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Kratie – auf der Suche nach den seltenen Irriwan-Delfinen!

Kratie – auf der Suche nach den seltenen Irriwan-Delfinen!

Heute geht´s nach Kratie, um die seltenen Irriwan-Delfine (anscheinend nur noch 75) zu sehen, die im Norden von Kambodscha im Mekong leben. Los ging es um 06.30 Uhr für 20 USD. Echt krass wie das mit dem Trip dahin alles wieder funktioniert. Bis nach Pnom Penh war ich wieder der einzige Europäer in einem „VIP Local Bus“. Den habe ich extra genommen, um noch mehr Platz zu haben, da sonst die normalen Sitze anscheinend für Zwerge konstruiert werden :). In der Stadt angekommen musste ich dann in einen kleinen Mini Van umsteigen. Erst wußte keiner so recht, was die mit mir anfangen sollen. Kratie ist halt kein Ort, an den sich viele Touristen verirren. War aber kein Problem, da ich nach ein paar Fragerunden jemanden fand, der mir weiterhelfen konnte. Kurzerhand hat er mich dann auf dem Moped (umsonst!) zu dem Bus gefahren. Toller Typ! Sieht man mal wieder wie nett die ganzen Leute hier so sind. Da hatte ich dann doppelt Glück, denn der Minibus nach Kratie fuhr nach 5 Minuten, natürlich wieder total überladen, los. Auf den 15 Sitzen im Bus haben insgesamt 21 Personen Platz genommen. Ein Kind hätte ich auf den Schoß genommen, nur war das der Mutter nicht so geheuer… ;). Aber schön ist´s mit den Locals. Man kann sich kaum verständigen, hat aber trotzdem ne Menge Spaß und die nächsten Stunden verflogen wie im Flug (obwohl dann auch noch die Klimaanlage im Bus ausfiel). Mein Backpack fand übrigens hinten am Auto Platz – so ganz wollte ich das den Jungs nicht glauben, dass das die nächsten 8 Stunden hält. Aber sie sollten Recht behalten… 😀

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Abends in Kratie wurde ich direkt am Ufer vom Mekong rausgelassen. Eigentlich fahren die Leute nur hier her um die sehr seltenen Irriwandelfine zu sehen – reicht ja auch. Der Ort ist sehr verschlafen und die Touristen kann man echt an 2 Händen abzählen. Genau das richtige, dachte ich mir! Aber wo ist das nächste Hostel? Ganz einfach zu finden, denn es gibt nur eins 🙂 – das Star Backpackers und das Bett im Dorm gab es für 2,50 USD. In dem Raum war es leider viel zu warm, und ich beschloss kurzerhand mich mit meiner Matraze draußen vor die Tür auf den Balkon zu legen. Die Mädels lachten alle erstmal und meinten, ich sei verrückt, aber am nächsten Morgen war ich derjenige, der lachte ;D. Ich hatte einen traumhaft guten Schlaf ohne zu schwitzen. Außerdem hat das Hostel eine tolle Dachterrasse mit einem sehr guten Essen, wo wir dann den anstrengenden Tag ausklingen ließen. Morgens traf ich dann zufällig Joyce beim Frühstück, und wir beide hatten uns dann spontan dazu entschlossen, an dem Tag zusammen auf die nahegelegene Insel (Kho Krang) mit Fahrrädern zu fahren. Sehr lustig, die spontanen Sachen! Schnell noch ein paar Früchte und Wasser für unser Picknick am Strand eingekauft und schon ging es los mit unseren Bikes.

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Mit einem Boot ging es dann über den Mekong zur Insel rüber (für 50 Cent) mit dem Ziel,  in einem Homestay bei Locals zu übernachten (Zimmer 4 USD).

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Tagsüber sind wir erst mal zu unserem Homestay gefahren. Die Familie lebt in einem eher gehobeneren Haus für deren Verhältnisse. Es besteht aus 2 Etagen. Oben sind die Schlafzimmer, die Bäder und die Küche. Und unten sind die Hängematten :), die Tische zum Essen, die Tiere, hier werden die Roller geparkt, usw…

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Den Tag über haben wir uns dann die Insel angesehen, waren im Mekong schwimmen und lagen eine gefühlte Ewigkeit im seichten Wasser und haben uns gesonnt. Dort gab es sehr viele Putzerfische, die an der Haut knabbern. Witziges Gefühl, da ich das bereits aus Siam Riep kannte. Nur haben wir dafür 2 USD zahlen müssen…

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Abends kamen dann auch die anderen beiden Mädels aus Schweden dazu, und wir wollten uns dann zusammen den legendären Sonnenuntergang am Mekong anschauen. Leider hat uns da eine Wolke einen Strich durch die Rechnung gemacht, war aber nicht schlimm. Ich werde auf meiner Reise ja noch unzählige Sonnenuntergänge sehen….Abends wurde uns ein sehr leckeres Abendessen zubereitet (…nein, das auf dem Bild ist nicht unser Abendessen 😉 und wir spielten noch bis in die Nacht ein schwedisches Kartenspiel. Das war megalustig und hat echt süchtig gemacht…

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Der nächste Tag war erst zum Entspannen gedacht. Lange ausschlafen, frühstücken, relaxen und Buch in der Hängematte lesen. Nicht nur für den Hund…Nachmittags sind wir dann zu dritt wieder zurück nach Kratie, um die seltenen Irriwan Delfine zu sehen.

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Dazu haben wir uns ein Tuk Tuk für 10 USD genommen und dann ging´s schon los. Die Fahrt dauerte 30 Minuten, aber wir waren pünktlich um 17.00 Uhr da – die beste Zeit um die Tiere zu sehen. In der Gegend um Kratie leben noch ungefähr 75 dieser Art, sind sehr scheu und kaum näher als 30 Meter an unser Boot gekommen. Ist halt kein Zoo… Sie sehen auch anders aus. Die Kopfform ist ganz anders und die Farbe ist deutlich dunkler.Auf den Bildern kann man sie etwas sehen. Mehr ging leider nicht, trotz Sportmodus an meiner Kamera :D. Zumindest haben wir hier noch den legendären Sonnenuntergang über dem Mekong miterleben können – und ja, er war tatsächlich unglaublich!

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Nach einer Stunde sind wir dann mit dem gleichen Tuk Tuk zurück nach Kratie. Abends gab es dann auf dem Markt ein leckeres BBQ. Besonders die Spare Ribs und so eine Art Bratwürste waren der Hammer. In der einzigen Bar im Ort haben wir dann noch den Tag Revue passieren lassen und sind dann recht früh ins Bett, denn am nächsten Morgen geht´s schon sehr früh Richtung Laos (für 14 USD mit dem Bus).

Nun sind auch die 4 Wochen in Kambodscha schon vorbei. Da ich mehr als die Hälfte dieser Zeit auf einer Insel verbracht habe, um mich mal so richtig zu entspannen, kann ich nicht so viel über das Land sagen. Aber die Erfahrungen in Phnom Phen, mit der Khmer Familie auf der Insel, Angkor bei Siam Riep und zum Schluss Kratie haben mir ein tolles Gefühl von dem Land mitgegeben. Sehr wahrscheinlich werde ich dieses Land nochmal sehen.

 

Angkor Wat – das größte religiöse Bauwerk der Welt

Angkor Wat – das größte religiöse Bauwerk der Welt

Heute war es soweit und ich habe die Insel Kho Ta Kiev verlassen, um nach Siem Reap zu fahren bzw. die Tempelanlagen von Angkor Wat, dem größten religösen Bauwerk der Welt, zu sehen. Die Stadt liegt im Norden von Kambodscha und ist das Tor nach Angkor Wat. Auf meiner Strecke lag aber noch Phnom Penh (die Hauptstadt) und dort habe ich im Hostel 88 übernachtet. Cooler Laden mit Betten in einer Art „Brutkasten“ mit Aircon und Swimming Pool. Da ich ein neues Objektiv für die Kamera, einen neuen Haarschnitt und sowieso ein paar neue Klamotten brauchte, kam ein ganzer Shoppingtag in der Stadt sehr gut gelegen. War eh schon ein krasser Kulturschock, nach 10 Tagen auf einer einsamen Insel wieder in einer Großstadt zu sein. In der Stadt habe ich sonst nicht viel gemacht, obwohl es als „kleines Bangkok“ mit einer tollen Barkultur gilt. Als eines der wichtigsten Dinge dort sind die „killing fields“ von Kambodscha, wo vor ca 40 Jahren sehr viele Menschen brutal ermordet wurden und man immer noch Überreste von Knochen sehen kann. Das wollte ich mir dann aber nicht antun…

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Direkt neben dem Hostel war noch eine Khmer Kneipe, in der sich die Männer einen Boxkampf im Fernsehen anschauten. Es war ein Lärm, als ob direkt neben uns ein Stadion mit tausenden Menschen ist. Anscheinend lag es daran, dass da wohl einiges an Wetteinsätzen im Spiel war…

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Am nächsten Tag ging es schon weiter auf die „etwas holprige Straße“, wie es im Lonely Planet beschrieben wird. 8 Stunden lang war es wie Achterbahnfahren, was dann irgendwann keinen Spaß mehr macht… 😉

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Abends bin ich dann in Siem Reap in einem kleinen Hotel mit dem Namen Tranquility Angkor Wat Boutique (14 Dollar die Nacht) eingecheckt. Das liegt in einer sehr schönen und ruhigeren Backpacker Street etwas weiter weg vom Stadtzentrum entfernt. Sehr zu empfehlen!

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Bis zur Pub Street ist es nicht weit und kostet mit dem Tuk Tuk nur einen Dollar. Am ersten Morgen sind wir dann zusammen mit einem Tuk Tuk los (15 USD) und voller Vorfreude zu den Tempelanlagen los.

Mehr sollte man nicht bezahlen, oder halt einfach ein Fahrrad ausleihen. Dann sollte man aber deutlich mehr Zeit einplanen, da die Tuk Tuk Fahrer auf einen warten und einen zu allen Tempeln fahren. Doch bevor man auf das Gelände kommt, muss man erstmal für 40 Dollar ein 3 Tages Ticket kaufen.  Man bekommt sogar einen tollen Ausweis 😀

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Unsere erste Begegnung hatten wir mit einigen Affen. Denen haben wir dann einige Bananen gekauft und es begann die Raubtierfütterung. Echt witzig wie die Affen so von einem Baum auf einen springen, nur um an eine Banane zu kommen.

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Auf dem Gelände ist sehr viel los und es ist mit 40 Grad im Schatten sehr heiß ohne ein bisschen Wind. Nicht leicht, dass man da die Knie und Schultern bedecken muss…Das ist nämlich Vorschrift in dem Land bei religösen Bauwerken. Am ersten Tag haben wir uns die Tempel Bayon (dem wohl bekannteste Tempel)

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…the Terrace of the Elephants und the Terrace of the Leeper King…

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…und Ta Prohm und Banteay Kdei angesehen. Vielleicht kommt das einem noch bekannt vor. Hier wurde damals der Kinofilm Tomb Raider gedreht.

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Ich glaube, dass wir auf insgesamt 5 Tempel am ersten Tag gekommen sind, was bei der Hitze auch völlig ok war :). Sonst stand an dem Tag nicht mehr viel auf der Tagesordnung, da wir am nächsten Tag den legendären Sonnenaufgang vor dem berühmtesten Tempel, Angkor Wat, sehen wollen. Und das Ganze startet morgens um 04.00 Uhr…
Mit roten Augen und sehr müde ging es dann am nächsten Tag mit dem gleichen Tuk Tuk Fahrer um 04.30 Uhr bei völliger Dunkelheit los. Als wir das Gelände erreichten, war schon sehr viel los. Das mit dem Sonnenaufgang ist eines der wichtigsten Dingen, die man in Kambodscha erleben sollte und so geht es auch sehr vielen Anderen. Wir haben uns dann einen Platz direkt vor einem  kleinen See (oder Tümpel) gesichert, von dem wir einen tollen Blick auf die Tempelanlage hatten. Ungefähr gegen 06.00 Uhr kam dann die Sonne raus. Toller Moment, obwohl es etwas bewölkt war…

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Danach sind wir dann schnell in den Tempel, um dem größten Ansturm zuvor zu kommen. Wir wollten bis ganz nach oben auf die Spitzen des Wats rauf. Witzigerweise war Tabea nicht ordentlich genug angezogen. Ein Kleid mit einem Schal über die Schultern gilt halt nicht bei den Aufsehern. Also haben wir es dann so gemacht, dass ich erst rauf bin und ihr danach mein T-Shirt gab. Dann war es kein Problem mehr, obwohl sie mir schon etwas leid tat, dieses verschwitze „Ding“ von mir anziehen zu müssen :D.

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Nach 2 h Besichtigung der tollen Anlage sind wir zurück zu unserem Tuk Tuk Fahrer und haben uns gleich den nächsten Tempel angesehen. Auch nicht schlecht, nur kann man halt das Highlicht „Angkor Wat“ dann nicht mehr toppen.

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Aufgrund dessen und da wir eh saumüde waren, haben wir dann unsere Mittagspause deutlich verlängert. Der Fahrer musste öfters grinsen, als wir dann doch noch etwas länger sitzen bleiben wollten und um ihm dann zu sagen, dass wir wieder zurück in die Stadt wollen, ohne uns noch weitere Tempel anzusehen. Wir haben uns dann aber trotzdem noch ganz brav 2 weitere Tempel auf dem Rückweg angesehen.

Da ich seit Wochen kein BBQ hatte und Kambodscha dafür berühmt ist, ging es dann abends zur Pub Street. Sehr lecker war´s! Im Anschluss haben wir uns noch eine Fussbehandlung in einem Fischbecken gegönnt. Für die, die es nicht kennen: Dabei setzt man sich auf eine Bank und lässt sein Füße in ein Wasserbecken mit sehr vielen Fischen baumeln. Die Fische knabbern dann an den Füßen. Es dauert erstmal ein bisschen, bevor man sich daran gewöhnt. Ist aber auf jeden Fall ein tolles Erlebnis! Danach haben wir uns auf der Straße mit ein paar Cocktails for take away ausgestattet. Ich habe schon lange nicht mehr so einen leckeren Singapour Sling getrunken und das für nur 1,50 Dollar. Ein paar Bars und Bier weiter sind wir dann zum bekanntesten Club des Landes, zum Angkor What? rein. Die Musik war so laut, dass die Leute sogar draußen auf der Straße tanzten und sich einen Tanz-Battle gaben. Der Hammer! Der nächste Tag startete dann recht spät mit einem Hangover. Ein paar weitere Tempel waren dann nicht mehr machbar… Eigentlich wollte ich an dem Tag in den Osten von Kambodscha, nur fehlte mir Sonne, Strand und Meer und ich entschied mich kurzerhand, wieder zurück mit dem Nachtbus (gemütliche Betten für 15 USD) in den Süden auf die Insel Kho Ta Kiev zu fahren. Ab hier ging es dann wieder alleine für mich weiter und vielleicht werde ich diesmal den Job an der Bar im Treehouse Ten10103 annehmen, oder einfach wieder ein paar Tage mit einem Buch und den Leuten auf der Insel verbringen. Das ist ja das Schöne an so einer Reise, dass man seine Pläne mal verändern darf, ohne jemanden fragen zu müssen…. 🙂

 

„Cast away“ auf Kho Ta Kiev

„Cast away“ auf Kho Ta Kiev

Los geht´s! Die Fahrt von Saigon nach Sehounokville (19 USD) an die Südküste Kambodschas kostet 19 USD, was für eine 12 h Fahrt echt ok ist. Vor der Grenze nach Kambodscha wurden im Bus alle Pässe und 35 Dollar eingesammelt. Der Busfahrer kümmerte sich dann an der Grenze um die Visa der Reisenden. Abends an der Küste angekommen, bin ich sofort in eines der günstigsten Hostels für 3 Dollar die Nacht. Im Ort selber sind eigentlich überall nur Partys und es ist leider auch recht teuer. Da ich von der Busfahrt platt war bin ich früh ins Bett, da ich ja am nächsten Morgen mit einem der ersten Boote auf eine Insel fahren wollte. Der sehr freundliche, englische Hostelmanager empfahl mir morgens nach dem Frühstück auf die Insel Kho Ta Kiev, ca 45 min mit dem Boot (10 USD Hin- und zurück) entfernt, zu fahren. Er meinte, dass es dort ein paar schöne Baumhäuser gibt, was wahrscheinlich genau was für mich ist. Da ich noch nie in einem Baumhaus wohnte habe ich mir gleich eins für 3 Nächste reserviert (leider mit 20 Dollar die Nacht etwas teuer). Ich fragte ihn noch, ob es dort WiFi gibt und da grinste er nur und meinte „nimm dir ein paar Bücher, genügend Batterien und Süßigkeiten mit, mehr brauchst du nicht. Nimm dir übrigens genug Geld mit, da man auf den Inseln gerne mal was länger bleibt“. ..und den letzten Satz mit einem noch breiteerem Grinsen und Augenzwinkern, als hätte er schon gewußt, wie es bei mir laufen wird. 😀 Kurze Zeit später holte mich schon ein Tuk Tuk ab und los ging es mit 2 Mädels aus Deutschland, die sich auch eines der Baumhäuser reservierten.

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Mit dem Boot sind wir von dem Strand in dem Ort Otres los. Hier war es auch schon ganz nett 🙂

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Nach 30 Minuten sah man schon etwas von der Insel (auf der linken Seite des Boots)…

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….und da ist sie endlich. Sie besteht übrigens zu 95 % aus Dschungel. Der Rest ist Strand, Fischerdorf, Mango Farm, Absinth Distillery und ein paar weitere Bungalows.

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Angekommen sind wir am Long Beach der Insel. Ein Strand wie aus dem Bilderbuch mit einem Steg in der Mitte, ein paar Bars und Bungalows und kaum Menschen.

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…der Steg eignet sich übrigens besonders gut zum Schlafen 😀

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Sogar mit ein paar Kühen und Hunden am Strand 🙂

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Mein Treehouse war 5 Meter hoch und man hatte aus dem Bett einen tollen Blick in beide Buchten (zur rechten Seite der Long Beach und zur linken Seite den kleineren Coral Beach, der sich wahnsinnig gut zum Schnorcheln eignet).

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Auf der Insel hatte man überall eine „n0“ Wifi Zone 😉 und Strom gab es auch nur abends von 18 – 22 Uhr. Viele sagten mir vorher, dass die Insel wie Thailand vor 20 Jahren ist. Und es hat sich tatsächlich bestätigt! Auf der Insel gibt es ein kleines Fischerdorf, eine Mango Farm und eine kleine Absinth Distillery.

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Wirklich der perfekte Ort! An meinem ersten Tag ging ich erstmal den Strand entlang und wurde auf halbem Wege von 2 europäischen Mädels und 2 Locals aufgehalten. Diese hatten von einem der Tagestour-Booten (von einem sehr exklusivem Resort) eine ganze Kiste voller Austern und Bier organisiert und mich gleich eingeladen. Toller Einstieg auf der Insel 🙂 Cheers!

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Es stellte sich heraus, dass die Mädels mit ein paar anderen ein kleines Camp am Strand („Camp Krusty“) aus Hängematten, Zelten und Lagerfeuer aufgebaut hatten. Das war der Anfang von sehr vielen Abenden am Lagerfeuer mit Kochen, Grillen (sogar einmal Fisch vom Fischerdorf), Gitarre spielen und was man halt sonst so macht…

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Um die Insel zu erkunden, muss man durch den Dschungel. Es gibt zwar ein paar Pfade, nur sind diese nicht sehr gut ausgeschildert. Am besten genügend Wasser und eine Taschenlampe mitnehmen, falls es zu spät und dunkel wird. Die Insel ist nicht so groß, man kann sich aber dennoch ordentlich im Dschungel verlaufen, wie wir selbst erfahren mussten.

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Das hier sind übrigens Termiten, die sich anscheinend gerade ein neues zu Hause suchen.

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Auf unserer Entdeckungstour auf der Insel erreichten wir recht schnell einen Strand mit dem Namen „naked beach“. Hier ist einfach weit und breit niemand…

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Von da aus war es auch nicht mehr weit bis zum Fischerdorf.

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Vom Fischerdorf ist es dann bis zur nächsten Seite der Insel mit dem „elephant rock“, dem besten Ort für die Sonnenuntergänge auch nicht mehr so weit.

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Sehr schnell merkte ich, dass der englische Hostelmanager recht behielt und ich deutlich länger bleiben wollte. Nur hatte ich zu wenig Geld dabei und musste nach 3 Tagen mit dem Boot zurück zum Festland, um vom nächsten ATM Geld abzuheben und um ein bisschen Essen zu kaufen wie Chips, Nüsse und so Kram, der auf der Insel sehr teuer ist. Für so eine lange Zeit war mir das Baumhaus dann auch zu teuer und ich wechselte in einen günstigeren Bungalow direkt am Strand (6 USD die Nacht, wenn man 5 Nächte bucht. sonst 8 USD), der mir eh viel besser gefiel, denn jetzt hatte ich eine eigene Hängematte, ein sehr bequemes Bett und genügend Platz auf meinem Balkon, um ein paar Leute abends einzuladen.

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War echt wie ein neues zu Hause. Aber was habe ich die ganze Zeit hier eigentlich so gemacht? Tagsüber liegt man die meiste Zeit am Strand oder in einer der Hängematten, die hier überall zwischen den Bäumen hängen. Natürlich probierten wir auch mal die Bar der Distillery im Dschungel aus. Toller Ort! Sie sieht aus wie ein zweistöckiger Bungalow. Unten die Brennerei und oben die Bar mit chillout Bereich. In der Mitte befindet sich ein gläsernes Rohr, in dem man den Alkohol aufsteigen sieht. Zur Auswahl stehen 4 Sorten. Ein grüner, roter, weißer und der schwarze (der Stärkste).

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Die Insel eignet sich auch super, um Sport zu machen. Morgens eine Stunde am Strand laufen und danach ein paar Übungen an den Felsen.  Tat mal wieder gut, nach der langen Sport Abstinenz in Vietnam! Wie durch Zufall habe ich dann an einem Tag (wann, keine Ahnung…) ein paar Leute wiedergetroffen, die ich vor ein paar Tagen schon auf der Insel kennengelernt hatte. Die 3 sind dann bei mir für die erste Nacht eingezogen – es war wie eine Kommune.

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14.03.2015 (einen Tag habe ich mal komplett festgehalten)

Mit der Zeit kommt man hier in den Inselrhythmus rein. Heute war ich morgens eine lange Runde laufen. Auf der Insel gibt es in der Mitte einen Weg, der bereits für ein kommendes Hotel- und Casino Projekt gebaut wurde, dass leider anscheinend nächstes Jahr startet. Aber zum Laufen ganz praktisch. Morgens empfängt dich zum Frühstück Andy (65, Rentner und arbeitet hier als Volunteer) aus England mit einem Dübel im Mund (bestimmt schon der zweite) 😀 und es gibt leckere Früchte und Tee.

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Man kann sich auch mal ein engl. Frühstück mit Bacon usw. leisten, nur ist das mit 5 Dollar sehr teuer. Um 11 Uhr kommen die ersten Boote (Tagesausflüge), aber die verlassen die Insel um 14 Uhr auch wieder (Gott sei Dank). Da es dann immer etwas hektisch am Strand wird, verziehen sich die meisten Inselbewohner zu der Zeit. Sonst laufen hier in der Anlage sehr viele Kühe, Hühner, Hunde, Katzen und Gänse herum. Ja richtig, wie ein kleiner Zoo…Speziell die Gänse haben es oft auf Touris abgesehen und attackieren die gerne mal. Witzig anzusehen, wenn Andy einspringt und sie verscheucht. Nach dem Sport und dem Frühstück ging es dann mit einem Buch bis zum späten Nachmittag ab in die Hängematte. Die Anderen waren zum Fischerdorf und haben ein paar Fische für das Lagerfeuer abends gekauft. Die mussten wir dann erstmal ausnehmen und marinieren. Dazu haben wir netterweise Reis und ein paar Soßen vom Restaurant bekommen. Der Generator hatte sich dann auch noch verabschiedet und wir saßen mit vielen Kerzen an der Bar bevor wir dann zum Lagerfeuer gingen und ein Typ aus Kanada mit einer sehr rauchigen Stimme ein paar geile Lieder auf seiner Gitarre spielte. Populär auf der Insel ist übrigens das „Time-Game“, bei dem jeder in der Runde die genaue Uhrzeit abends schätzen muss. Herrlich wie langsam die Zeit vergeht und manche um 8 Uhr abends denken, es sei schon Mitternacht. Die Insel ist übrigens sehr bekannt für das fluoreszierende bzw. leuchtende Plankton bei Dunkelheit. Aus dem Grund haben wir uns alle den Wecker auf 3 Uhr Nachts gestellt (dann, wenn der Mond untergeht und die dunkelste Phase der Nacht beginnt). Wir mussten dazu alle recht weit ins Wasser, wo man gerade noch so stehen kann. Nämlich genau da glitzert das Plankton am besten. Ein toller Moment zudem in der Nacht kaum Wolken waren und man die Sterne noch dazu sehr gut sehen konnte.

Auf der Insel war ich insgesamt 17 Nächte und bin damit in der Ewigenliste auf Platz 3 gekommen. Es gab einen, der anscheinend 30 Tage bzw. sein ganzes Visum dort verbrachte. Also ich kann ihn verstehen! 😀 Vielleicht überhole ich ihn irgendwann mal. Man muss dazu aber auch wissen, dass ich nicht die ganze Zeit am Stück auf der Insel war. Da mein Objektiv für meine Kamera leider kaputt gegangen ist und ich eh mal in Richtung Siam Reap bzw. Ankor Wat wollte, bin ich bei meinem ersten Teil 10 Tage geblieben. Nach nur 5 Tagen auf dem Festland aber dann wieder zurück mit einem Nachtbus auf die Insel, um die restliche Zeit meines Visums noch dort zu verbringen. Die „Mädels“ freuten sich – sie hatten immer viel Spaß daran, uns alle Wünsche zu erfüllen.

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Die Sonnenuntergänge auf der Insel sind übrigens atemberaubend :)!

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