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The Gibbon Experience

The Gibbon Experience

Von Luang Namtha im Norden von Laos an der chinesischen Grenze sind wir morgens um 07.30 Uhr aufgebrochen. Noch gerade so haben wir 3 Plätze im Bus ergattern können. Beim Ticketschalter gab es halt nur noch 2 Tickets, aber die Busfahrer in Laos findet immer eine Lösung, falls es an Platz mangelt 😀 Rucksäcke aufs Dach und los ging es. Die Strecke ist wunderschön und die Straßen sind sehr gut ausgebaut. Es war kein Vergleich zur Hinfahrt nach Luang Namtha. Nach 4 Stunden waren wir dann auch schon am Busbahnhof in Huay Xai und dort trennten sich dann auch die Wege von mir und Henrik auch leider wieder. Er musste bald nach Bangkok um seinen Flieger zurück nach München zu bekommen und wollte sich vorher noch Chiang Mai im Norden von Thailand ansehen. Mit Sophie und Nino, einem anderen Deutschen, den wir beim Bahnhof kennenlernten haben wir uns ein Tuk Tuk genommen und sind in die City gefahren. Der Ort an sich ist sehr klein, liegt direkt am Mekong und besteht eigentlich auch nur aus einer Straße für die Backpacker bzw. für die Besucher der Gibbon Experience. Prinzipiell kommen die Leute abends an, schlafen eine Nacht und gehen dann zur Gibbon Experience. Wir haben uns das Dauuw Homestay ausgesucht. Eigentlich bin ich eher der Meinung, dass man die Empfehlungen aus den Reiseführern gerne mal umgehen kann, aber in dem Falle war es ein Volltreffer. Eine tolle Atmosphäre mit schönen Bungalows, einer offenen Küche, Lagerfeuer im „Wohnzimmer“ mit Bergblick und relaxter Musik. Zu dritt haben wir uns einen Bungalow für insgesamt 3 Euro bezogen…wahnsinnig günstig 🙂

 

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Und überall hingen Schilder mit ein paar weisen Sprüchen. Ein paar weniger hätten es auch getan, regt aber auf jeden Fall zum Nachdenken an. Hier eine kleine Auswahl:

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Eigentlich wollten wir uns dann von den vergangenen anstrengenden Tagen im Nationalpark etwas erholen und die Füße hochlegen. Naja eigentlich…Wir sind die eine Straße dann runter, um Wasser zu kaufen und was zu Essen. Da entdeckten wir einen kleinen „Tante Emma Laden“ der dann unser „hot spot“ wurde. Es gab von Sandwiches, Bier, Socken, fruit shakes, usw. alles was das Herz begehrt. Auch kann man mit der Besitzerin ein kleines Schwätzchen halten, sodass wir uns mitten in den Laden auf die Stufen setzen, leckere Sandwiches aßen und bei ein paar Bierchen unsere Reisegeschichten teilten. Spontane Gelegenheiten sind halt einfach die Tollsten! Da es dann doch noch so viele Sachen gab, die wir uns zu erzählen hatten, sind Nino und ich dann noch für ein paar Stündchen um die Ecke in ein kleines Restaurant. 😀 Ich glaube, dass wir beiden die letzten im Ort waren, die die Augen zumachten. Am nächsten Tag ging es sehr ruhig zu und es wurde den ganzen Tag mal Nichts gemacht. Die letzten Wochen war halt kein Tag dabei, an dem mal Nichts zu tun war. Man mag es kaum glauben, aber Reisen kann sehr anstrengend sein und es ist eigentlich nur zu 10 % so, dass man in irgendwelchen Hängematten abhängt, lange schläft oder Nichts macht. Dazu muss man auch sagen, dass man sich an den Tagesrythmus in Asien anpasst. Die Menschen hier stehen mit der Sonne morgens um 6 Uhr auf und gehen eigentlich größtenteils um 22 Uhr ins Bett. Das man abends mal sehr lange aufbleibt, kommt nicht so oft vor. Wenn ich es mit München vergleiche, war ich dort abends deutlich aktiver. Ok…aber wieder zurück zur Story 😀 Tagsüber haben wir in einem Restaurant direkt am Mekong den ganzen Tag entspannt und so Zeug wie Reiseplanung, Blog schreiben, Kaffee trinken, Essen usw. gemacht. Wir hatten uns sehr viel vorgenommen, aber im Grunde den ganzen Tag mehr mit Facebook & Co. verbracht. War aber auch ok, denn am nächsten Tag stand die Gibbon Experience auf dem Plan und da sollte man ausgeruht sein. Wir hatten ürbigens die Expresstour gebucht (2 Tage und eine Nacht im Treehouse) Nicht, weil wir keine Zeit hatten, sondern weil es unglaublich teuer ist. Unsere Tour kostete 190 USD. Ein Tag länger hätte dann mit 290 USD zu buche geschlagen.

Am nächsten Tag ging es früh los und wir standen nach leckeren Sandwiches unseres „hot spots“ abfahrtbereit um 08.00 Uhr beim Büro der Gibbon Experience. Da ich nur leider meine Socken irgendwo vergessen hatte, lief ich noch schnell zurück. Ja wohin wohl, zu unserem Hotspot und natürlich gab es da welche 😀 Zurück am Office wurde uns zur Einführung ein Video gezeigt, dass die Vorfreunde noch weiter steigen lies.

Und dann ging es los. 7 Leute in einem Tuk Tuk. Es stellte sich sehr schnell heraus, dass wir eine sehr coole Truppe sind. Ein holländisches Paar, 2 schwedische Mädels, eine Deutsche Frau, die momentan in Dubai lebt und wir beide. Die Fahrt war schon sehr lange und nach einer Stunde waren wir „am Fuße des Berges“.

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Dort trafen wir unsere beiden Tourguides „No“ und „Input“. Eigentlich sehr einfach zu merken, da die beiden sehr schlechtes english sprachen und bei der Tour kaum was gesprochen hatten. Also no input… 😀

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Kurz nach der Ankunft mussten wir erstmal 2 h wandern und hatten da schon unserer erste kleine Zipline zu bewältigen. Cooler Einstieg und machte Lust auf mehr!

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Die Wanderung bei der Hitze war nicht ohne und so manche mussten schon ein bisschen kämpfen. Es  ging an tausenenden Schmtterlingen vorbei, durch Bambuswälder und teilweise ordentlichen Steigungen, bis wir dann die erste Zipline erreichten.

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Brooootzeit 🙂

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Für den ersten Tag sah der Plan folgendermaßan mit insgesamt 2.855 m ziplining so aus:

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No 1: 340m, No 2: 540 (der schönste), No 3: 140 m, No 4: 110 m, No 5: 495 m, No 6: 310 m, No 7: 370 m, No 8: 450 m, No 9: 300 m.

Alle Ziplines fingen folgender Maßen an. Auf einem Hügel war ein Drahtseil befestigt, in das man sich mit seinem Gurtzeug einharkt.

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Dann holt man ein bisschen Schwung und schon geht es los zum nächsten Hügel über Täler, Flüsse, Dörfer usw.

 

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https://youtu.be/8nsfS-6EwaM

Gegen 16 Uhr sind wir dann in unserem Treehouse auf um die 60 Meter Höhe angekommen. Natürlich auch mit einer Zipline. Der erste Eindruck von unserer Unterkunft war einfach nur „wow“. Und so waren auch die nächsten…Auf 3 Etagen in über 50 Meter Höhe haben wir genächtigt.

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Die Tourguides hatten uns dann noch ein paar Snack und Getränke hingestellt und sind dann zum Kitchen Village weggeangen. Ganz toll waren die Erdbnüsse mit der leckeren pappüßen Kondesmilch. 😉 jeder hat dann für sich den Moment genossen. Platz genug war ja da mit 3 Etagen. ganz unten war das Badezimmer mit Dusche, WC und Waschbecken.

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Den Sonnenuntergang nutze ich für eine „Sunsetdusche“. Unglaubliches Gefühl kann ich sagen, wenn man die Dusche anmacht und das Wasser unter einem 60 Meter nach unten fällt!

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Die Betten wurden zwischenzeitlich auch schon gemacht

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Und man konnte den Sonnenuntergang direkt aus dem Bett genießen

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Danach gab es noch ein kleines und leckeres Abendessen, bis dann der ruhige Teil des Tages anbrach und jeder an dem Gelände stand und eigentlich nur den Regenwald bewunderte. Ich saß ganz oben und auf einmal hörte ich ein lautes Krachen aus ca 40 Meter Entfernung und da saß er dann. Ein richtig wilder Affe. Die anderen hatten das auch bereits bemerkt und standen wie nach einer Schockstarre unten alle Spalier und schauten wie gebannt dem Affen zu. Auf der anderen Seiten tobten dann auch ein paar seiner Kollegen. Was für ein Glück! Die Guides meinten, dass es wirklich nicht üblich sei, dass man auf der Tour Affen oder größere Tiere zu Gesicht bekommt. Leider wurde es dann sehr schnell dunkel und wir saßen nur noch mit unseren Taschenlampen bewaffnet und lauschten den Geräuchen.

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Das machte recht müde und alle sind dann schon um 20.00 Uhr in Richtung Bett marschierten. Gut…so lange, bis Nachts auf einemal in meinem Tiefschlaf mein ganzes Bett abgedeckt wurde, denn es zog ein Gewitter auf und der Regen kam auch schnell. Schnell sind wir runter in eine der tieferen Etagen und überlegten erst mal, wie wir nun weitermachen. Zum Glück gab es ganz oben noch einen Art Vorhang, den man als Wind+ und Regenschutz benutzen kann. Eigentlich wollte ich gleich einschlafen, nur hielt mich der Gedanke wach, dass die Blitze ins Treehouse einschlagen könnten und wir lt. Rebecca dann sicherlich tot wären. Tolle Hilfe 😀

Morgens gab es erstmal einen tollen Ausblick nach einer relativ kurzen Nacht ohne Frühstück in Richtung des größten Baumes von Laos.

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Natürlich nicht zu Fuß, sondern mit Zipline No 10: 400 m, No 11: 405 m, No 12: 300 m, No 13: 320 m, No 14: 490 m. Der Baum war schon eine Wucht. Mit 7 Leuten kann man eine Kette machen und ihn einmal „umarmen“.

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Danach ging es zurück zum Treehouse und das Frühstück wurde schon serviert, bevor es weiterging.  Viel Zeit blieb uns leider nicht, denn wir hatten noch Zipline No. 15: 455 m, No 16: 350 m, No 17: 320 m, No 18: 265 m, No 19: 570 m und last but not least No 20: 525 m vor uns. Damit waren wir insgesamt an zwei Tagen 7.255 m in der Luft an einem Drahtseil.

Was für eine Tour, was für 2 Tage, was für eine Nacht und tolle Leute. Wenn man das nicht gesehen hat, kann man es kaum glauben. Nach dem letzten Flug sind wir noch ein Stück gewandert und wir konnten vor dem Lunch nochmal ins Wasser hüpfen.

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Das hier ist übrigens ein „Dschungelkühlschrank“

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Mit dem Tuk Tuk sind wir dann ewig lange aus dem Dschungel raus auf die Landtraße an vielen Locals und sogar einer großen Bananenplantage vorbei.

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Zurück in Huay Xai konnten wir uns kurz duschen und mussten dann schon mit dem nächsten Bus gleich weiter nach Thailand mit dem Ziel Chiang Mai, der 2 größten thailändischen Stadt. Die Grenze war nicht sehr weit und wir wurden erstmal von einem sehr symphatischen Zollbeamten in Laos verabschiedet und von einem noch netteren Thai Beamten empfangen. Der Mini Van kurz hinter der Thai Border wartet auch schon quasi auf uns und wir waren sogar die einzigen beiden im ganzen Bus. Was für ein toller Einstieg in Thailand. Wow, so kann es gerne weitergehen!

Luang Namtha – falangs meet locals

Luang Namtha – falangs meet locals

Heute gehts Richtung Norden mit einem Mini Van nach Luang Namtha oder besser gesagt, in die Berge von Laos, in die Nähe der chinesischen Grenze. 3 Tage lang in die Natur abtauchen :). Diesmal hatten wir sehr viel Glück mit dem Mini Van und hatten einen Premium VIP Bus mit Ledersitzen und toller Ausstattung usw. (13 USD), Henrik war begeistert! Leider waren die Straßen am Anfang nicht allzu gut, aber das wird bestimmt noch besser, dachten wir uns… Nur wurde die Straße dann noch schlechter und als es zum ersten Pass rauf ging, bestand die Straße nur noch aus einer Baustelle. Ganz hinten im Bus wurden wir so durchgeschüttelt, dass ich mir ordentlich das Steißbein angehauen habe. Die Klimaanlage lief dann auch nur noch auf gefühlten 10 % der Leistung. Die schöne Aussicht auf die Landschaft und die Berge hat dann aber einiges wieder gut gemacht. Nach 12 Stunden (eigentlich waren 7h geplant) sind wir dann in Luang Namtha angekommen. Übrigens haben wir im Bus Sophie aus München kennengelernt. Sie ist schon was länger unterwegs und hatte in etwa den gleichen Plan wie wir. Also waren wir nun zu dritt :D. Luang Namtha ist ein kleiner Ort in der Nähe des Nam Ha Nationalparks und gilt als Ausgangspunkt für alle Touren in die Wildnis. Es ist ein Mekka für Rafting, Kayaking, MTB und Hiking. Und das Beste ist, dass hier deutlich weniger Touristen unterwegs sind. Perfekt! Nach ein paar gekonnten Backpacker Tricks haben wir dann auch ein günstiges Tuk Tuk vom Busbahnhof in die Stadt  bekommen (naja, wir hatten eher Glück…). Eingecheckt haben wir im Guesthouse Zuela. Das Haus ist noch ganz neu und die Zimmer sind sehr groß und schön eingerichtet (6 USD pro Nase).

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Abends haben wir unser Essen in einem Laos Fast Food Laden bekommen. Witziger Laden, da er in etwa wie ein Mc Donalds aussieht. Ich bestellte mir das legendäre Menü 9 mit Spaghetti Carbonara, Hühnchen, Baguette, Softdrink und Salat (3 USD). Ziemlich komische Zusammenstellung, aber wer mich kennt…. ;). Die Nudeln waren dann mit ein paar Optimierungen durch Zugabe von gemahlenen Erdnüssen, die auf dem Tisch standen, auch nicht so schlecht :D. Am nächten Tag ging es dann los mit einer Mountainbike Tour. Im Bett hatte ich nachts noch eine Strecke mit dem Namen „Falang Tour“ oder Secret Trail  mit der ID: MS-TK-08 ausgesucht. Die Übersetzung von „falang“ ist eigentlich „französisch“, nur nennen die Locals alle westlichen Personen „falangs“. Aber woher kommt der Name der Tour? Vor hundert Jahren haben Franzosen diesen Trial ausgebaut und in die Berge eine kleine französische Army Base gebaut. Morgens noch ein leckeres Frühstück im Guesthouse und wir organisierten uns ziemlich gute Mountain Bikes. Die Strecke ging nach Muang Sing und das nicht über die eingezeichnete Landstraße, sondern über Feldwege. Gute Fahrräder sind auf dem Weg dafür zwingend notwendig, wie wir schnell merkten. Teilweise starke Steigungen, tiefe Pfützen und für die Abfahrten benötigt man sehr gute Federung. Die Bikes haben wir übrigens für 3,5 USD das Stück bekommen. Zumden war eines unserer Ziele, ein kleines einheimisches Dorf, in dem die „Khmu“ leben. Eine laotische Minderheit. Man muss dazu wissen, dass es in Laos um die 140 unterschiedliche „Stämme“ gibt, die ihre eigene Sprache, Kleidung, Stil der Häuser und Anschauung hat. Die Khmu sind nach den Lao die zweitgrößte Minderheit. Eine weitere, sehr bekannte Minderheit sind die Hmong, die jedoch in Vietnam viel populärer sind.

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….ist Henrik dahinten eigentlich am Pinkeln? 😀

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Nach 4 h erreichten wir dann das Dorf Ban Nam Yang. Sehr erschöpft und mit leerem Magen….Aber überglücklich! Der Ausblick auf das Dorf mit den bewachsenen Bergen im Hintergrund war einfach nur unbeschreiblich und kommt leider auf dem Bild auch nicht so rüber wie es tatsächlich war.

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Schon bald kamen uns dann eine Horde Kinder entgegen, mit denen wir erstmal spielten. So wie es aussieht, sehen die hier nicht so oft Touristen. Meine Kamera war übrigens das Highlight. Mit der Funktion, dass ich mein Display nach vorne klappen kann, konnten sich die Kids wie im Spiegel selber ansehen. Ihr hättet deren Augen sehen sollen. Es war einfach unbeschreiblich. Gänsehaut! Vielleicht haben manche zum ersten Mal ihr eigenes Spiegelbild gesehen.

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Eine der Frauen lud uns dann auf ein Essen ein. In der Mitte des Dorfes war ihr Haus. Schuhe aus, Füße waschen und schon saßen wir bei ihr im Wohnzimmer bzw. Schlafzimmer. Auf einer Matratze lag der vermutliche „Opa“ bzw. das Oberhaupt der Familie und rauchte irgendein Kraut und erklärte uns auf laotisch, wie alt er ist. Hat etwas länger gedauert, aber mit Hilfe des Lonely Planets haben wir es rausgefunden. Er ist 65. Zu Essen gab es dann eine Melone, Nudeln, Reis, Fisch in Tomatensoße  und gegrillte grüne Stangen. Diese sahen an einem Ende aus wie Spargel und an dem anderen wie Frühlingszwiebeln. Das musste man dann in eine Chilli Soße dippen und essen. Etwas herb und bitter aber lecker. Zu trinken gab es eine Erbeerlimonade von Coca Cola. Sehr süß!

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Beim Essen wurde uns erklärt, dass in dem Raum in dem wir saßen, 3 Generationen wohnen. Das kleinste Mitglied der Familie ist übrigens ein Baby. Schon sehr interessant, wie unterschiedlich das zu Deutschland bzw. zu den westlichen Ländern ist. Also ich könnte mir ja noch nicht mal vorstellen, mit meiner Oma und meiner Mutter zusammen in einem Haus zu wohnen (Mudda, habe dich aber trotzdem lieb… ;-p).

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Sonst haben wir noch ein bisschen mit den Kindern gespielt, nur mussten wir daran denken, bald wieder aufzubrechen. Die Strecke im Dunkeln zu fahren (und es war schon 5 Uhr nachmittags) ist bestimmt nicht optimal, wenn nicht sogar gefährlich. Wir fragten die Bewohner nach einem Transport ins Tal mit einem Pickup oder LKW, nur verlangten die deutlich zu viel Geld. Leider! Das hieß dann, wir mussten uns wieder auf den Sattel schwingen und los ging es, zurück nach Luang Namtha. Übrigens ist dieses Teil, was der Laote in der Hand hält, eine Falle um Vögel zu fangen…

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Da wir bei der Hinfahrt die meiste Zeit bergauf radelten, ging es zurück deutlich schneller als erwartet. In nur einer guten Stunde waren wir runter vom Berg und haben es gerade noch so geschafft, bevor es dunkel wurde. Tolle Tour, toller Tag! Wir waren total platt, aber unglaublich zufrieden, dass wir diese Tour genommen haben. Und by the way: Wenn man diese Tour über eine der Travel Agencies bucht, zahlt man ca. 50 USD pro Person. Wir 3 haben insgesamt 20 USD gezahlt :D. Abends sind wir noch zum Nachtmarkt und haben ein paar leckere einheimische Gerichte probiert (nicht die Würmer…), bevor wir totmüde ins Bett gefallen sind.

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Früh im Bett heißt am nächsten morgen früh aufstehen. Wieder mit einem leckeren Frühstück und einem unglaublich leckeren Espresso aus einer originalen, italienischen Espresso-Maschine gestartet, wollten wir eine Kayak-Tour buchen. Wir konnten die Travel Agency ordentlich runterhandeln und haben diese dann für 23 USD pro Nase bekommen. Witzigerweise gehören anscheinend alle Agencies zusammen und wir waren bei der Günstigsten…Die Boote wurden dann auf das Dach unseres Tuk Tuks gespannt und los ging es!

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Der Tour Guide musste auf dem Markt zunächst unser Essen für das Lunch besorgen. Ein bisschen Obst, Gemüse und Fisch. Es war ein Local-Markt und es gab mal wieder abgefahrene Dinge, wie Frösche am Spieß….

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Bis zum Fluss war es nicht mehr weit und wir waren schnell auf den Booten. Leider gibt es hiervon keine Bilder, da es dann anfing zu regnen. Wir hatten 2 Boote. Eines teilte sich Sophie mit dem Guide und das Andere nahmen Henrik und ich. Da ich schon öfters mit einem Kayak und Rafts unterwegs war, übernahm ich die Position des Steuermanns hinten. Perfektes Team, da Henrik dann vorne den Kamermann machte und Ausschau nach den wilden Tieren hielt.

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Das erste Stück des Flusses war sehr langsam und nach 2 h erreichten wir den Ort für das Mittagessen. Es war das Dorf unseres Guides, dass direkt am Fluss liegt. Hier sah man, dass es sich um eine andere Minderheit handelte, als den Tag davor. Die Häuser waren nicht auf Stelzen gebaut und mit Holzboden, sondern waren – ohne eigenen Boden – direkt auf dem Lehmboden errichtet. Halt eine andere Kultur mitten im Land und man merkte auch, dass hier öfter Touristen sind. Für die Leute war es, im Vergleich zu dem anderen Dorf, nichts besonderes mehr auf westliche Menschen zu treffen.

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Während die Damen des Hauses für uns kochten, hat uns der Tourguide dann so Einiges erzählt. So Sachen wie, dass die Einheimischen gerne den Darm und Bauch von Kühen mit Inhalt (ja, genau den meine ich :D) essen, dass gerne auch mal Affen im Kochtopf landen, dass jedes Dorf als Glücksbringer ein altes, dickes Schwein hat, dass Schweine mit 3 Monaten ca. 25 USD auf dem Markt bringen, dass 1 kg Heuschrecken auf dem Markt ca. 20 USD kosten und bevor einer im Dorf einen Arzt aufsucht, zuvor zum Schamanen des Dorfes geht. Mit dem haben wir dann übrigens gemeinsam gegessen. Es gab eine leckere Fischsoße, sticky rice und eine Tomatensoße, die zusammen mit Chilli an eine al´ Arrabiata Soße erinnerte.

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Nach dem Essen ging es dann auf den Booten weiter und wie von unserem Guide  angekündigt, ging es mit den Stromschnellen los. Da mussten wir schon ordentlich rudern, aber es hat sehr viel Spaß gemacht. Wir konnten auch ein paar interessante Vögel sehen und einfach mal die Ruhe, mit den Geräuschen des Dschungels untermalt, genießen. Dank Henriks Adlerauge :D.

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Das Ende war dann an dem Wasserfall Nam Khong, den man man mit dem Kayak durchquert. Da wir uns jedoch in der Trockenzeit befanden, war nicht viel Wasser und es war ziemlich einfach diesen „Wasserfall“ zu fahren. Übrigens stehen hier links und rechts ein paar Hütten, in denen man tatsächlich mitten im Wasser übernachten kann. Frage mich nur, wie man da trocken hinkommen will. Und nachts sollte man sich dann auch besser beim Schlafen anbinden, nicht dass man dann noch ins Wasser rollt :D.

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Mit dem Tuk Tuk ging es dann wieder zurück in die Zivilisation bzw. nach Luang Prabang und wir waren mal wieder total begeistert. Unsere Erwartungen wurden in den letzten beiden Tagen total übertroffen. Abends sind wir dann zusammen in das Minority Restaurant und haben uns ein paar einheimische Leckereien gegönnt. Mein bislang teuerstes Essen auf meiner Reise mit 5 USD. Aber ich hatte einfach mal Lust auf gegrilltes Rindfleisch – und es hat sich gelohnt :)! Den Abend gab es dann noch ein heftiges Unwetter, bei dem man jedoch – total erschöpft – sehr gut einschlafen konnte. Und damit war unsere Zeit nun auch in Luang Namtha vorbei – wow, was waren das mal wieder für 3 tolle Tage. Aber wir haben ja ein weiteres großes Ziel und damit das Letzte in Laos vor Augen: Die Gibbon Experience :)! Um 08.30 Uhr ging es mit einem der Local-Bussen (7 USD) Richtung Süden nach Huay Xay, das an der Grenze zu Thailand liegt und das Eingangstor für die Gibbon Experience ist.

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Da Henrik aber so langsam Richtung Bangkok musste, um seinen Flieger zurück nach Deutschland zu bekommen, teilte sich hier unser Weg.  Unglaublich, dass die Zeit mit Henrik auch wieder vorbei ist.

Hehe, achja da war noch etwas :D…

Dieses Telefon auf dem Schoß der Dame im Bus nach Huay Xay ist nicht defekt oder so. Es ist tatsächlich ihr Handy! Wir trauten unseren Augen kaum, als das Ding im Bus anfing zu klingeln und sie auch ran ging. Klingt komisch, war aber wirklich so 😀 !                    DSC05905

Luang Prabang – ein Wasserfall, 15 Elefanten & 1.000 Mönche

Luang Prabang – ein Wasserfall, 15 Elefanten & 1.000 Mönche

Abends um 10 Uhr ging es von Vang Vieng, der absoluten Partyhochburg von Laos, weiter in Richtung Luang Prabang. Es ist ein Ort mit vielen Tempel, Mönchen und einer Nachtruhe um 10.00 Uhr abends ;). Der Ort ist sehr wohlhabend, westlich und erinnert eher an einen französischen Vorort, als an einen Ort in Asien in einem „dritte Welt Land“. Der Grund dafür ist, dass die UNESCO den Ort zum Weltkulturerbe ernannte und viel Budget freigegeben hat. Um es kurz zu halten: Die Orte Vang Vieng und Luang Prabang könnten einfach nicht unterschiedlicher sein :D. Die Busfahrt war mal wieder ein besonderes Erlebnis. Wir hatten uns 2 Tickets für einen Sleeper Bus gekauft (14 Euro), denn die Fahrt sollte ja 7 h dauern und somit kann man sich ganz gut ein Hotelzimmer sparen. Leider war der Bus jedoch überbucht. Henrik bekam noch ein Bett, ich dagegen musste auf dem Boden im Mittelgang schlafen, was eigentlich dann auch ok war. Leider kam der Bus jedoch 2h früher als geplant an. Also um 3 Uhr und nicht um 5 Uhr! Übrigens regnete es wie aus Eimern. Hostels und Hotels hatten um die Uhrzeit natürlich noch nicht offen. Kurzerhand haben wir uns dann eines der am Straßenrand stehenden Tuk Tuks gekapert und uns da zum Schlafen reingelegt. Ich konnte etwas schlafen, Henrik aber eher nicht. Ich glaube, dass ihm das nicht so geheuer war. Als es dann langsam hell wurde hörten wir die Gesänge von Mönchen aus der Ferne. Mir fiel dann ein, dass in Luang Prabang die Mönche morgens um 6.00 Uhr gemeinsam wie in einer Art Prozession durch die Straßen ziehen und von den Locals, die mit Essen an der Straße warten, versorgt werden. Das müssen wir sehen! Ein paar Straßen weiter sahen wir dann auch schon die ersten Mönche.

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Das Wetter wurde dann auch besser und danach ging es in „DIE“ französische Bäckerei „Le Benneton“ in Luang Prabang mit den wohl besten Croissants und Baguettes, die wir je gegessen hatten. Eigentlich ein toller Einstieg, nachdem wir am gleichen Morgen, an dem wir ankamen bereits bis 8 Uhr zwei der Highlights des Ortes bereits erlebten :).

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Das erhellte dann auch deutlich die Stimmung und nach 2h in dem Laden zogen wir weiter, um uns eine Bleibe zu suchen. Ein paar Straßen entfernt fanden wir das Heritage Guesthouse (10 USD) in dem Flaire der anderen Häuser mit Fachwerk und schöner Fassade.

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Eigentlich wollten wir gleich los und den Ort erkunden, nur wurde dann erst mal geschlafen. Mittags haben wir uns dann 2 Fahrräder geschnappt und sind los. Also der Ort sieht nicht nur teuer aus, sondern ist es auch…Luang Prabang ist auch nicht wirklich groß und wie eine Art Insel durch den Mekong und einem anderen Fluss getrennt vom Festland. Ein paar schöne Tempel und das Flussufer haben wir uns zunächst angeschaut und sind dann auf den Hügel in der Mitte des Ortes zur Chomsi Stupa. Oben angekommen hat man einen wunderbaren Ausblick auf den ganzen Ort, den Flughafen und die umliegende schöne Landschaft. Also der Weg war dann doch recht anstrengend, da wir Angst um unsere Fahrräder hatten und diese mit rauf und runter schleppten…

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Abends sind wir nur noch auf die Hauptstraße zu einem kleinen Restaurant. Ein starkes Gewitter zog auf und es regnete wieder wie aus Eimern. Man merkt, die Regenzeit beginnt, was jedoch nicht schlimm ist. Lieber einmal kurz und heftig, als den ganzen Tag Regen wie im schönen Deutschland :D. Am nächsten Tag stand dann mal „Action“ auf dem Plan. Wir wollten uns einen Roller mieten und damit in die umliegende Gegend fahren. Es gab einiges zu tun…jedoch merkten wir schnell, dass in Luang Prabang (oder besser gesagt dem St. Moritz von Asien) die Roller gleich mal so teuer sind wie in Europa. Mit ein paar Tagen Vermietung ist das Ding abbezahlt, dachten wir. Gutes Business Modell! Und da wir in ein Elefantencamp und zu einem Wasserfall wollten, war das dann insgesamt teurer, als wenn man eine Tour im Reisebüro bucht. Um 10.30 ging es dann in einem VIP Super Mini Van, Ledersitze und Klimaanlage los. Unglaublich…Soviel Luxus habe ich schon lange nicht mehr gehabt. Das Elefantencamp war ca. 30 km entfernt und wurde erst vor 2 Monaten eröffnet. Vielleicht war das auch der Grund, weshalb wir nur insgesamt 3 Leute auf dem ganzen Gelände waren.

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Wow, was für tolle Tiere und mir fiel dann erst ein, dass ich noch nie auf einem Elefanten geritten bin. Nächste große, neue Erfahrung auf meiner Reise. Nachdem wir die Tiere fütterten (speziell das Elefanten Baby) ging es los mit einem Ausritt für 45 Minuten, bevor es dann mit den Tieren runter zum Mekong zum Waschen ging. Auf dem Rücken der Tiere sind wir dann ins Wasser und konnten ihnen mit Eimer und Bürste ein Wellnessprogramm gegeben.

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Ganz in der Nähe des Camps liegt der Kuang Si Wasserfall , einer der größten Attraktionen rund um Luang Prabang. Das Wasser rauscht in Terrassenstufen hinunter, und der Wasserfall besteht somit eigentlich aus sehr vielen kleinen Wasserfällen. Das heißt, dass man einen recht weiten Weg bis ganz rauf zum Ursprungs des Wasserfalls vor sich hat.

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Ganz oben angekommen konnte man dann den oberen und schönsten Teil sehen 🙂

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Aber von dort aus ging es dann nochmal und gutes Stück hoch, und wir mussten schon klettern.  Oben erschöpft angekommen hat man eine tolle Aussicht und man läuft durch einen, von Wasser durchfluteten, Wald.

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Wieder unten angekommen sind wir dann eine Runde ins Wasser unter einem der kleineren Wasserfälle. Von einem Baum aus konnte man auch reinspringen, was wir dann natürlich nicht ausgelassen haben.

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Es war echt eine sehr schöne Tour, die nur zu empfehlen ist. Abends gab es dann mit der Truppe aus Vang Vieng eine Reunion in einem Restaurant und danach sind wir in eine Bar mit dem Namen Utopia. Toller Laden mit vielen Kissen, Volleyballplatz mit Flutlicht, cooler Musik und ganz vielen Backpackern. Leider hat dann die Partystimmung nicht zur Nachruhe um 10 Uhr abends in Luang Prabang gepasst, und wir mussten uns was einfallen lassen. Einer unserer Kumpels aus den USA wußte dann von einer Bowlingbahn, die ein paar km außerhalb des Ortes liegt und dass sich dort alle Leute treffen, die noch was feiern wollen. Gesagt, getan! Schnell ein Tuk Tuk geschnappt und los ging es. Schon witzig irgendwie, mitten in der Nacht bowlen und feiern bei lauter Musik. Ehrlicherweise muss man dazu sagen, dass das Bowlen dabei nicht Prio 1 ist…Irgendwann kann man dann eigentlich auch nicht mehr von bowlen sprechen, da es dann doch recht albern wird :D.

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Später ging es dann noch ins Guesthouse von den Anderen, wo ich dann, sagen wir es so, etwas „hängen“ geblieben bin…Am nächsten Tag wurde dann erstmal was länger ausgeschlafen. Die Anderen wollten zum Wasserfall und ich habe die Zeit genutzt, um ein paar Dinge zu erledigen, wie Frisör und sogar eine Massage habe ich mir gegönnt. Genau das Richtige nach so einer Nacht, dachte ich mir und so war es auch. Auf dem Weg zurück ins Hotel wollte ich mir zufällig noch eine Tempelanlage ansehen, da dort gerade absolut keine Touristen waren. Dabei kam ich mit den Mönchen ins Gespräch. Sie zeigten mir Ihre Schlafplätze und ihren Wohnraum. Alles sehr einfach und es erinnerte an ein Studentenwohnheim. Hehe… witzigerweise, als ich in das Zimmer kam, roch es nach Zigarettenrauch und die Jungs bekamen eine gesunde rote Farbe ins Gesicht (man muss halt wissen, dass Mönche nicht rauchen dürfen. Auch Alkhohol und Frauen sind verboten). Draußen in einem Pavillion haben wir dann zusammen Englisch geübt. Es war ein tolles Gefühl zusammen mit ihnen dort zu sitzen und das merkten die Jungs auch. Ist halt was anderes, sowas  zufällig zu erkunden und nicht mit einer geführten Tour…Sie fragten mich tausende Dinge und sogar, ob ich zusammen mit ihnen beten und meditieren möchte. Da musste ich nicht lange überlegen und habe zugesagt. Abends um 17.30 Uhr wird jeden Tag gebetet. Wir haben dann zusammen im Tempel Kerzen und Räucherstäbchen aufgestellt. Ich sollte mich knieend auf den Teppich vor dem Buddha setzen und schon ging es los. Mit sehr lauten Trommelschlägen wurde zum Gebet gerufen. Man muss aber dabei sagen, dass diese Geräusche auch Touristen anzieht. Es dauerte nicht lange und da standen dann schon die Ersten hinter dem Tempeleingang und schauten uns zu. Manche hatten große Augen, als sie mich da knieend mit den Mönchen sahen. Dieses Privileg hat sicherlich nicht jeder Gast von Luang Prabang. Nach dem Trommeln begannen die Mönchen zu beten, was für mich eher wie ein Gesang klingt. Gänsehaut! Das dauerte 10 Minuten (vorne stand eine Uhr…) und dann begann das Meditieren. 40 Minuten im Schneidersitz eine Kerze anschauen. Wow, das war eine wahnsinnige Erfahrung. Mir tat danach zwar alles weh, aber es fühlte sich toll an. Danach wurde noch mal kurz gebetet und die Zeremonie war zu Ende und ich war sehr froh, dass ich daran teilnehmen konnte (Es gibt leider nicht mehr Bilder, da ich die Jungs nicht mit meiner Kamera nerven wollte).

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Eine meiner tollsten Erfahrungen bislang auf meiner Reise! Auf meinem Heimweg habe ich noch ein paar gegrillte Bananen gegessen, die in Bananenblättern gereicht werden, damit man sich nicht die Finger verbrennt (das Stück für 12 Cent). Den Abend haben Henrik und ich dann dazu genutzt, unsere nächsten Tage zu planen. Da wir noch mehr in die Natur wollen, haben wir uns für Luang Namtha im Norden von Laos entschieden und ein Busticket für den nächsten Tag für 14 USD gekauft. Reiseplanung macht hungrig, und wir haben uns direkt in die Nähe des Mekongs in eines der Restaurants gesetzt. Henrik ist ja mittlerweile schon sehr viel weiter und probiert immer mehr aus. So wie es aussieht ist sein Lieblingsgericht sweet sticky rice with mango. Kokosnuss mag er nicht so gerne. Als er Eine zum ersten Mal probierte bekam er Kopfschmerzen… :D. Auch muss ich sagen, dass sein Mückenspray-Konsum deutlich geringer geworden ist. Von einer Flasche pro Tag am Anfang ;-p ist er nun soweit, dass ich schon gar nicht mehr mitbekomme, wann er sich einsprüht. Dann sollte ihm ja nun der tiefe Dschungel rund um den Nationalpark Nam Ha bei Laung Namtha nichts mehr ausmachen. Ich bin gespannt auf den nächsten Bericht und los gehts!

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…übrigens war das hier bei unserem ersten Stop. Es gab sehr viel leckere und knusprige Insekten…. 😀

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Vang Vieng – tuuubing!

Vang Vieng – tuuubing!

Die Fahrt bis nach Vang Vieng war erwartungsgemäß sehr schlafreich. Wir hatten ja noch das Pi Mai Lao und unsere spontane kleine Hotelparty in den Knochen. Nach 6 h sind wir im Ort an der Bushaltestelle angekommen. Und es war extrem heiß mit 40 Grad im Schatten (oder irgendwie gefühlt mehr…). Was aber sofort auffiel, waren die tollen Kalkstein Berge im Hintergrund des Ortes. Die Formationen hatten etwas von der Halong Bay im Norden von Vietnam – doch hier viel schöner, da die Berge deutlich höher und grüner sind. Vom Busbahnhof sind wir in den Ort und haben nach ein paar Telefonaten eine schöne Unterkunft gefunden. Das Maylyn Guesthouse (9 USD / Nacht) liegt auf der anderen (ruhigeren) Seite des Flusses und hat ein paar sehr schöne Bungalows mitten in einem Garten. Direkt hinter dem Guesthouse beginnen die Berge und man hat einen fantastischen Ausblick.

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Man muss halt einen Dollar zahlen, um auf die andere Seite zu kommen. Später haben wir noch eine Bambusbrücke für Fußgänger gefunden…die war dann umsonst. In dem Garten haben wir nach der anstrengenden Fahrt erst mal ausgeruht. Abends gab es noch was Leckeres im Hotel zu essen und danach gings sehr früh ins Bett. Am nächsten Tag haben wir uns mit ein paar Leuten verabredet, die wir in Vientiane kennengelernt haben. Wir wollten zusammen Motorbikes ausleihen, um die Gegend zu erkunden. Morgens bin ich noch eine Runde gelaufen, was nicht die beste Idee war…Es wurde dann doch schnell zu warm und ich bin fast gestorben. Die Strecke war auch recht staubig… 😀

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Auf dem Weg hielt dann ein Auto und ein Local schenkte mir eine Flasche Wasser. Sehr hilfsbereit..wahrscheinlich sah ich sehr durstig aus :D. Ein bisschen hatte sich der Weg aber dennoch gelohnt, denn ich konnte 2 Höhlen besichtigen. Und das for free, da ich kein Geld dabei hatte…Kaum den Roller ausgeliehen ging es schon los. Die Straßen waren teilweise so staubig, dass man kaum was sehen konnte. Mit Mundschutz und eingewickelt in einen Schal fuhren wir dann in die Berge mit dem Ziel, die blaue Lagune und ein paar Höhlen zu sehen. Rund um die blaue Lagune war es sehr touristisch, aber trotzdem schön! Wir kletterten auf Bäume und sprangen ins Wasser.

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Übrigens haben wir dort auch die Anderen zufällig getroffen und hingen dann zusammen da noch was ab. Lustige Truppe mit Sean, Preston, Lauranne und Frenchie! Gestärkt nach einem leckeren Mittagessen sind wir dann los zur Silver & Gold Cave. Schon alleine die Fahrt bis dahin war der Hammer. Angekommen sahen wir keine Touristen weit und breit.

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Eine freundliche Laos Dame, die dort den Eingang „bewacht“, gab uns dann für ein bisschen Geld Taschenlampen und führte uns in die Höhle. Es war sehr sehr spannend und wir fühlten uns wie ein Expeditionsteam.

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….übrigens sitze ich gerade auf einer „Bierbank“ im Wasser und schreibe den Bericht 😀

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Den Sonnenuntergang haben wir uns noch in den Bergen angesehen und von einem älteren Paar haben wir noch Bananen geschenkt bekommen. Die Beiden waren sehr süß, wie sie da so ganz alleine, abseits von Allem, sitzen… Achja und Henrik versuchte sich das erste Mal in seinem Leben, selber mit einem Motorbike zu fahren. Witzig und irgendwie gefährlich sah das Ganze aus. Als ich jedoch die ersten Fahrversuche sah wurde mir a) klar dass er es wirklich noch nie ausprobiert hat und b) dass ich nicht hinten beim ihm auf dem Roller mitfahren würde :D.

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Abends haben wir uns dann mit all den Anderen getroffen und ich habe mein erstes Schnitzel nach 3 Monaten gegessen. Für das Aussehen gab ich 7 Punkte und für den Geschmack unglaubliche 9 Punkte. Die Majo zu den Pommes machte das Ganze zu einem 5 Sterne Gericht…Echt krass, dass die Asiaten auch das sehr gut kopieren können und für 4 USD ein echtes Schnäppchen. Abends sind wir alle noch um die Häuser gezogen. Um 22 Uhr ist in Vang Vieng Nachtruhe und Alles macht zu, bis auf 2 Läden, wo sich dann natürlich alle tummeln…Wir waren dann im einzigen Club mit dem Namen „101“. Wir saßen aber die meiste Zeit draußen vor dem Laden und hatten unseren Spaß mit den Anderen. Überhaupt saßen so ziemlich alle Leute draußen und keiner hielt sich im Club auf :D. Am nächsten Tag war es dann soweit und es stand Tubing auf dem Programm. Außer Lauranne waren alle am Start und es gab erstmal ein Frühstück mit Burger, Pommes und Bier in Garry´s Irish Pub. Grundlage schaffen, der Tag wird anstrengend! Aber was ist Tubing eigentlich? Jeder leiht sich ein „Tube“ (großer schwarzer Reifen) aus und lässt sich, begleitet vom Tuk Tuk, den Fluss runtertreiben. Auf dem Weg gibt es dann á la Spring Break ganz viele Bars mit Bierpong, Wasser-Basketball, laute Musik, Reise nach Jerusalem auf den Tubes, Armbänder bei jedem Drink usw. und eine Menge lustige Leute. Man wurde übrigens von den Barbetreibern mit einem Seil, an dessen Ende eine Plastikflasche montiert war, an Land gezogen oder besser gesagt „aus dem Wasser gefischt“. Eine Kamera hatten wir leider nicht dabei, deshalb gibt´s ein bisschen Anschauungsmaterial von Google, aber das trifft es sehr auf den Punkt:

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Wir kamen auch nicht soooo weit. „The last bar“ war ungefähr 1 km vom Start entfernt… (die Strecke ist ca 6 km lang):D  Mit dem Tuk Tuk ging es dann zurück in den Ort. Leider haben wir unsere Dry Bag etwas überschätzt und die Handys wurden leider alle nass. Das war sehr schade, aber thats life… Am Tag darauf war dann Entspannung angesagt und wir haben nur das Nötigste gemacht, wie am Fluss in einer Hängematte abhängen oder auf einer Holzbank im Wasser meinen Blog schreiben. Abends hatten wir zusammen noch ein Abschiedsdinner im Victors Place, bevor es dann für uns beide weiter Richtung Norden nach Luang Prabang mit dem Overnight Bus ging (14 USD).

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Ich bin sehr gespannt, was uns die nächsten Tage so erwartet. Eins ist sicher, es wird ruhiger, deutlich ruhiger. Aber das haben wir uns nach der kompletten Partywoche auch verdient… Vang Vieng war aber auf jeden Fall der  Hammer und das sollte man sich nicht entgehen lassen. Die bunten Bänder an meinem Backpack werden mich gerne an diesen Ort erinnern.

Pi Mai Laos 2015 (Waterfestival in Vietniane)

Pi Mai Laos 2015 (Waterfestival in Vietniane)

Von Takekh aus ging es nun nach sehr tollen, aber anstrengenden Tagen auf dem Bike in die Hauptstadt von Laos und es hat gerademal nur 6 h gedauert. Auf den Straßen waren die Locals wieder fleißig das neue Jahr am Feiern und umso näher an Vientiane nahm es dann auch noch zu.

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Meine Vorfreude stieg, zumal Henrik bestimmt schon bald in der Stadt sein würde.  Aus dem Bus raus lernte ich einen Chinesen kennen, der mir seinen Hotspot an seinem Handy zur Verfügung stellte. So konnte ich nun auch mit Henrik Kontakt aufnehmen, nur bekam ich keine Antwort…Gut ok, dann ist er noch im Flieger, dachte ich mir. Wir hatten aber schon das Hostel ausgemacht und ich machte mich dann zu dieser Adresse mitten in der City. Naja, so weit wie es ging, denn auf der Straße war schon sehr viel los und man musste überall aufpassen, dass man nicht von jemanden nass gespritzt wird. Denn zu der Zeit ist es egal ob man einen Rucksack auf dem Rücken oder ein Handy in der Hand hat. Man wird gnadenlos nass gemacht. Gut, dass ich einen Regencover dabei hatte. Die letzten Straßen bin ich dann zu Fuß weiter, da dass Tuk Tuk nicht mehr durch den Stau kam. Der Tuk Tuk Fahrer war eh sehr besoffen und kannte sich absolut nicht mehr aus 😀. 2 – 3 Straßen weiter fiel mir dann ein sehr weißer Tourist auf. Ich trug keine Brille und war mir erst nicht sicher, aber dann war klar – es ist Henrik! Yes! 😀 Wir hatten uns in Laos mitten in der Stadt gefunden, ohne einen Treffpunkt ausgemacht zu haben. Wir sind dann schnell ins Hotel und dann ab auf die Straße.

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Nach 2,5 Monaten “Feierabstinenz” hatte ich Lust, die nächsten 2 Tage in Vietniane nochmal richtig Gas zu geben. Und insgesamt war es damit das dritte neue Jahr für mich in 2015. Witzig! Nachdem wir im Hotel eincheckten (Tawhee Guesthouse für 17 USD die Nacht) sind wir gleich zum Essen in ein sehr tolles show cooking Restaurant. Der perfekte Einstieg für Henrik, da es für ihn das erste mal in Südostasien ist. Dort gab es sehr viele leckere und frische Gerichte. Mir ging es übrigens vor 5 Jahren, als ich das erste mal in Bangkok war, nicht anders. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich die ersten 2 Tage kaum was gegessen habe und sehr viel Angst vor dem “Streetfood” hatte. Henrik wollte sich dann auch erstmal langsam daran wagen. Hehe was aber witzig war, bei ihm kam aber noch hinzu, dass er sehr viel Angst vor den Mücken und speziell vor den ganz gefährlichen “Eiswürfeln” hatte. Richtig lustig wurde es, als er sich dann selbst zu einem Eiswürfeltarier ernannte ;-p (sorry bro, der musste sein). Bin sehr gespannt, wann er das erste mal mit mir auf der Straße isst. Aber das hat ja noch Zeit…zumindest 20 Tage. Den ersten Tag haben wir dann noch nicht auf der Straße gefeiert. Wir hatten uns ja nach 3 Monaten so Einiges zu erzählen und eigentlich waren wir beide auch noch sehr platt. Henrik von der Anreise und ich von den letzten Tagen auf dem Moped. Abends sind wir dann aber noch ein bisschen über die leeren Straßen geschlendert und fanden noch ein paar Locals an der Straße, die uns gleich mit Essen vom Grill und Alkohol versorgten. Das Letztere natürlich nicht vom Grill, sondern aus dem Kühlschrank. Ein bisschen später war dann aber absolut Nichts mehr los und wir beide sind dann noch weiter in einen der sehr wenigen Clubs in der Stadt. Der Laden war anscheinend vergleichbar mit dem P1 in München. Stilecht zu unserem Widersehen gab es dann 2 shots of Jägermeister und 2 Gin Tonic. Echt krass, dass ich das Zeug schon seit 2,5 Monaten nicht getrunken hatte. Auf jeden Fall gab es geile Musik in 2 Bereichen. In dem einen gab es sogar live Musik und der Eintritt war for free. Das Konzept sollte mal einer in München nachmachen. Henrik, wäre doch eine Geschäftsidee, oder? 😀 Der Abend ging dann doch noch recht lange und irgendwann erreichten wir unser Hotel über ein paar Umwege 😉. Der nächste Tag startete recht langsam mit einem Hangover in dem Restaurant vom Vortag. Wir mussten uns ja schließlich stärken, da nun der letzte von 3 Tagen Pi Mai Lao (das Neujahrsfest bzw. Waterfestival) startete. Die Locals meinten alle, dass der letzte Tag der Heftigste werden würde. Und es stellte sich heraus, dass es auch so ist. Um 14 Uhr ging es los und die erste Amtshandlung war, dass wir uns Wasserpistolen zulegten. Später haben wir gemerkt, dass eigentlich 5 Liter Eimer die bessere Wahl gewesen wäre…. Leider hatten wir keine wasserfeste Kamera dabei, aber die folgenden Bilder zeigen zu 100 % wie es war – danke an google! 😉

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Das Fest kann man sich übrigens so vorstellen: Hunderte Leute auf der Straße (Kinder, Frauen, Männer, Locals, Touristen im Alter von 0 – 90) singen, tanzen, trinken und machen sich nass mit Wasserpistolen, Eimern, Gartenschläuchen, Wasserbomben und…habe ich eigentlich schon Regentonnen erwähnt…Wir sind dann zu einer chinesischen Gruppe dazugestoßen, die sich einen Pickup Truck geliehen hatten. Hinten auf der Ladefläche war noch genügend Platz für uns beide und ganz wichtig: für sehr viel Wasser in einer großen Regentonne, das wir auf alle Passanten spritzten. Zu uns stießen noch 2 Europäer (Frenchi und Laureen) dazu und wir hatten ne Menge Spaß. Irgendwann haben uns die Jungs vom Truck gelassen und es ging zu Fuß weiter. Eigentlich war das noch viel lustiger, da wir direkt mitten drin waren. Überall gab es immer etwas zu tun, wie mit den Locals um die Wette trinken, in Planschbecken zu spielen, BBQ zu probieren oder auf der Straße zu tanzen. Um 18 Uhr ging es dann zur “Stage” am Mekong. Doch zuvor wurden wir noch von sehr gastfreundlichen Locals auf ein Abendessen eingeladen, zu dem wir natürlich nicht nein sagen konnten bzw. wollten. Es gab sehr leckeres regionales Essen und wir wurden sehr herzlich von allen in Empfang genommen. Die sprachen zwar kein Wort englisch, aber da zeigte sich mal wieder, dass man sich nicht verstehen muss, um sich zu verstehen 😉 …Weißheit des Tages! 😀 Aber wie ja bereits gesagt, waren wir noch nicht am Ende unserer Strecke. The Stage war nicht weg…Dort angekommen sind wir dann erstmal zu den hunderten Menschen in die Area mit der Schaumkanone bevor wir dann genau vor der Bühne mit all den anderen Leuten feierten.

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Leider ging die Party nur bis um 10 Uhr und wir sind mit einer Gruppe von Asiaten in ein Restaurant weitergezogen und schlussendlich noch in ein Hotel für ein letztes Bier. Witzigerweise haben wir da ein lesbisches Paar aus Neuseeland kennengelernt, von denen ich dann eine sehr ernstgemeinte Einladung bekam, wenn ich Ende des Jahres in der Nähe bei denen bin. Was für ein Tag. Also ich bin mir echt nicht sicher, ob ich meinem Leben schon mal bei so einer tollen Party dabei war (und ich war schon bei so einigen). Leider hatten wir keine Kamera dabei…Der nächste Tag war dann erwartungsgemäß vom Hangover geprägt, was aber nicht schlimm war, da das ja schon so eingeplant war. Die Straßen in der Stadt waren wie leergefegt und man sah nur Touristen und keine Locals, was ja verständlich war nach 3 Tage feiern. Bei einem sehr netten Franzosen kehrten wir dann für eine Pizza ein. Es war meine erste Pizza nach 3 Monaten und sie war einfach nur unglaublich lecker!

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Am Nachmitag waren wir dann noch recht aktiv und haben uns die Stadt angeschaut. Unter anderem die Tang Stupa, das wichtigste Gebäude der Stadt, ein paar Tempel, den Nachtmarkt und das Flussufer vom Mekong. Es ist in Vientiane manchmal kaum vorstellbar, dass man sich in Asien befindet.

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Die Stadt ist sehr westlich, kaum Roller, viele teure Autos, Restaurants und Hotels. Aber erst mal ging es mit dem Tuk Tuk los. Übrigens sieht man von denen genau so wenig wie Roller…

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Angekommen auf dem Gelände der Stupa gab es Einiges wie Tempel, Mönche beim Beten usw. zu besichtigen.

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Als es dann dunkel wurde und endlich abkühlte, kamen die Einheimischen wie die Mäuse aus ihren Löchern. Auf dem Gelände war ein großer Platz auf dem ganz viele Menschen Sport machten. Uns hat dann doch die Zumba Gruppe am meisten gefallen 😀

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Wir waren auch sehr darüber überrascht und begeistert, was es so alles in den Supermärkten gibt. Also eine mega westliche Stadt und man kann hier als Europäer sich durchaus vorstellen zu wohnen, ohne sich sehr umzustellen zu müssen (man beachte übrigens den Namen der Salami…na lecker).

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Im Anschluss sind wir bis zum Mekong Delta gelaufen, um den Nachtmarkt zu sehen. Das Ufer war wunderschön mit ganz vielen BBQ Restaurants.

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Abends wollten wir dann nur noch was Essen und ab ins Bett, nur haben dann 2 Neuseeländerinnen und ein Franzose unseren Plan gecrushed. Der Hotelmanager meinte dann noch uns vor seinem Hotel auf ein paar Bier einzuladen. Prinzipiell ist ja ein Bier sehr gute Medizin bei einem Hangover, nur uferte es dann doch zu einer Party aus, nachdem der Hotelmanager nachts gegen 2 seinen Selbstgebrannten rausholte. Naja, es wurde dann doch noch deutlich später (oder früher?!) ;D Leider ging es dann morgens schon um 09 Uhr mit dem Bus (7 USD) weiter nach  Vang Vieng (oder VV oder 2 x V laut den Mädels aus Neuseeland, denn die konnten das einfach nicht ausprechen bzw. eher nicht merken). Frage mich, ob das nicht an dem Alkohol lag… 😀 Vang Vieng ist übrigens für seine Landschaft und für das Tubing bekannt und wir sind sehr gespannt wie es wird! Es riecht aber gewaltig nach einer Party…

 

 

„The Loop“ – Laos mit dem Motorrad entdecken

„The Loop“ – Laos mit dem Motorrad entdecken

In einem Minibus ging es von Si Pan Don Richtung Pakxse und ich habe Chris aus Graz kennengelernt. Wir beide waren gleich von Beginn an auf einer Wellenlänge und haben uns stundenlang über Laufen, Wandern und so unterhalten. Ihm habe ich auch von meinem Plan erzählt, dass ich in Thakkek den Loop machen will und witzigerweise ist er ein Fan vom Motorradfahren, sodass er sich kurzerhand dazu entschied, mit mir die Tour zu machen. Klasse! In Pakxse angekommen mussten wir beiden dann in einen Local Bus umsteigen. Wir waren dann die einzigen „nicht locals“. Yes! 🙂 Gutes Zeichen, da sich anscheinend nicht viele Touristen in die Ecke verlaufen…Nach endlosen 8 h kamen wir dann abends um 22.00 in Takkhek an. Mit einem Tuk Tuk sind wir dann gleich weiter zu einer Unterkunft mit dem Namen Travel Lodge. Wir beiden teilten uns ein Zimmer für 12 USD, mussten aber nach dem ersten Zimmer umziehen, da ein paar Locals, die Straße gegenüber, bereits mit der Neujahrsparty anfingen (2 Tage vorher). Das neue Zimmer im Erdgeschoss war dann deutlich ruhiger. Morgens haben wir uns gleich in der Nähe der Lodge 2 Bikes mit 125 ccm und Gangschaltung ausgeliehen (12 USD pro Tag) und wir starteten den Loop. 3 Tage und 500 km in die „Wildnis“ nur mit dem Nötigsten. Halt ein Männertrip 😀

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Eigentlich schreibt man ein Fazit am Ende eines Berichtes, nur wäre das für die Tour tatsächlich vermessen, denn es gibt nur ein Wort, das diese Tour am besten beschreiben könnte: Atemberaubend! Ein Erlebnis, das man in seinem Leben nicht vergessen wird.
Aber soweit so gut. Es gibt Einiges zu erzählen: Der erste Stop führte uns zur Buddha Cave. Ein Ort an dem die Locals in einer Höhle beten und Opfergaben ablegen. Uns gefiel dann doch der See außerhalb der Höhle etwas besser 😀

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Vor Ort haben wir uns einen Papaya Salat mit sticky rice geteilt und haben die Tour nochmal durchgesprochen. Gestärkt ging es dann weiter zum nächsten Stop: Die Höhle in Xieng Liab. Dort musste wir dann das erste Mal die Kopflampen aufsetzen und ja…es war atemberaubend 🙂

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Vor der Höhle haben wir Eric und Laura kennegelernt. Die beide haben ihre Tour auch erst gestartet und dann war uns klar, dass wir die beiden die nächsten Tage immer wieder mal treffen werden. Ein paar Kletterübungen raus aus der Höhle später sind wir weiter zur Than AEN (Than heißt übersetzt Höhle). Dort angekommen merkten wir, es handelt sich um eine Tourihöhle. An sich sehr schön, aber halt sehr auf den Tourismus getrimmt…Wir sind dann schnell weiter und da bekam ich Probleme mit meinem rechten Augen. Wir spülten es, jedoch wurde es nicht besser und an ein Weiterfahren war nicht zu denken. Vermutlich eine Entzündung. Die Idee war dann, dass ich mein Auge mit dem Schal verbinde, damit kein Luftzug mehr dran kommt. Ich probierte es aus und es klappte 🙂

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War zwar nicht so easy mit einem Auge, und die Locals auf der Straße schauten mich auch ständig an wie ein Auto. Wir sind dann Flussaufwärts durchs Tal gefahren, an vielen Felsformationen vorbei, die an die Felsen der Halong Bay erinnerten, die Sonne ging langsam unter und vor uns lag das 1300 Meter hohe Plateau bzw die Sao Road. Oben nach unzähligen Kurven und „Kamera-Stops“ angekommen war es dann so kalt, dass wir ziemlich alles anziehen mussten, was wir dabei hatten.

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Nach 150 km am ersten Tag kamen wir dann abends in dem Ort Lang Village bzw. Phosy Tha Lang Guesthouse an. Schöne kleine Bungalows am See. Chris brachte es eigentlich genau auf den Punkt, als er meinte, „hier siehts doch aus wie in Österreich auf einer Berghütte“ ;D Da wir ausgehungert waren und uns zudem auch sehr kalt war, ging es schnell nach einer warmen Dusche (jeder von uns stand bestimmt 10 Minuten darunter) zum Restaurant. Zu unserem Glück wurde genau zu dem Zeitpunkt ein Lagerfeuer entfacht, das wir dann aufsuchten, nachdem wir unsere Bestellung aufgaben. Um mich zu wärmen, bestellte ich mir einen Whisky und wir beide eine warme Schokolade. (Echt witzig) Da es aber nicht üblich ist, dass man ein „Stamperl“ voll mit Whisky bekommt, stellte uns die Kellnerin eine ganze Flasche ans Feuer – hehe und für 1,50 USD. Das wollten wir nicht glauben und fragten 10 mal nach. Aber es war tatsächlich so. Gekauft! Die Flasche haben wir dann zusammen mit ein paar kanadischen Mädels und Gabi (ein Mann) aus Spanien geteilt. Schöner Abend am Lagerfeuer! Das mit dem Singen sollten wir jedoch noch mal üben… 🙂 Übrigens bekam ich dann abends noch eine frohe Botschaft von Daheim! Henrik, einer meiner besten Kumpels rief an und meinte, dass er einen neuen Job hat und vorher 20 Tage reisen möchte. Der Verrückte hat dann einfach einen Flug nach Laos gebucht. Ankunft in 2 Tagen! Wow!
Am nächsten Tag sind wir morgens um 07.00 Uhr sehr früh los in Richtung Laksao. Die Landschaft ist einfach nur unbeschreiblich schön und es wurde dann sehr staubig 🙂

 

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Leider gab es dann einen Unfall. Chris konnte einfach nicht den Tacho aus den Augen lassen und verkeilte sein Vorderrad auf der muddy road und fiel hin. Bis auf ein paar Schrammen an der Hand ist Gott sei Dank nichts passiert. Nach einem Pflaster, Verbänden und einem Sandwich ging es weiter. Chris fuhr danach so weiter, als ob Nichts passiert wäre. Harter Hund 🙂 Unser nächster Stop war dann „the cool spring“. Mal wieder atemberaubend! Das Wasser war so klar, dass man noch metertief zum Grund sehen konnte. Zusammen mit den Kindern haben wir dann im Wasser gebadet und uns von den ersten km des Tages erholt. Badehose? Fehlanzeige 😀

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Weiter ging es in Richtung Sa Naman, einem Wasserfall, über ein paar Pässe. Auf dem Weg haben wir bei einem Lunch (Fisch, sticky rice und unglaublich leckeres Trockenfleisch) einen Local kennengelernt, der uns ein bisschen die Geschichte vom Pi Mai Lao (also dem Neujahrsfest) erzählte und dass in der großen Höhle, Konglor Cave, ein Drache lebt (Dagon), dem ein Auge von Menschen ausgestochen wurde. Mal schauen, ob wir den Drachen in der Höhle zu Gesicht bekommen, denn diese lag ja noch auf unserem Weg 🙂 Weiter ging es dann gestärkt in Richtung Konglor Cave (die Höhle ist anscheinend eines der Weltwunder in Laos mit 7,5 km Länge). Alleine der Weg bis dahin war schon sehr beeindruckend mit den Felsformationen.

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Bevor wir dann abends kurz vor dem Eingang der Höhle im Chanta House eincheckten, sind wir zur Höhle vor und da wurde schon ordentlich das neue Jahr gefeiert. Ein paar Bier mit Locals später ging es zurück zur Lodge.

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Tolle Zimmer und schöner Außenbereich für 8 USD die Nacht das komplette Zimmer 😀  Guter Deal! Da haben wir dann auch Eric wieder getroffen.

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Morgens um 08.00 Uhr ging es dann zusammen mit Eric zur Höhle. 7,5 km bei völliger Dunkelheit mit einem Boot + Bootsführer (hat 6 USD pro Nase gekostet) Die Höhle ist der Hammer! Zunächst macht man einen Stop und geht an vielen Felsen vorbei. Da wir so früh dran waren, waren wir komplett alleine unterwegs. Genau die richtige Enscheidung, da es danach in der Höhle echt voll wurde. Die Fahrt mit dem Boot war auch spannend. Es war eher eine Nussschale mit einem Rasenmähermotor, bei dem man dachte, jeden Moment kippt das Ding um.

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Nach der ziemlich langen Fahrt durch die Höhle kamen wir am anderen Ende an und es war überwältigend. Da die Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt haben, fielen die Farben noch viel deutlich aus.

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Zurück ging es dann aufgrund der Strömung deutlich schneller und wir mussten uns beeilen. Wir hatten noch 180 km, ein paar Pässe und ein viele Kinder mit Wasserpistolen bewaffnet vor uns, bevor wir um 18.00 Uhr abends die Bikes abgeben mussten. Nun hieß es, Gas geben!

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Der Tag lief super und wir waren überpünktlich um 17.00 Uhr zurück. Schade, dass die Tour wieder vorbei war. Schnell haben wir dann noch Bustickets gekauft (Chris nach Vietnam und ich für 10 USD nach Vientniane, um Henrik zu treffen). Abends haben wir uns dann ganz gemütlich mit leckerem Essen am Feuer ausgeruht und waren schon um 21.00 Uhr im Bett.
An der Stelle ein besonderer Dank an Chris, ohne den es sicherlich nichtmal halb soviel Spaß gemacht hätte! Würde mich freuen, wenn wir uns evtl. nächstes Jahr in Südamerika sehen. Sonst kann man sagen, dass dieser Trip noch ein Geheimtipp ist und man diesen nicht missen sollte, wenn man in Laos ist. Teilweise anstrengend, aber es lohnt sich absolut.
Hier noch ein Paar Fakten:
500 km in 3 Tagen, unzählige Tankstops, an meinem Moped ein gebrochener Spiegel und eine komplett ausgefallene Vorderbremse, bei Chris am Moped eine verbogene Fußraste nach dem Unfall, grüne T-Shirts nach einer Attacke von Kindern mit „nicht“wasserlöslicher Farbe in den Wasserpistolen und 2 breite Grinsen nach dem unvergesslichen Erlebnis Chrios > 😀 Chris > 😀
Nun geht es weiter nach Vientniane um Henrik vom Flughafen abzuholen und noch die restlichen Tage das neue Jahr zu feiern. Übrigens bereits mein drittes Neujahrsfest…ich bin gespannt wie es wird!