀 Kurze Zeit später holte mich schon ein Tuk Tuk ab und los ging es mit 2 Mädels aus Deutschland, die sich auch eines der Baumhäuser reservierten.

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Mit dem Boot sind wir von dem Strand in dem Ort Otres los. Hier war es auch schon ganz nett 🙂

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Nach 30 Minuten sah man schon etwas von der Insel (auf der linken Seite des Boots)…

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….und da ist sie endlich. Sie besteht übrigens zu 95 % aus Dschungel. Der Rest ist Strand, Fischerdorf, Mango Farm, Absinth Distillery und ein paar weitere Bungalows.

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Angekommen sind wir am Long Beach der Insel. Ein Strand wie aus dem Bilderbuch mit einem Steg in der Mitte, ein paar Bars und Bungalows und kaum Menschen.

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…der Steg eignet sich übrigens besonders gut zum Schlafen 😀

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Sogar mit ein paar Kühen und Hunden am Strand 🙂

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Mein Treehouse war 5 Meter hoch und man hatte aus dem Bett einen tollen Blick in beide Buchten (zur rechten Seite der Long Beach und zur linken Seite den kleineren Coral Beach, der sich wahnsinnig gut zum Schnorcheln eignet).

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Auf der Insel hatte man überall eine „n0“ Wifi Zone 😉 und Strom gab es auch nur abends von 18 – 22 Uhr. Viele sagten mir vorher, dass die Insel wie Thailand vor 20 Jahren ist. Und es hat sich tatsächlich bestätigt! Auf der Insel gibt es ein kleines Fischerdorf, eine Mango Farm und eine kleine Absinth Distillery.

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Wirklich der perfekte Ort! An meinem ersten Tag ging ich erstmal den Strand entlang und wurde auf halbem Wege von 2 europäischen Mädels und 2 Locals aufgehalten. Diese hatten von einem der Tagestour-Booten (von einem sehr exklusivem Resort) eine ganze Kiste voller Austern und Bier organisiert und mich gleich eingeladen. Toller Einstieg auf der Insel 🙂 Cheers!

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Es stellte sich heraus, dass die Mädels mit ein paar anderen ein kleines Camp am Strand („Camp Krusty“) aus Hängematten, Zelten und Lagerfeuer aufgebaut hatten. Das war der Anfang von sehr vielen Abenden am Lagerfeuer mit Kochen, Grillen (sogar einmal Fisch vom Fischerdorf), Gitarre spielen und was man halt sonst so macht…

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Um die Insel zu erkunden, muss man durch den Dschungel. Es gibt zwar ein paar Pfade, nur sind diese nicht sehr gut ausgeschildert. Am besten genügend Wasser und eine Taschenlampe mitnehmen, falls es zu spät und dunkel wird. Die Insel ist nicht so groß, man kann sich aber dennoch ordentlich im Dschungel verlaufen, wie wir selbst erfahren mussten.

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Das hier sind übrigens Termiten, die sich anscheinend gerade ein neues zu Hause suchen.

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Auf unserer Entdeckungstour auf der Insel erreichten wir recht schnell einen Strand mit dem Namen „naked beach“. Hier ist einfach weit und breit niemand…

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Von da aus war es auch nicht mehr weit bis zum Fischerdorf.

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Vom Fischerdorf ist es dann bis zur nächsten Seite der Insel mit dem „elephant rock“, dem besten Ort für die Sonnenuntergänge auch nicht mehr so weit.

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Sehr schnell merkte ich, dass der englische Hostelmanager recht behielt und ich deutlich länger bleiben wollte. Nur hatte ich zu wenig Geld dabei und musste nach 3 Tagen mit dem Boot zurück zum Festland, um vom nächsten ATM Geld abzuheben und um ein bisschen Essen zu kaufen wie Chips, Nüsse und so Kram, der auf der Insel sehr teuer ist. Für so eine lange Zeit war mir das Baumhaus dann auch zu teuer und ich wechselte in einen günstigeren Bungalow direkt am Strand (6 USD die Nacht, wenn man 5 Nächte bucht. sonst 8 USD), der mir eh viel besser gefiel, denn jetzt hatte ich eine eigene Hängematte, ein sehr bequemes Bett und genügend Platz auf meinem Balkon, um ein paar Leute abends einzuladen.

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War echt wie ein neues zu Hause. Aber was habe ich die ganze Zeit hier eigentlich so gemacht? Tagsüber liegt man die meiste Zeit am Strand oder in einer der Hängematten, die hier überall zwischen den Bäumen hängen. Natürlich probierten wir auch mal die Bar der Distillery im Dschungel aus. Toller Ort! Sie sieht aus wie ein zweistöckiger Bungalow. Unten die Brennerei und oben die Bar mit chillout Bereich. In der Mitte befindet sich ein gläsernes Rohr, in dem man den Alkohol aufsteigen sieht. Zur Auswahl stehen 4 Sorten. Ein grüner, roter, weißer und der schwarze (der Stärkste).

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Die Insel eignet sich auch super, um Sport zu machen. Morgens eine Stunde am Strand laufen und danach ein paar Übungen an den Felsen.  Tat mal wieder gut, nach der langen Sport Abstinenz in Vietnam! Wie durch Zufall habe ich dann an einem Tag (wann, keine Ahnung…) ein paar Leute wiedergetroffen, die ich vor ein paar Tagen schon auf der Insel kennengelernt hatte. Die 3 sind dann bei mir für die erste Nacht eingezogen – es war wie eine Kommune.

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14.03.2015 (einen Tag habe ich mal komplett festgehalten)

Mit der Zeit kommt man hier in den Inselrhythmus rein. Heute war ich morgens eine lange Runde laufen. Auf der Insel gibt es in der Mitte einen Weg, der bereits für ein kommendes Hotel- und Casino Projekt gebaut wurde, dass leider anscheinend nächstes Jahr startet. Aber zum Laufen ganz praktisch. Morgens empfängt dich zum Frühstück Andy (65, Rentner und arbeitet hier als Volunteer) aus England mit einem Dübel im Mund (bestimmt schon der zweite) 😀 und es gibt leckere Früchte und Tee.

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Man kann sich auch mal ein engl. Frühstück mit Bacon usw. leisten, nur ist das mit 5 Dollar sehr teuer. Um 11 Uhr kommen die ersten Boote (Tagesausflüge), aber die verlassen die Insel um 14 Uhr auch wieder (Gott sei Dank). Da es dann immer etwas hektisch am Strand wird, verziehen sich die meisten Inselbewohner zu der Zeit. Sonst laufen hier in der Anlage sehr viele Kühe, Hühner, Hunde, Katzen und Gänse herum. Ja richtig, wie ein kleiner Zoo…Speziell die Gänse haben es oft auf Touris abgesehen und attackieren die gerne mal. Witzig anzusehen, wenn Andy einspringt und sie verscheucht. Nach dem Sport und dem Frühstück ging es dann mit einem Buch bis zum späten Nachmittag ab in die Hängematte. Die Anderen waren zum Fischerdorf und haben ein paar Fische für das Lagerfeuer abends gekauft. Die mussten wir dann erstmal ausnehmen und marinieren. Dazu haben wir netterweise Reis und ein paar Soßen vom Restaurant bekommen. Der Generator hatte sich dann auch noch verabschiedet und wir saßen mit vielen Kerzen an der Bar bevor wir dann zum Lagerfeuer gingen und ein Typ aus Kanada mit einer sehr rauchigen Stimme ein paar geile Lieder auf seiner Gitarre spielte. Populär auf der Insel ist übrigens das „Time-Game“, bei dem jeder in der Runde die genaue Uhrzeit abends schätzen muss. Herrlich wie langsam die Zeit vergeht und manche um 8 Uhr abends denken, es sei schon Mitternacht. Die Insel ist übrigens sehr bekannt für das fluoreszierende bzw. leuchtende Plankton bei Dunkelheit. Aus dem Grund haben wir uns alle den Wecker auf 3 Uhr Nachts gestellt (dann, wenn der Mond untergeht und die dunkelste Phase der Nacht beginnt). Wir mussten dazu alle recht weit ins Wasser, wo man gerade noch so stehen kann. Nämlich genau da glitzert das Plankton am besten. Ein toller Moment zudem in der Nacht kaum Wolken waren und man die Sterne noch dazu sehr gut sehen konnte.

Auf der Insel war ich insgesamt 17 Nächte und bin damit in der Ewigenliste auf Platz 3 gekommen. Es gab einen, der anscheinend 30 Tage bzw. sein ganzes Visum dort verbrachte. Also ich kann ihn verstehen! 😀 Vielleicht überhole ich ihn irgendwann mal. Man muss dazu aber auch wissen, dass ich nicht die ganze Zeit am Stück auf der Insel war. Da mein Objektiv für meine Kamera leider kaputt gegangen ist und ich eh mal in Richtung Siam Reap bzw. Ankor Wat wollte, bin ich bei meinem ersten Teil 10 Tage geblieben. Nach nur 5 Tagen auf dem Festland aber dann wieder zurück mit einem Nachtbus auf die Insel, um die restliche Zeit meines Visums noch dort zu verbringen. Die „Mädels“ freuten sich – sie hatten immer viel Spaß daran, uns alle Wünsche zu erfüllen.

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Die Sonnenuntergänge auf der Insel sind übrigens atemberaubend :)!

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