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Mt. Kinabalu & Kota Kinabalu

Mt. Kinabalu & Kota Kinabalu

Um zum Moint Kinabalu zu kommen, muss man erstmal von Kuala Lumpur einen Flieger nach Borneo nehmen bzw. nach Kota Kinabalu, quasi der malayischen Hauptstadt Borneos. Der malayische Teil von Borneo heißt übrigens Sabah. Harry, mein Couchsurfer von KL brachte mich unglaublicher Weise morgens um 04.00 Uhr mit seinem Auto zum Flughafen. Hoffentlich kommt er mal nach München, damit ich das wieder gut machen kann. Der Flieger ging dann um kurz nach 6.00 Uhr und der Flug dauert 2,5 h. Da ich relevativ zeitnahe buchte, kostete der Flug dann doch 50 Euro, was für Air Asia sehr teuer ist…Auch sollte man sehr viel Zeit am Flughafen einplanen. Ich brauchte alleine um von der Sicherheitskontrolle zu meinem Gate zu kommen, ca. 30 Minuten. Wahrscheinlich ist tagsüber sogar noch mehr los. Das frühe Aufstehen hat dann der Anflug auf Borneo in jedem Fall wieder gut gemacht  🙂

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In Kota Kinabalu angekommen fährt übrigens jede Stunde ein Bus in die City für 2 Euro. Ein Taxi muss man nicht nehmen, obwohl jeder davon rät. In KL hatte ich noch das Hostel in KK 🙂 mit dem Namen „H2“ für 8,50 Euro inkl. Frühstück gebucht. Leider nicht einfach zu finden. Das Hostel ist noch sehr neu und an der Rezeption der Typ spricht nicht gerade das beste English…Aber die Betten sind cool und es gibt eine Klimaanlage im Dorm. Auf der Suche nach dem Busbahnhof habe ich ein Mädel aus dem Ort kennengelernt und sie zeigte mir dann auf der anderen Stadtseite einen Hügel, bei dem wir zusammen mit einem Kumpel von ihr den Sonnenuntergang uns anschauten.
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Sie hatte schon eine unglaubliche Persönlichkeit, denn sie ist Dr. in Medizin und macht professionell Bodybuilding. Also so richtig mit goldener aufgesprähter Farbe auf ihrer Haut mit Sponsor usw. Also wenn man sie so sieht, dann denkt man das nicht gerade mit ihren 1,55 Meter 😀 Sie musste dann weiter zum Flughafen Richtung KL und ich bin zurück zum Hostel, da ich mich mit meinem Zimmerkollegen zum Abendessen verabredet hatte. Wir wollten eigentlich auf den Markt und Seafood essen, nur wurde der Plan dann recht schnell geändert. Denn es war das Harvest Festival in der Stadt, wovon uns per Zufall ein Local drauf hinwies. Es ist eines der wichtigsten Feste auf Borneo im Jahr. In dieser Woche wird dann anstelle von Arbeiten nur gefeiert, getrunken und gegessen. Ein Local zeigte uns noch den Weg und los ging es mit Mike aus Irland in einem Taxi zum Festgelände.

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Da war dann einiges los und überall gab es lecker gegrilltest BBQ (Satey Sticks für 50 Cent das Stück, Cocktail Stände, Jacky Coke für 1 Euro) und sehr viele kleine Zelte, in denen Karaoke aufgebaut war.

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Wir beiden waren mit die einzigen Europäer auf dem Gelände, sodass wir dann das Highlight der Locals waren. Was für ein Schlaraffenland 😀 Interessanter Weise wurde hier auch viel Alkhohol getrunken. Also nicht, dass wir was dagegen hatten, nur ist das in dem streng muslimischen Malaysia halt echt seltsam, denn im komplett anderen Teil, wird kein Alkhohol getrunken. Man erkennt das auch schnell an den Bierbäuchen der Männer 😀

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Nach ein paar leckeren Fleischsticks und Cocktails ging es dann in eines der kleinen Zelte und wir haben kräftig mit den Locals gefeiert, gesungen und getanzt. Wow, was für ein Abend! Ich musste einmal singen….Angel von Robbie Williams. Oje, hoffentlich hat das keiner aufgenommen 😀

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Aber wir waren ja, was das nächste Bild beweist, bei einem offiziellen Biertester in den besten Händen 😀 Nach unzähligen Dosen Bier ging es dann zurück mit dem Taxi ins Hostel mit einem kleinen lustigen Abstecher im Supermarkt. Ich weiß nicht mehr wer auf die Idee kam, aber zusammen mit den Angestellten vom Supermarkt haben wir uns eine Essensschlacht geleistet. Ja richtig gelesen, eine Essenschlacht. Was für ein Spaß…wahrscheinlich waren die Angestellten vor ihrer Schicht auch noch kurz auf dem Festgelände 😀

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Morgens wollte ich dann sehr früh weiter zum Mount Kinabalu, aber aus dem „früh aufstehen“ wurde dann Nichts raus. Ganz gemütlich um 11 Uhr mit einem sauberen Kater ging ich dann vor zum Busbahnhof. Abfahrtszeiten wusste ich nicht und stellte mich auf ein paar Stunden warten ein. Dazu muss man halt wissen, dass von Kota Kinabalu aus die Minivans losfahren, sobald sie voll besetzt sind. Also keine festen Abfahrtszeiten. Das war mein Glück, denn ich war der letzte Gast für den Minivan und es ging sofort los 🙂 Die Fahrt bis zum Berg ist wunderschön und erinnerte mich sehr an Laos. Also auch generell von den Menschen erinnert mich Borneo sehr an Laos. Am Parkeingang lies uns der Busfahrer raus und ich erkundigte mich erstmal nach einer Permittment, um den Berg zu besteigen. Normalerweise buchen die Gäste ca. 6 Monate vorher eine 2 Tagestour. Hintergrund ist, dass pro Tag nur 120 Personen rauf dürfen und an der Basisstation einfach nicht genügend Betten sind. Gut, schlafen wollte ich eh nicht, da das insgesamt 250 Euro gekostet hätte. Dann bleibt einem nur noch die Tagestour übrig. Also von 1.800 Meter an einem Tag auf 4.100 Meter und das ganze wieder zurück. In Summe also 4.600 Höhenmeter an einem Tag. An der Station machten die Leute mit mir einen Fitnesscheck, überprüften meine Ausrüstung und fragten mich sehr viel um sicher zu gehen, dass ich das auch wirklich schaffe. Wirklich ein Wort der Warnung. Jemand ohne Bergerfahrung sollte dies nicht machen. Ist zwar mit insgesamt 100 Euro sehr viel günstiger, aber dafür dann viel zu gefährlich. Übrigens ist die Strecke aufgeteilt in mehrere Checkpoints, wo die Zeit gemessen wird. Falls man die Zeit nicht schafft, wird sofort rumgedreht. Gut ok, dachte ich mir, dass schaffe ich irgendwie und buchte die Tour. Da ich leider nicht soviel Geld dabei hatte und der nächste ATM im nächsten Ort war, musste ich per Anhalter in den nächsten Ort um Geld abzuheben. Das war etwas mühselig, aber in Malaysia ist das kein Problem. Innerhalb kürzester Zeit nehmen einen die Autofahrer mit. Nette Gespräche sind dann schon vorprogrammiert 🙂

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Eingecheckt habe ich ca. 5 Gehminuten vom Berg entfernt in der Boyu Lodge für 5 Euro das Bett. Nicht gerade schön, aber dem Zweck absolut ok, denn morgens um 6 Uhr musste ich ja eh schon weider raus. In meinem Zimmer waren dann noch 2 Franzosen, die zufälligerweise das gleiche vor hatten wie ich. Prima, dann gehen wir zusammen den Berg und können uns sogar noch die Kosten für den Tourguide teilen. Um 7 Uhr trafen wir uns an der Talstation auf 1.800 Meter und musste erstmal sehr viele Formalitäten ausfüllen. Was für ein Schreibkram…Naja um 7.45 Uhr ging es dann endlich los und wir hatten Zeit bis 10.30 Uhr, um bis zum Basislager des Mount Kinabalus zu kommen.

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…hehe anscheinend wird man erschossen, wenn man nicht auf dem Weg bleibt 😀

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Den Gipfel sieht man übrigens im Hintergrund…in 2 Stunden sind wir da 😉

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Um 10 Uhr kamen wir an der Bergstation an und voller Entusjasmus, heute einen Rekord aufstellen zu wollen. Auf dem Weg sahen wir übrigens noch ein paar Affen. Schnell noch eine total überteuererte Coke für 4 Euro getrunken, die Wasserflaschen nachgefüllt und nach 10 Minuten Pause ging es weiter. Unter den ganzen Touris waren wir echte VIPs, denn sonst waren dort nur Leute, die die Besteigung an 2 Tagen machen und zollten uns einen riesengroßen Respekt. Es ist halt auch so, dass man den besten Ausblick morgens vom Berg aus hat und wir gaben Gas. Der Anstieg wurde nun doch deutlich schwieriger und man merkte spürbar, wie die Energie von Meter zu Meter sank.

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Nach dem letzten Check Point lagen wir super in der Zeit und nun ging es auf das Lava Plateau, was man zum Teil nur mit dem Seil machbar war.

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…das Ziel, also der Gipfel bereits schon vor Augen bzw. in dem Fall hier in meiner Sonnenbrille 😀

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Und hier der letzte Checkpoint bevor es dann zum letzten Stück rauf ging

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Man sieht schon, dass langsam die Wolken aufziehen. Davon angetrieben, dass Nachmittags oft Regen aufzieht und die Sicht dann gleich 0 wird, lagen wir nochmal mit unserer Geschwindigkeit zu. Davon angetrieben holten wir nochmal die ganze Energie raus und waren um 12.15 Uhr am Gipfel.

YESSSSS!!!!

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Die Aussicht wurde zwar von ein paar Wolken beeinträchtigt, was aber nicht schlimm war. Für uns war es ein atemberaubendes Erlebnis und man konnte sogar den Krater sehen. Denn wir waren ja auf de Gipfel eines Vulkans.

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Anhand von der Cookiepackung sieht man,wie hoch der Umgebungsdruck auf 4.100 Meter war (vorher/nachher)

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Es war so toll, da wir komplett alleine waren. Normalerweise sind hier halt morgens alle anderen Touren mit 120 Leuten. Wow was für ein Gefühl kann ich sagen. Das werde ich nie mehr vergessen, obwohl durch die dünne Luft uns ein bisschen Schwindelig wurde und sogar an den Fingern ein bisschen ein Taubheitsgeühl einsetzte. 30 Minuten „durften“ wir uns ausruhen und dan ging es wieder zurück zum Basislager.

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…und rechtzeitig, als wir von der steilsten Stelle unten waren, kamen die Wolken und es fing an zu regnen

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Am Basislager angekommen konnten wir dann ganz stolz unsere Bilder vom sonnigen Gipfel präsentieren, denn sowas kommt echt nicht häufig vor. Dort unterhilet ich mich mit ein paar „Runnern“, also denen, die die Getränke, das Essen usw. auf de Berg tragen. Sie tragen immer um die 25- 30 kg auf dem Rücken und bekommen dafür 25 Euro. Runter nehmen sie noch Müll mit und bekommen dafür ca 7 Euro. Was für eine Schinderei. Hut ab vor der Leistung.

Und genau einen Tag später war hier an der Stelle ein Erdbeben, welches 18 Menschen das Leben gekostet hat. Da wird es einem nochmal anders, wenn man die Bilder von den Locals sieht. Das Schicksal wollte es diesmal sehr gut mir. Danke!

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…so 30 kg können sehr schwer sein.

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Wir mussten dann auch wieder schnell los, da wir um 17 Uhr zurück im Tal sein mussten. Der Weg war dann nur noch unendlich lang und uns tat dann wirklich alles weh…kein Wunder, aber wir schafften es wirklich um kurz nach 5 da zu sein. Darauf muss angestoßen werden! Schnell noch unsere Backpacks gepackt ging es mit einem Taxi 2,50 Euro pro Nase nach Ranau in das Hotel Ranau Inn (7 Euro pro Person in einem sehr schönen Zimmer mit Klimaanlage und eigenem Bad). Das Hotel hat auch ein eigenes Restaurant an der Ecke, in der wir uns dann ein Bier gönnten.

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Mehr aber nicht, da uns dann beim Sitzen die Augen zufielen und um 10 Uhr schon im Bett lagen. Nach 12 Stunden sehr erholsamen Schlaf erkundigten wir uns über die Busverbindungen nach Sandakan, an der Westküste Borneos. Die beiden Franzosen sind um 12 Uhr mit einem Minivan los und ich wollte aber noch was liegen blieben, da ja um 15.00 Uhr auch noch ein Bus an die Westküste Borneos fährt. Gemütlich konnte ich dann Mittagessen und mich im Hotel auf dem Sofa ausruhen, bis ich dann um 15.00 Uhr vor zur Bushaltestelle bin. Auf zum nächsten Stop und immer näher an meinen Traum, in Sipandan tauchen zu gehen.

Natürlich tat mir alles weh und ich war sehr kaputtgespielt 😀 Aber ich war sehr froh darüber, dass ich die Tour in einem Tag gemacht habe. Es war zwar eine krasse Anstrengung, teilweise wollte ich sogar aufgeben und umdrehen. Aber dennoch habe ich auf die Zähne zusammen gebissen und habe es durchgezogen. Wahrscheinlich war ich in meinem Leben noch nie so erschöpft und gleichzeitig so euphorisch etwas für mich sehr Großes geleistet zu haben. Jetzt kann es aber gerne die nächsten Tage ruhiger werden und ich freute mich schon auf den Dschungel am Sunkai River, um endlich ein paar Orang Uthans zu sehen.

 

Sipandan – my best dive ever

Sipandan – my best dive ever

Von meinem Guesthouse am Sungkai River aus ging es zunächst mit einem Mini Van bis zur nächsten großen Straßenkreuzung, zur Junction Sukai, 40 km entfernt. Von dort aus fahren die großen Busse in Richtung Westküste von Borneo und brauchen ca. 5 Stunden. Im Bus lernte ich eine Einheimische kennen, die mir einiges von der Gegend dort erzählte. Wichtigstes Thema aktuell für Touristen sind die Entführungen durch philippinische Terroristen, der Abu Sayaf in der Gegend, einem Ableger der IS. Man muss dazu wissen, dass in den letzten Jahren einige Menschen gekippnapped und verschlepppt wurden. Speziell auf Deutsche und Japaner wird abgesehen, da die Regierungen die Lösegelder zahlen. Anders als die USA, die nicht mit solchen Gruppierungen verhandelt und die Gefangen ermorden lässt. Da bekommt man als Deutscher schon ein mulmiges Gefühl in der Magengegend und ich überlegte tatsächlich das erste mal wegen soetwas meine Reiseplanung zu ändern. Die Einheimische meinte dann aber auch, dass die malayische Regierung aktuell sehr viel in die Sicherheit investiert und die Küste mit Millitär stark bewacht. Gut, dass habe ich geglaubt und bin dann mit einem besseren Gefühl im Bus geblieben. In Semporna an der Küste angekommen sind wir am Busbahnhof ausgestiegen, der im Ortstkern liegt. Die Einheimische (ich habe leider den Namen vergessen) hat mich dann zu einem Lunch eingeladen und mir sogar einen kostenlosen Fahrer organisiert, der mich zu einer der Tauchschulen bringt, die Touren nach Sipandan anbieten. Das war mal wieder eine tolle Erfahrung, zumal sie sogar auf dem Weg zu der Beerdigung ihrer Oma war, die stattliche 100 Jahre alt wurde. Sehr nett von ihr! Im Ort ist mir dann als Erstes aufgefallen, dass man kaum Touristen sah und wenn, dann waren es keine Europäer. Anscheinend meiden aktuell sehr viele Menschen die Gegend aufgrund der Warnungen, die durch die auswärtigen Ämter gemeldet werden. Aber auch sah man sehr viel Militär vor Ort ist und die Gegend überwacht. Sie hat recht und ich fühlte mich von da an sehr sicher. Es werden auch alle Seewege kontrolliert, die von und nach Philippinen gehen. Vermutlich ist es nun die beste Reisezeit in diese Gegend und man muss sich wirklich keine Sorgen machen. Also absoluter Reisetipp! 😉

Sonst ist Semporna aber für einen längeren Zeitraum nicht zu empfehlen. Also am besten ganz schnell auf ein Boot und rüber auf die traumhaften Inseln 😉 Am Pier angekommen findet man einige Veranstalter die mehr oder weniger das Gleiche anbieten. Mein Ziel war es, auf Sipandan zu tauchen. Vergleicht man im Internet ein paar top ten Listen, findet man Sipandan immer unter den ersten 5. Leider nicht ganz billig, denn ein Tag schlägt mit 150 bis 200 Euro zu buche. Da man auf Sipandan nicht übernachten kann, gehen die meisten Leute nach Mabul Island ca. 20 km entfernt. Da kosten die Unterkünfte zwischen 10 und 30 Euro (inkl. 3 Mahlzeiten). Mabul Island (das Wort Mabul übrigens übersetzt ins französische bedeutet crazy, verrückt) ist übrigens weltweit sehr bekannt für das Makrotauchen. Also die tollen kleinen Sachen wie Seepferdchen, wunderschöne Nackschnecken usw. Ich habe mich dann am Pier für den eher versteckten Anbieter „Mabul Backpackers“ entschieden, die auf Mabul ein Longhouse betreiben. Die waren mit Abstand die sympatischsten und mit ein bisschen Verhandlungsgeschick habe ich ein günstiges Paket mit 4 Nächten im Einzelzimmer, 3 Fundives, dem Transport zur Insel und 3 Tauchgängen auf Sipandan für 1300 Ringit (also 320 Euro) raushandeln können. Da an dem Tag kein Boot mehr raus zur Insel fuhr, durfte ich mir sogar noch gratis in dem Büro auf dem Sofa gemütlich machen. Echt ein toller Ort zum Arbeiten, mit diesem Ausblick und der kleinen Terasse.

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Wichtig ist, dass man sich in dem Supermarkt mit Dingen wie Alkohol, Snacks usw. eindeckt, denn das kann auf Inseln sehr schnell sehr teuer werden. Morgens lernte ich kurz bevor es aufs Boot ging, meinen Divemaster Chris aus Spanien und seine Freundin Mariella aus Chile kennen, die übrigens vor Kurzem ihren Divemaster auf den Philippinen machte. Coole Leute und sehr witzig. Perfekt, dann kann es ja losgehen und wahrscheinlich können die beiden mir einiges über die Ausbildung erzählen.

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Nach einer Stunde kamen wir an dem Langhaus an und auch genau zur richtigen Zeit, bevor das krasse Unwetter begann. Dann konnte ich die Zeit nutzen, um meine neuen Mitbewohner kennenzulernen und um mein Zimmer zu beziehen.

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Eigentlich spielt sich hier alles in dem Langhaus ab, dass aus vielen Zimmern, einer großen Terasse und ein paar Bungalows besteht. Mit dem Unwetter wurde es dann mit 25 Grad auch richtig kalt und wir machten nachmittags erstmal eine Flasche Rum auf…die zweite folgte dann auch irgendwann ;D

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Abends lies das Unwetter nach und ich konnte mir mein neues zu Hause für die nächste Woche mal etwas genauer anschauen.

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…und die Sonnenuntergänge von unserem Langhaus waren immer legendär

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….abends wurden an der Terrasse unseres Langhauses die Licher angemacht, was viele Fische anzog. Hier zum Beispiel ein Stachelrochen:

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Die Insel konnte ich mir dann auch mal etwas genauer anschauen und muss sagen, dass Mabul nicht wirklich schön ist. Es wurde in den letzten Jahren viel zu viel gebaut und man findet eigentlich keinen Fleck mehr, auf dem kein Haus steht, oder was nicht zu einem Resort gehört und dazu kommt noch, dass ca 2.000 Locals auf der Insel wohnen. Die Leute sind sehr nett, nur kann man die Insel nur zum Tauchen empfehlen. Schöne Strände sind leider Mangelware…

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…und eine Schule gab es natürlich auch auf der Insel

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Man merkt auch auf der Insel sehr viel Polizeipräsenz. Tagsüber und speziell Nachts fahren die Herren ständig Patrouillen, was einem ein sehr sicheres Gefühl gab. Manachmal saßen Polizisten sogar schwerbewaffnet stundenlang bei uns im Langhaus, tranken Kaffe und schauten sich die Abläufe in der Tauchschule zu studieren.

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Gleich am zweiten Tag auf der Insel stand dann das Highlight auf dem Programm, Tauchen in Sipanden. Man muss sich vorstellen, dass einige Leute, die schon sehr lange auf der Insel sind, kaum nach Sipandan gehen, da es sehr teuer ist und eine Erlaubnis zu bekommen, auch nicht ganz einfach. Pro Tag werden nur um die 20 Leute hingelassen.

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Da es so früh war, musste ich an dem Tag alleine frühstücken. Im Hintergrund sieht man übrigens Mabul Sipandan, mein Ziel für den Tag.

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Um 8 Uhr ging es dann los und wir waren auf dem Boot 4 Taucher und 2 Divemaster. Bis zur Divesite fährt man ca 30 Minuten und es erwartete uns eine Insel wie aus dem Bilderbuch mit traumhaften Stränden.

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Nachdem wir uns auf der Insel noch registirieren mussten, wurde es auf einem hektisch. Ein Boot mit Tauchern, die bereits vor der Divesite waren (Baracuda Point) winken zu uns und riefen, dass gerade ein Walhai gesichtet wurde. Dann ging alles ganz schnell und jeder wollte nur noch so schnell wie möglich ins Wasser. Für die Nichttaucher: Einen Walhai zu sehen ist eines der tollsten Dinge, die einem im Taucherleben passieren kann. Nur mal so, ich habe Leute getroffen, die nach 1.000 Tauchgängen noch keinen gesehen haben….Also in Rekordzeit hatte ich mein Equipment an und ab ging es ins Wasser. Ich war schon ganz aufgeregt, da ich sogar vor noch nie einen Hai gesehen. Und was war da unter mir? Ein Walhai mit 8 Meter Länge. Wow, was für ein Gefühl. Ich bekomme ja jetzt noch Gänsehaut, wenn ich darüber nachdenke. Es blieb dann auch kein Halten mehr und ich bin zu ihm hin in einem Meter Entfernung und konnte sogar ein paar Meter mitschwimmen. Als er weg war, entdeckten wir dann sehr viele Haie und Schildkröten bevor wir dann das eigentlich Highlight der Insel entdeckten. Den Baracuda Tornado. Also hunderte von Baracudas, die sich zu einem 15 Meter hohen Tornado zusammen geschlossen haben und im Kreis schwimmen. Echt der Wahnsinn! Der Tauchgang war dann leider recht schnell vorbei, da alle aufgrund der Aufregung die Luft sehr schnell aufbrauchten. Hat sich aber glaube ich gelohnt und alle auf dem Boot waren voll uns ganz aus dem Häusschen 😀

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Der zweite Tauchgang konnte dann mit „nur“ ein paar Haien nicht mehr mithalten. Mittagessen hatte die Jungs vom Boot dabei und wir konnten ein bisschen die Insel nach dem Mittagessen genießen. Das Wasser hat so ungefähr 20 unterschiedliche Blautöne und der Sand ist wie aus dem Bilderbuch. Kein Wunder, dass hier am Tag nur eine begrenzte Anzahl an Menschen drauf soll. Aber gut so, damit das Paradies auch noch lange erhalten bleibt. Am liebsten hätte ich ein Zelt dabei gehabt und wäre wochenlang da geblieben.

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Aber auch hier merkte man die angespannte Lage wegen den vergangenen Entführungen. Das Millitär nutzt diese Insel als Stützpunkt, um die Seewege von Borneo auf die philippinischen Inseln zu überwachen. Etwas versteckt im Dschungel der Insel haben sich die Soldaten einen Stützpunkt aufgebaut.

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Am dritten und letzten Tauchgang haben wir dann nochmal unseren Freund, den Walhai gesehen und haben die meiste Zeit dann damit verbracht ihm zu folgen. Wow, was für ein Tag! Mit dem Boot ging es dann auch bald wieder zurück auf Mabul Island und wir wurden dann noch von einer Schule von 8 – 10 Delphinen begleitet.

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Auf dem Boot war eh schon Partystimmung, aber dann waren die Leute komplett aus dem Häusschen. Der Divemaster, der bereits seit Jahren dort fast jeden Tag taucht meinte, dass er so einen Tag noch nie gehabt hat. Abends wurde dann natürlich mit den Leuten noch ordentlich auf diesen Tag angestoßen.

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Die nächsten Tage drehten sich die Tage weitesgehen nur ums Tauchen, Essen, Trinken und Schlafen. Rund um Mabul sind einige Tauchplätze und es gab Einiges zu betauchen…

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Wir waren ca. 10 Leute auf dem Langhaus und es wurde dann abends öfterts gefeiert. Ich hoffe, dass ich mir die ganzen Trinkspiele merken kann 😀

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In der Zeit habe ich dann auch für mich beschlossen, auf jeden Fall die Divemaster Ausbildung in Indoensien zu machen. Also habe ich dann alles fix gemacht und bin nach 4 Tagen von Mabul Island mit ein paar deutschen Chaoten zurück zum Festland und von da aus nach einer wilden Taxifahrt zu dem kleinen Flughafen Tawau im Süden Borneos. Wir wollten in Richtung Kota Kinabalu und hatten uns die Tickets für 15 Euro online über Air Asia gebucht. Echt krass, dass der Flug deutlich günstiger ist, als mit einem Bus durchs halbe Land zu fahren.

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Der Flug dauerte auch nur 30 Minuten und wir sind dann abends in KK noch ein paar Bier trinken gegangen, denn morgens ging es dann für mich weiter nach Kuala Lumpur, um nochmal Harry, meinen Couchsurfer von vor 2 Wochen zu treffen. (Die Story findet man unter dem Bericht „Kuala Lumpur…or just KL la ;)“ Ich hatte auch noch ein paar Sachen bei ihm gelassen, die ich abholen musste. Mein Mittagessen gab es bei Wendys in KL.  Cheeseburger, Pasta und Nachos mit Käsesoße. So eine Zusammenstellung gab es bei denen bestimmt auch zum ersten mal 😀

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Nun waren für mich die 2 Wochen in Borneo leider auch wieder vorbei. Die Insel mit dem malyischen Teil ist aber in der kurzen Zeit zu meiner Nr. 1 neben Laos geworden. Dieses abwechslungsreiche Land, die Leute, das Essen, usw. ein Traum! Man soll sich auch nicht von den Einreisemeldungen vom auswärtigen Amt verunsichern lassen. Es ist alles safe und wahrscheinlich gerade jetzt ein Gehmeintipp.

Bye bye Borneo, ich komme auf jeden Fall wieder und hoffentlich ist dann mein Freund, der Walhai auch wieder da

 

Kuala Lumpur – or just KL la

Kuala Lumpur – or just KL la

My next stop is Kuala Lumpur, die Hauptstadt von Malaysia mit 20 Mio Einwohner. Also gerade 20 x so groß wie München. Unglaublich groß….Von Cameron Highlands hat der Bus uns an der Station KL Sentral (sentral ist übrigen kein Schreibfehler. Das ist Malenglish und die Wörter werden so geschrieben, wie man sie spricht. Es gibt hier auch Teksis, einen Bas, Restauran, usw. :D) rausgelassen und ich kam mir wie ein Alien, dass gerade auf einem anderen Planeten gelandet ist…Da merkte ich, wie wenig ich mich in Städten auf meiner Reise aufhalte. Da Harry, mein Couchsrufer für dieses Wochenende noch bis abends um 18.30 Uhr arbeiten musste, habe ich mich erstmal mit den Holländern auf einen Kaffee in deren Guesthouse getroffen. Was mir mal wieder hierbei auffällt ist, dass in Asien vieles einfacher ist. Alleine, wenn man ein Zugticket benötigt…Harry war dann doch schon früher fertig und wir konnten uns bei Mc Donalds treffen. Cooler Typ! Er arbeitet für eine Investment Firma. Es ging dann erstmal in Richtung Petronas Twin Towers auf ein Hochhaus in das Restaurant „heli“.

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Das hat nämlich auf dem Dach einen Heliport, der abends als Bar genutzt wird. Wahnsinns Aussicht hat man von da oben.

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Leon und Marry sind dann auch noch dazugestoßen und wir konnten dann ganz entspannt noch die live Musik genossen. Im Hintergrund sieht man die Petronas Twin Towers, die  450 Meter hoch sind. Aktuell wird überlegt, in KL das höchste Gebüude der Welt zu bauen und damit den Bursh Kalifa in Dubai mit über 800 Meter abzulösen. Harry zeigte uns auch das höchste Gebüude von vor 10 Jahren. Echt winzig im Vergleich zu den anderen mittlerweile.

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Wieder unten angekommen hatten wir alle großen Hunger und Harry brachte uns zu Zainah Ismail oder anders gesagt, zum wohl dem Laden mit den weltweit besten Satey Spießen.

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Und ja, diese Teile waren der Wahnsinn. Ich habe aber trotz einem Riesenhunger nur 15 Stück geschafft (70 Cent pro Stick übrigens). Am besten waren die mit Rindfleisch. Hierher kommt man wirklich nur mit einem local oder wenn man sich verläuft 😀

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Langsam wurden alle doch sehr müde und es ging ab nach Hause. Mit den beiden Holländern haben wir uns für den Tag drauf in KL zum Food Festival verabredet. Zu Hause bei Harry angekommen war ich etwas überrascht. Er hat für asiatische Verhältnisse eine eine sehr große Wohnunge. 2 Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, 2 Bäder und eine Küche. Mein Bett war so gemütlich wie in einem Hotel und mit der Klimaanlage im Zimmer hatte ich einen richtig guten Schlaf.

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Um 8 Uhr ging es nämlich wieder los zu Frühstück. Diesmal mit Auto, einem weißen VW Beetle. Harry muss echt gut verdienen, dachte ich mir. Deutsche Autos auf asiatischen Straßen sind wirklich eine Seltenheit.

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Unser erster Stop war ein paar km von seinem Wohnort entfernt bei einem lokalen Restaurant und es gab leckeren Kaffee, Thunfisch, Rindfleisch und Reis. Naja…das ist halt ein Frühstück in Malaysia, aber schon krass. Ich könnte es nicht immer essen.

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Gut gestärkt ging es dann in die City ins Chinatown. Das hat dann leider nicht so überzeugt, aber ich konnte mir durch Harrys Hilfe eine coole neue Sonnenbrille günstig kaufen.

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Sonst ist es da viel zu teuer und auch nicht so interessant, sodass wir gleich wieder mit dem Auto zum Stadtpark fuhren. Der war ganz nett 😀 halt kein englischer Garten…. Aber schon imposant mit den Wolkenkratzern im Hintergrund.

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Von da aus ging es dann zum „big ass“, einer Statue in Ehren der gestorbenen Soldaten. Irgendwie es aber eher an eine amerikanische Statue 😀 Aber warum big ass? Anscheinend ist das Hinterteil eines Soldaten bei der Statue etwas zu groß geraten…mmh ist mir jetzt nicht aufgefallen.

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Lange konnten wir nicht bleiben und mussten dann ja zur Hochzeit, die ca. eine Autostunde von KL entfernt ist. Eine ehemalige Kollegin von ihm feiert eine sehr schlichte, traditionelle Hochzeit. Da ich nur meine Backpacker Klamotten dabei hatte, stattet mich Harry mit einem Poloshirt und einer langen Hose aus. Selbst die Schuhe passten super! Die Hochzeit an sich ist sehr ruhig. Die  Leute sitzen eigentlich den ganzen Tag nur an den Tischen und Essen. Es gibt auch kein Alkohol und Musik. Schon etwas langweilig eigentlich…

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Die meisten Gäste, wie wir, kommen auch nur zum Essen, gratulieren das Brautpaar und machen ein Bild zusammen mit denen.

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Ein Gast erzählte mir, dass so insgesamt 1.000 Gäste über 2 Tage verteilt zum Gratulieren vorbeikamen. Als Gastgeschenk gab es von den beiden ein gekochtes Ei. Der Hintergrund ist, dass früher in den Dörfern das günstigste Gut überhaupt Eier waren. Und da so viele Menschen zur Hochzeit kommen, damit auch insgesamt für das Brautpaar nicht so teuer.

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Auch ganz wichtig zu wissen, dass man nur den Männern die Hand gibt. Macht man das gegenüber Frauen, wird das als sehr unhöflich angesehen (außer, wenn die Frau die Hand ausstreckt). Apropos Frauen: Ich wurde da ja fast einem Mädel versprochen. Der Vater von ihr hat mich zumindest mal der ganzen Familie vorgestellt und meinte, dass ich sie doch mal unbedingt besuchen solle ;D lange sind wir dann nicht mehr geblieben und sind nach einer kurzen Verabschiedung beim Brautpaar weiter, denn auf uns wartete ja in Kuala Lumpur das Food Festival.

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Auf dem Weg machten wir dann, obwohl wir absolut keinen Hunger hatten, einen Halt in einem kleinen Imbiss, wo es das berühmte Bubur Cha Cha. Es besteht aus einem Mix von Kitney Bohnen, Zucker, Kokusnuss Milch, Eis, Nüssen und vielen Gewürzen. Klingt komisch, ist aber echt lecker. Der Laden liegt übrigens um die 40 km von KL entfernt, doch kommen die Leute inkl. Promis und VIPs oft genau hierher zum Essen. Es gibt auch ein Drive In…Verrückt 😀 Und dennoch mit einem Euro pro Gericht sehr günstig.

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Zurück in KL angekommen, ging es zum Foodfestival, obwohl wir beide eigentlich schon garnicht mehr an Essen denken konnten. Der Platz für das Festival lag mitten in der City auf einer großen Wiese. In einigen Zelten wurden die Gerichte nach Vor-, Haupt- und Nachspeise aufgeteilt. Es gab auch ein Zelt nur für Gewürze, oder eines für die traditionellen Utensilien, die in der malayischen Küche damals verwendet wurden.

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Im Zelt der Veranstalter „big Kitchen“ trafen wir dann auch wieder auf Leon und Marry. Die beiden hörten sich einen Vortrag eines deutschen Sternekochs Christian Mittermeier oder so an. Dort entdeckten wir auch, dass man an kostenlosen Kochstunden teilnehmen kann. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und trugen uns für die Veranstaltung um 20.30 Uhr bei dem französischen Masterchef Cyril Rouqute-Prevost ein. Aber zurück zu den Zelten konnte ich einfach nicht die Finger von den ganzen leckeren Sachen lassen. Das malayische Essen ist einfach unbeschreiblich gut!

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…Bananen so groß wie Gurken.

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Auf dem Rasen haben wir uns dann von dem ganzen „Stress“ ausgeruht und der live Band zuheschaut. Toll, was dort alles geboten wird zu einem Eintrittspreis von nur einem Ringit (25 Cent) und wir hatten bis zum Kochkurs noch genügend Zeit. Meine Highlights waren die süßen gebackenen Stangen (hehe in hollöndisch heißen die übrigens Ölixy), Hühnchenschenkel und die Honig-Ananas. Eigentlich kocht es sich ja mit Hunger besser, aber auf dem Festival mal kein Essen in der Hand zu haben ist einfach unmöglich. Ich frage mich noch bis heute, wie ich das alles an dem Tag essen konnte. Die Menge an Essen hätte mir wahrscheinlich für eine ganze Woche gereicht 😀

Zurück um 20.30 Uhr im big Kitchen Zelt stellte sich dann der Starkoch vor. Cooler Typ, aber leider kannte den leider keiner.

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Geplant hatte er einen art Bratapfel mit uns zu kochen. Kalt und nicht mit Weihnachtsgewürzen. Bin gespannt! Wir waren insgesamt um die 20 Personen und musste uns in zweiter Teams aufteilen. Meine Partnerin und ich hatte irgendwie nicht zu viel zu tun. Vermutlich hatten die Veranstalter schlicht vergessen uns ein paar Zutanten zu geben. Der Koch sah das anscheinend und schwupps mussten wir auf die Bühne und ihm helfen 😀 Wir lernten wie man mit einem Apfelschälgeräte, einen Apfel innerhalb kürzester Zeit schält, wie man Caramel macht, eine leckere Sufflemasse zubereitet, usw. Echt witzig und das tollste, man konnte ständig die Sachen probieren…lecker!

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Nach 2 Stunden waren wir dann fertig und das Ergebnis kann sich echt sehen lassen, oder? 🙂

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Am Ende mussten wir dann noch für ein Interview vor die Kamera, was eher an ein Fussballspiel erinnert. Wir mussten so Fragen beantworten, wie: was habt ihr heute gelernt? woher kommt ihr usw…Hoffentlich werden wir jetzt berühmt 😉
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Draußen spielte noch die Band und wir machten uns gegen 23 Uhr auf den Heimweg. Übrigens war nun auch time to say good bye mit Leon und Marry. Die beiden musste wir zurück in Ihr normales Leben. Hoffentlich kommen die beiden mich mal besuchen und wir trinken in München mal an einem Samstag morgen ein Bier (die wollten mir einfach nicht glauben, dass man in München zum Weißwurstfrühstück ein Bier trinkt). Für mich ging es dann sehr früh am nächsten morgen zum Flughafen, da ich einen Flug nach Kota Kinabalu auf den anderen Teil mit dem Namen Sabah auf Borneo gebucht hatte. Harry war sogar so lieb und fuhr mich morgens um 04.00 Uhr mit seiner Karre bis zum Flughafen. Wow, was für ein Gastgeber. Falls mal einer in Kuala Lumpur ist, kann ich ihn nur wärmstens empfehlen. Echt schade, dass die Zeit so schnell wieder vorbei war, aber nun steht Borneo als nächstes Ziel und ich bin sehr gespannt auf die Orang Utans und den höchsten Berg von Südostasien, den Mount Kinabalu mit über 4000 Meter Höhe.

 

++2 Wochen später++

 

Die 2 Wochen auf Borneo gingen vorbei wie im Flug. Es war eine unglaublich tolle Zeit und muss sagen, dass Borneo es auf Platz 1 neben Laos meiner persönlichen Liste der schönsten Länder von Südostasien geschafft hat. Mit dem Flieger zurück in KL holte mich Harry direkt nach der Landung ab und und wir trafen uns mit ein paar Freunden von ihm  „indonesische Brotzeit“ 😀 Von da aus ging es dann zu einem kleinen Hügel vor der Stadt, an dem man den Sunset über der Stadt am besten sehen kann. Leider nicht wirklich mehr ein Geheimtipp, da sehr viele Leute die gleiche Idee hatten, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

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…Gänsehaut!

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Da ja die Lieblingsbeschäftigung der Malyen Essen ist, ging es mit dem Auto wieder in die City. Und was eignet sich dazu am besten? Natürlich mal wieder die besten Saté Sticks der Stadt zu essen. Wow was für ein Fest. In Malaysia essen die Leute die Sticks übrigens nicht so wie wir in Deutschland nur mit Hühnchen, sondern auch mit Rindfleisch und Lamm. Dazu werden Sticky Reis Würfel, rohe Zwiebeln und Salatgurke gereicht. Insgesamt haben wir dann mit 4 Leuten 50 Sticks gegessen und uns konnte man dann aus dem Lokal „rausrollen“. Harry hatte dann noch so nebenbei erwähnt, dass an dem Tag die Premiere von Jurrasic World im Kino in KL läuft. Das wollten uns nicht engehen lassen und haben die Nachtvorstellung gebucht. Start um 00.30 Uhr! Ich habe mich riesig darauf gefreut, nur bin ich dann leider nach 15 Minuten in meinem Kinositz eingeschlafen. Nix Neues oder? Also für die Leute, die mich etwas besser kennen und wissen, dass ich sogar bei einem Horrorfilm einschlafe… ;D

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Am nächsten Tag konnten wir sehr lange ausschlafen. Mein Flug von Kuala Lumpur aus nach Bali ging erst am Nachmittag und frühstückten recht lange, bevor es dann nachmittags wieder zum Flughafen ging, aber diesmal in Richtung Bali und Indonesien. Mein vorerst letztes Land auf meiner Asienreise, wo ich nun wahrscheinlich 2 Monate verbringen werde. Aber ich hatte ja Großes vor, nämlich mit meiner Divemaster Ausbildung anzufangen.

Was kann ich zu Malaysia sagen? Es ist mit den traumhaften Stränden, den höchsten Bergen Südostasiens, dem weltweit ältesten Dschungel, coolen Städten, atemberaubenden Tauchseiten und ganz besonders mit dem meiner Meinung nach, besten asiatischen Essen mit einem Mix aus thai, indisch und chinesisch auf meiner Liste der schönsten Länder auf Platz 1 gekommen. Zudem habe ich die letzten 4 Wochen 2/3 meiner Zeit mit Locals verbracht und wurde überall wahnsinnig herzlich aufgenommen und muss ehrlich gestehen, dass ich meine Einstellung zu Muslimen etwas geändert habe. (80 Prozent der Bevölkerung sind Muslime) Würde mir wirklich wünschen, dass die in Deutschland lebenden Muslime viel mehr ihre eigentlichen Wurzeln zeigen würden….Gut, ich habe mich kaum als Tourist gefühlt und mir fällt es nun schon ein bisschen schwer das Land zu verlassen.

Bis bald Malaysia, ich kommte auf jeden Fall wieder zurück…und hoffentlich kommt Harry mich mal in München zum Oktoberfest besuchen. Dann wird er fürstlich bedient, denn dass hat er sich mehr als nur nach diesen tollen Tagen verdient!

Cameron Highlands – Hiking & Tea

Cameron Highlands – Hiking & Tea

In Tama Negara ging es morgens mit einem kleinen Boot los und wir mussten erstmal 2 Stunden bis zur nächsten Bushaltestelle über den Fluss fahren. Man kann auch den Bus nehmen, nur ist die Strecke deutlich schöner und kostet nur 2,50 Euro mehr. Also sehr zu empfehlen! An der Busstation kam dann schnell der Bus aus KL mit ein paar anderern und es ging weiter in die Cameron Highlands in den Ort Tanah Rata. Im Bus habe ich mich schnell mit ein paar Franzosen angefreundet. Schnell es war auch schnell klar, dass ich mit einem von denen ein Zimmer teilen werde. Echt cool, so kann man schnell Kosten auf der Reise sparen. Nachmittags um 15 Uhr kamen wir dann in den Cameroan Highlands auf ca. 1.500 Meter Höhe an und eines merkte man sofort. Es war saukalt und es regnete ein bisschen. Das erste mal nach 4 Monaten frierte es mich und ich musste mir einen Pullover anziehen. War aber eigentlich ganz cool mal nicht zu schwitzen. Wir sind dann in´s Daniel´s Guesthouse (die Nacht im 2 Bettt Zimmer mit eigenem Bad für 7,50 Euro pro Nase; Bett im Dorm kostet 3 Euro). Echt schön da, mit einer Dschungel Bar, bei der es abends immer ein Lagerfeuer gibt, ein Pool Billiard Tisch steht und ziemlich gute Musik läuft. Aber erstmal hieß es nach unserer Ankunft, dass wir den restlichen Nachmittag nutzen wollen. Unser Motto war: Carpe Diem 😀

Unser Ziel war ein Wasserfall, der nicht allzu weit von unserem Hostel entfernt ist. Auf dem Weg gab es dann noch einen kleinen Stop im Marrybrown Burgerladen. Das ist eine Fastfoodkette, die es anscheinend überall auf der Welt gibt, nur nicht in Deutschland. Der Weg zu den Robinson Waterfall mit der Weg Nr. 9 war sehr schön und noch 2 Traveller stießen zu uns hinzu und es wurde ziemlich lustig.

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…naja. Bis auf das Rohr hier 😀

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Y M C A ! – die Kostüme hatten wir leider nicht dabei…

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…und sogar eine Schlange kreuzte unseren Weg

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Nach einiger Zeit merkten wir dann nur, dass wir total falsch liefen und kamen im Nirgendwo raus. Wir waren auf einem auf einem Feld für Salate und Gemüse. Aber das Nirgendwo war ausgesprochen schön 😀

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Leider nur zu weit entfernt, um nochmal umzudrehen und wir entschieden per Anhalter zurück zufahren, was mit einer großen Gruppe echt nicht einfach ist. Man muss aber sagen, dass die malayen sehr hilfsbereit sind und so kamen wir alle sehr schnell weiter.

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Die Fahrt zurück war unglaublich, denn wir fuhre an den den Teeplantagen vorbei. Im Ort angekommen gab es ein paar Bier, extrem leckeres Essen (Rooti Chanai, weiße Bohnen, Hühnchen und Reis auf einem Bananenblatt) und sehr früh ins Bett, da am nächsten Tag eine lange Wanderung geplant war!

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Um 09.00 Uhr war Start am Hostel und es erstmal stärken wir uns mit Frühstück. Ein süsses Rotti mit Erdbeermarmelade und süßer Kaffemilch…Ein Traum!

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Weiter ging es mit einem Taxi (5 km für insgesamt 3 Euro insgesamt für alle) in den nächsten Ort Gunung Brichang ging. Wir wollten den Trial No. 1 wandern. Einer der schönsten, aber nicht der Einfachste.

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Über Stock und Stein ging es durch den Mossy Forest 2 h lang bis zum Gipfel. Erst war ich skeptisch, da „Mossy“ der Spitzname für „Moaquitos“ ist. Oh man, aber dann war es klar, dass es der „moosige Wald“ ist…Witzig. Die Wanderung war bei den Temperaturen sehr angenehm und wir waren flott unterwegs, bis auf ein paar sehr lustige Unterbrechungen… Die Umgebung war übrigens sehr ähnlich mit den Wanderwegen in Österreich. Also ein kleines Stück Heimat für mich 🙂

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Oben am Berg gab es einen kleinen Aussichtsturm, auf dem wir unser Lunch hatte. Naja…unser Junkfood zu uns nahmen 😀 Mehr als Nüsse, pappsüße Semmeln, Wasser und Coke hatten wir leider nicht dabei.

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Gestärkt ging es dann weiter zu der Hauptattraktion der Cameron Highlands, den Teeplantagen. Die erreichten wir auch recht schnell, denn der Weg war asphaltiert und ging bergab. Wow, was war das für ein Ausblick.

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Leider war es bewölkt, sonst wäre es noch viel eindrucksvoller gewesen. Das machte dann Lust auf einen frisch aufgebrühten grünen Tee mitten in den Plantagen. Ein kleines Restaurant im Tal wollten wir ansteuern, nur waren wir zu faul und nutzen die freundlichen Locals mal wieder für Hitchhiking.

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…und es wurde noch viel schöner

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Das Restaurant war zwar sehr touristisch, aber hat eine tolle Terasse mit einem noch besseren Ausblick. Wahrscheinlich einer der besten Orte weltweit, um einen Tee zu trinken. Und er war unglaublich lecker. Ich nahm den Boh gold mit einem großen Stück Erdbeersahnetorte für insgesamt 3 Euro. Lecker!

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Wir sahen uns dann noch ein bisschen die Tee-Fabrik an, bevor wir dann wieder los wollten.

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Nur war der Weg wieder zu weit, oder wir mittlerweile einfach zu müde vom Wandern, sondass wir via Trampen zurück zum Hostel wollten. Und diesmal war es nicht ganz einfach, da wir mitten in den Plantagen waren und der Ort ca 15 km entfernt war. Zu unserem Pech fing es dann auch noch an zu regnen, wie aus Eimern, was dann das Trampen nicht einfacher macht, denn wer will schon pudelnasse Leute in sein Aut lassen.

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Hehe ich meinte dann noch so aus Spaß, dass ich unbedingt diesmal in einem noblen Mercedes mitgenommen werden will. Man kann sich ja schon denken, welches Auto dann ausgerechnet bei mir hielt. Ja, es war eine Mercedes S Klasse mit einem sehr netten australischen Paar. Perfekt, da hat das Glückskind wieder zugeschlagen! 😀 Wir teilten uns auf und die anderen 3 sind mit einem anderen Auto weiter. Nur leider gab es ein kleines Kommunikationsproblem. Wir stiegen bei der Erdbeerfarm aus und wollten auf die anderen warten. Nur sind die dann schon weiter ins Hostel…Im ströhenden Regen warteten wir 30 Minuten und setzen uns dann auf die Ladefläche eines Pickups, die sich zunehmend zu einem Swimmingpool entwickelte. Es wäre ja auch recht günstig gewesen ein Taxi zu nehmen, aber per Anhalter macht einfach viel mehr Spaß. Auch bei Regen! Am Hostel angekommen warteten natürlich schon die anderen auf uns…nach einer warmen Dusche ging ich nach 2 Monaten nochmal zum Frisör. Ich habe zwar nicht viele Haare, aber die können auch lang werden 😀 Der Haarschnitt dauerte tatsächlich nur 5 Minuten und ich konnte dann endlich zum Abendessen mit den anderen. Gleicher Laden wie der Tag davor, denn es gab auf der Speisekarte noch so Einiges, was man noch probieren wollte. Auf dem Weg dahin traf fast jeder jemanden, den er kannte und an unserem Tisch saßen dann irgendwann 15 Leute. Da aber alle nach dem Wandern recht platt waren, wurde es nicht länger im Restaurant. Ich machte es mir noch am Feuer gemütlich, um 1. meine Schuhe zu trocknen und 2. mich mit einem Neuseeländer (Nick aus Christchurch) zu unterhalten. Er ist nämlich stolzer Besitzer ein paar Bars in dem Ort und bot mir nach dem ersten Bier ernsthaft einen Job hinter der Bar in Christchuch an Check!!! Genau was ich machen will 😀 Mal schauen, ob er mich dann noch kennt, wenn ich Ende des Jahres bei ihm auf der Matte stehe. Der Kumpel gab mir noch ein Musik von Neuseeländischen Bands mit, die ich unbedingt vorher kennen muss. Klar, kein Problem, wenn es nur das ist…später, nachdem ich mich noch von den lieben Franzosen verabschiedete, ging ich nach einem langen Tag auch ins Bett. Die beiden werde ich wahrscheinlich erst wieder im November in Neuseeland treffen. Freue mich schon darauf, mit den beiden dann vielleicht Weihnachten vor meinem Campervan zu feiern 😀 Am nächsten Tag wurde ich dann morgens leider um 06.30 Uhr von meinem Zimmerkollegen geweckt, da es für Antoine weiter nach Penang ging. Hoffentlich sehen wir uns wieder. Unser Plan ist, dass wir zusammen den Moint Blanc gehen. Nach einem leckeren Frühstück und Rucksack Packen ging es dann auch schon wieder weiter mit dem Bus in Richtung Kuala Lumpur. Denn da erwaten mich meine lieben holländischen Dschungelfreunde und mein Couchsurfer Harry, der mich übrigens spontan auf eine malayische Hochzeit eingeladen hat. Wow ich bin gespannt, was mich da ertwarten wird. Auf jeden Fall bin ich stolz und auch ein bisschen aufgeregt, was mich da erwarten wird.

Bye bye Cameroan Highlands! 🙂

 

Taman Negara – the oldest rain forest

Taman Negara – the oldest rain forest

Nach 7 Tagen auf der Insel Perhentian Kecil mehr oder weniger in der Hängematte war es nun wieder an der Zeit für Action. Morgens um 09.00 Uhr ging es von der Insel mit einem Speedboat los in Richtung Festland. Alleine das war schon heftig, da der Captain das Teil richtig ausfuhr und mit 50 Sachen über die Wellen raste. Nach 45 erreichten wir das Ufer und wurden direkt zu unserem Mini Van in Richtung Tama Negara gebracht. Taman Negara ist malayisch und heißt übersetzt „Nationalpark“. Sehr stolz war ich, als ich dann auch endlich mal einen Local über den Tisch ziehen konnte. Also stand es dann 30:1 🙂 Also normalerweise kostet die gesamt Fahrt nach Taman Negara 80 Ringit (20 Euro). Ich fragte ihn nach einem Discount und den gab er mir. 10 Ringit weniger, aber ich solle den anderen Nichts erzählen. Als er dann merkte, dass ich mich sehr viel mit den anderen unterhielt, gab er mir noch mal zusätzlich 5 Ringit Discount und als ich meinte, dass ich noch zu einem ATM muss, um mir für die Fahrt Essen zu kaufen, gab er mir von seinem eigenen Geld noch mal 5 Ringit. Nur um zu vermeiden, dass ich nicht mit den anderen alleine war. Also waren das dann im Ende 60 Ringit für mich, cooler Deal! 🙂 Im Bus habe ich dann ein holländisches Paar (Marry und Leon) und einen Italiener (Marco) kennengelernt. Marco ist bereits seit 22 Monaten unterwegs und kurz vor seiner Heimreise. Wow, er muss bestimmt aufgeregt sein, dachte ich mir. Wir haben uns viel über Filme unterhalten und was interessant war, dass die Holländer keine synchroniserten Filme in niederländisch haben. Die schauen die Filme immer auf englisch mit einem hollöndischen Untertitel und fanden das natürlich mega witzig zu hören, dass wir die Schauspieler von großen Hollywood Filmen auf deutsch und italienisch übersetzt werden. Bis nach Tama Negara dauerte es insgesamt 7 h und die meiste Zeit davon sind wir durch die unendlich weiten Palmölplantagen gefahren. Schon traurig anzusehen, dass in Malaysia der ganze Urwald für kommerzielle Zwecke abgeholzt wird…! Angekommen sind wir an einem der floating Restaurants direkt am Fluss von dem Ort Kuala Tahan und fanden dann recht schnell ein sehr neues Hostel direkt am Fluss für 20 Ringit das Bett im Dorm (Reyen Guesthouse). Das war aber eher ein Homestay, da die Familie sich sehr um uns kümmerte.

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…ich glaube der Sohn von denen fand das nicht so lustig 😀

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Es gab Wasser und Tee umsonst und man kann die Küche ohne Probleme nutzen, um sich etwas zu kochen. Abends haben wir dann auch gleich dort unsere Tour in den Nationalpark gebucht. 2 Tage und eine Übernachtung in einer Höhle für 40 Euro die Person. Eigentlich muss man 4 Leute sein, sonst zahlt man den vierten mit (min. 4 Personen für eine Tour), nur zur low season machen die da mal eine Asunahme. Leider darf man nur mit Guide in den Dschnugel, aber wahrscheinlich verläuft man sich alleine eh nur. Direkt unten am Fluss kann man das auch buchen, ist nur viel teurer und genau das Gleiche. Sonst ist der Ort sehr klein und man kann alles innerhalb von 10 Minuten sehen. Kuala Tahan gilt halt nur als Basislager für die Touren in den Tama Negara.

Der Nationalpark ist übrigens mit 130 Mio. Jahren der älteste auf der Welt. Vor der Eiszeit war das der Amazonas der größte, nur wurde dieser während dieser Zeit komplett zerstört. Der Tama Negara blieb verschohnt mit einer Fläche von 4343 qkm davon verschont. Morgens ging es um 09.00 Uhr los zu unserem Tourguide und wurden sehr herzlich begrüßt. Unser Tourguide, einer jüngerer Typ mit dem Namen Emi (ausgesprochen wie „Amy“ Winehouse) war ziemlich lustig drauf und ist sogar in dem Ort aufgewachsen. Er hatte dann auch schon für uns das Proviant zusammengelegt. Insgesamt 19 Liter Wasser, sehr viele Cockies, 1 kg Reis, Gemüse, Curry, Tea (Ingwer, Limetten, Zucker, Yellow Teebeutel) , 6 Packen Nudeln, ein ganzes Brot, Marmelade, eine Kokosnuss Creme und Kaffee mitgenommen. Dazu kamen dann noch für jeden ein Schlafsack, eine Isomatte und natürlich auch noch unser persönliches Zeug…. Schon sehr viel Zeug für 2 Tage, aber wenn man im Dschungel schlafen will, dann benötigt man das alles…

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Morgens mussten wir dann erstmal ins Ranger Büro um uns anzumelden.

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Alleine das war schon ein Abendteuer, da man zudem auch genau angeben muss, was man dabei hat. Also wirklich ganz genau zb. die Anzahl der Wasserfalschen, Kleidungsstücke usw. Weiter ging es dann mit einem Boot (das heißt Kayu) von Kuala Tahan aus über den Temeling River zum Canopi Walkway. (Canopi = Baumkrone oder Baumspitze)

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Dieser Weg dauert nicht lange, hat es aber in sich. Er ist nämlich komplett aus Brücken in 40 Meter Höhe (das längste Stück hat 500 Meter) in den Baumwipfeln. Beim Eingang haben wir dann eine green tree racer snake gesehen.

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Nach 30 Minuten ging es mit dem Boot 2 Stunden den Fluss aufwärst zu unserem Startpznkt nach Kuala Keniam, Wanderweg No. 25 auf der Map. Unser Ziel für den ersten Tag war die 8 km entlegene größte Höhle des Parks, die Gua kepayang No. 23 (30 Meter Höhe und hat einen Felsen, der an einen Elefaten mit einem Rüssel erinnert). Auf dem Weg fuhren wir an vielen kleinen Siedlungen von den Ureinwohnern des Dschungels vorbei.

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Wir startenen aber erst mal mit einem leckeren Mittagessen, bevor wir es dann losging. Der Startpunkt war schon ein bisschen mysthisch mit dem Tor und der Brücke im Anschluss.

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Auf dem Weg zur Höhle erzählte uns Emi, unser Guide, so Einiges über den Regenwald und nach 4 km sahen wir die erste Höhle, die Gua Luas. Spzeiell wenn es geregnet hat, sind auf dem Weg sehr viele Blutekel. Emi zeigte uns dann ein Pflanze, deren Blätter man für die Wunden bei Blutekel verwenden kann, mit der man die Blutung sofort stoppen kann. Die Blätter heißen Berbulu. Witzigerweise hatte mich bereits kurz darauf ein Blutekel erwischt und wir konnten das Zeug gleich testen. Und zu unserem Erstaunen funktionierte es…

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Alle 2 Stunden machten wir einen Stopp, um uns etwas zu erholen. So ein Marsch bei 90 % Luftfeuchte und 30 Grad im Dschungel ist nicht ohne…die erste Pause nutzen wir für eine Mutprobe und wir haben eine große schwarze Ameise probiert (Semut Kyu). Schmeckt etwas nach Limette, war aber ein cooles Erlebnis obwohl ich ja schon sehr viel Respekt davor hatte. Ich glaube, man sieht es mir an… In der rechten Hand übrigens ist der Körper und in der linken, also das was ich aß, der hintere große schwarze Teil der Ameise.

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Danach entdeckten wir einen der größten Baum im Park, den Compassia Tree, der ausgewachsen um die 200 Jahre alt sein kann. Emi erzählte uns auch darüber, wie die Einheimischen Affen und Schweine zum Essen jagen. Sie nutzen Blasrohre und Giftpfeile. Wir sahen dann auf dem Boden noch einen Farn mit dem Namen Piacock, der je nach dem aus welchem Winkel man drauf schaut, grün oder blau aussieht.

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Das hier ist übrigens eine Liane…

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Bis zur Höhle war es in der schwül warmen Luft mit dem Gepäck doch sehr anstrengend und wir waren froh, dann abends um 5 Uhr anzukommen. Emi zeigte uns noch unser „Badezimmer“ in dem kleinen Kepayag Bach, bevor wir unser Lager für die Nacht aufschlugen. Also kein Badezimmer, sondern eine etwas breitere Stelle im Bach, wo man sich baden kann….Manchmal schlafen in der Höhle 40 Leute, sodass wir mit 4 Leuten uns richtig ausbreiten konnten.

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Abends gab es dann ein leckeres Curry mit ganz viel Gemüse und einem leckeren Tee. Es war ein königliches Dinner nach dem anstrengenden Tag und wir haben vermutlich soviel gegessen, als ob wir wochenlang Nichts mehr bekommen haben. Emi bauten in der ganzen Höhle überall Kerzen auf, sodass es eine sehr schöne Stimmung gab.

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Nach dem Essen sind wir dann mit Kopftaschenlampen „bewaffnet“ aus der Höhle raus in die Dunkelheit um die glühendnen Pilze zu sehen. Das war dann doch schon sehr unheimlich, denn um die 70 % der Tiere sind im Dschungel nachtaktiv… 😀 Da schaut man sich schon des öfteren mal um. Nach kurzer Zeit mussten wir dann sogar unsere Lampen komplett ausschalten, damit wir die Pilze mit dem Namen kulad malan sehen können und fanden sie dann auch. Echt abgefahren!

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Zurück in der Höhle legten sich dann alle zum Schlafen hin. Ich hatte relativ gut auf dem harten Boden schlafen könnten. Die anderen beiden nicht so und erzählten mir sogar, dass ein paar Ratten Nachts in den Töpfen „tanzten“ und ein paar kleine Schweine mit dem Namen Poccu Pine die Reste vom Reis gefressen haben. Echt schade eigentlich, dass ich das nicht gesehen hatte…Nach einem Frühstück aus Kaffee und Toast mit Kokosnuss Creme ging es um 10.30 Uhr weiter und wir hörten Geräuche von Gibbons, nur leider sahen wir diese nicht.

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Unser Ziel war ein kleines Dorf mit Einheimischen, dass es erst seit ein paar Monaten gab. Warum gibt es das eigentlich erst so kurz? Sobald einer in dem ursprünglichen Ort im Sterben liegt, dann zieht die ganze Sippe in einen anderen Ort. Es soll halt Nichts schlimmes passieren. Sobald der Mann gestorben ist, dann gehen alle wieder zurück in den ursprünglichen Ort. Passt mal wieder in die Kategorie „unnützes Wissen“ 🙂 Auf dem Weg dahin sahen wir noch tiefe Löcher, die die Poccu Pine (Schweine) als Schlafplatz nutzen. Naja und die Einheimischen nutzen das dann gerne, um die Schweine darin zu erlegen. So ist halt die Nahrungskette…

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An dem Fluss Tarenggan River machten wir einen Stop, um uns im Wasser abzukühlen. Da waren dann tausende von Bienen, die Emi mit Rauch versuchte zu vertreiben, leider erfolgslos…

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…und hier habe ich noch ein Schlangenei auf dem Weg entdeckt. Das habe ich aber natürlich nicht gegessen, obwohl ich ja schon so ein bisschen Hunger hatte 😀

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Sehr erschöpft angekommen, wurden wir in dem Dorf sehr freundlichen von den Einheimischen begrüßt.

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Emi kochte uns ein paar gebratene Nudeln mit Gemüse und leckeren gelben Tee. Endlich fand ich dann auch mal Zeit, meine Hängematte aufzuhängen. Das war genau das Richtige in dem Moment.

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Wir lernten dann sogar mit einer Sumpit Blowpipe zu schießen. Leon und Marry waren echt gut und trafen sofort das Ziel (ein Flipflop). Ich traf leider nur den Holzpfahl, war aber trotzdem überglücklich, sodass ich denen dann das Ding für 7 Euro abkaufte 🙂 Die Waffe und die Pfeile ansich wird aus Bambus gefertigt. Das Ende der Pfeile ist sehr leicht und wird aus Pulai Wood gemacht. Ziemlich smart die Leute! An die Spitze wird das Gift von dem Ipoh Baum genutzt.

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Im Anschluss an die Schussübungen lernten wir dann noch, wie man Feuer macht. Dazu nutzten wir ein Stück des „Trockenbaums“ und Rattan. Das Rattan muss man dann ganz schnell hin und her bewegen und relativ schnell hat man eine Hitzeentwicklung, mit der man dann leichtenzündbares Material entflammen kann.

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Es wurde schon spät und wir mussten uns verabschieden, um wieder zurück aufs Boot zu klettern. Abends gegen 6 Uhr waren wir total platt, aber überglücklich zurück in Kuala Tahan.

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Tolle Tour mit den beiden Holländern und speziell Emi, der das ganze sehr informativ und lustig gehalten hat. An dem Tag haben wir dann nur noch unsere Klmaotten getrocknet und den anderen Backpackern über unsere Erlebnisse der letzten Tage erzählt. Am nächsten Tag ging es dann schon wieder weiter, für 20 Euro 7 Stunden mit dem Boot/Bus in Richtung Cameron Highlands. Leon und Marry waren noch mit im Boot, nur teilten sich dann unsere Wege an der Bushaltestelle in Jerenhut.

…und ich war überglücklich mit den vergangen Tagen. Echt schön, dass wir das zusammen machen konnten! Wahrscheinlich werde ich mich mit den beiden das kommende Wochenende in Kuala Lumpur zum Food Festival wieder treffen. Hoffentlich! 🙂

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Similan Islands – aboard for diving

Similan Islands – aboard for diving

Die Fahrt von der Ostküste Thailands rüber zur Westküste in Richtung Similan Islands war extrem schön. Wir durchquerten mit dem Bus eigentlich die meiste Zeit einen Nationalpark, der sich komplett durch die Mitte des Landes zieht. Wir sahen sogar sehr viele Elefanten (ohne Ketten) mehr oder weniger frei. Ich wollte schon zum Busfahrer vor und ihm sagen, dass er mich dort einfach rauslassen soll. Mein großer Wunsch ist es ja nach wie vor in einem Elefantencamp zu arbeiten, aber leider hatte ich ja den Zeitdruck, dass der Nationalpark der Similan Islands ja anscheinend bald schließt im Nacken. Sonst hätte ich das bestimmt gemacht. Nach 4 h Busfahrt erreichten wir Kao Lake, der den meisten sicherlich noch von dem Tsunami bekannt ist. Hier wollte mich der Busfahrer in rauslassen, denn dort Ort gibt es alle Touren fürs Tauchen. Da ich aber auf die Similan Inseln wollte fuhr er mich noch 15 km weiter südlich direkt zu dem Hafen, wo alle Boote ablegen. Echt nett, da es sich dabei um einen localen öffentlich Bus handelte und noch eininge andere Fahrgäste darin saßen. Glück gehabt! Am Pier kam dann eine Frau auf mich zu und fragte, ob sie mir helfen kann. Ich sah anscheinend sehr lost aus…Als ich ihr erklärte, dass ich auf die Similans will, bekam ich dann das erste mal heraus, dass der Nationalpark noch genau 3 Tage geöffnet ist und dann für 6 Monate schließt. Zum einen wegen dem Wetter und zum anderen, um die Natur zu schützen. Sie machte mir dann ein Angebot über ca. 250 Euro, dass meiner Meinung recht teuer war. Mit der Info im Gepäck wollte ich dann Preise vergleichen, nur gab es da sonst keine Firma, die sowas anbietet. Kein Problem, dachte ich mir. Ab zurück nach Kao Lak in den Touriort, da wird es sicherlich noch ein paar günstigere Angebote geben. Da gibts ja Tauchschulen, wie Sand am Meer. Per Anhalter bin ich dann die 15 km zurück, was gar kein Problem war. Ich musste gerade mal 5 Minuten warten, bis mich einer mitnahm. In Kao Lak angekommen bin ich dann in die erste Tauchschule rein. Eine Deutsche Inhaberin, Gabi. Sie hatte aber auch tatsächlich was gemeinsam mit Gabi Köster…etwas fester, Köllnerin, laut und immer einen Scherz auf Lager. Deshalb glaubte ich ihr dann auch erst nicht, dass keine Tauchschule mehr auf die Inseln fährt. Also wirklich keine. Davon musste ich mich dann aber zunächst mal selber überzeugen und es war tatsächlich so. Nach einem Spaziergang durch den Ort merkte ich, dass tatsächlich fast alle Tauchschulen geschlossen hatten und die offen hatten, nicht mehr rausfahren. Auch sah man überall die Schilder für die Evaluation bei einem weiteren Tsunami. Da läuft es einem schon kalt den Rücken runter, wenn an überlegt was hier mal passiert ist.

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Man muss schon sagen, dass ich mit dem Busfahrer Glück hatte, indem er mich erst zum Hafen fuhr. Die Tour bei der Frau hatte ich dann schnell übers Telefon gebucht und nun war ich safe. Am nächsten Tag bin ich der letzte Gast im Nationalpark zum Tauchen. Wow, geil! Und das Ganze für 5 Euro mehr, als es sonst kostet. Also war das Angebot doch nicht so schlecht und für die 5 Euro können die sich gerne das Essen abends besser schmecken lassen. Schnell habe ich mir dann noch ein Hostel gesucht. Nicht einfach, da Kao Lak eine krasser Touriort ist. Man hat auf den Straßen mehr deutsch als alle anderen Sprachen gehört…Naja, ich bin ja nur zum Tauchen da, dachte ich mir dann. Das Hostel mit dem Namen Les Fleur war eine echte Perle und bis auf noch einen Gast, war ich der Einzige dort.

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Abends checkte doch noch ein weiterer Gast ein, Danny aus Potsdam. Wir kauften uns dann für den Abend noch ein bisschen Verpflegung und liesen dan Tag gemütlich ausklingen. Am nächsten Tag ging es für mich ja wieder früh los…um 7.15 Uhr. Ich hatte dann nur nicht die thailändische Pünktlichkeit eingeplant, sonst hätte ich mich nicht so beeilen müssen. Gegen 8 Uhr kam dann der Fahrer endlich und es ging los. Treffpunkt war wieder am Pier mit einer großen Schnorchelgruppe. Ich war tatsächlich der Einzige Taucher. Mit einem Schnellboot sind wir dann alle zusammen die 1,5 h raus aufs Meer in Richtung des Nationalparks raus. Similan Island 1-9 stand auf dem Plan 🙂

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Vor einer kleinen Insel in einer Bucht lag dann das Taucherboot. Auf dem Boot war dann eine Besatzung von 5 Leuten und einem Kanadier, der gerade seinen Open Water Tauchschein machte. Also hatten wir das ganze Boot zu zweit. Wow! Mit dem ersten Tauchgang starteten wir sehr schnell und es ging ab ins kristallklare Wasser bzw. in den Swimmingpool.

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Am ersten Tag hatte ich dann 3 Tauchgänge und wir sahen Einiges. Schlangen, eine Schildkröte, einen Rochen und meinen allerersten Hai! Damit war der retsliche Tag mit der  Tauchvorbereitung, Tauchen und Entspannung danach verplant.

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…und hopp 🙂

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Bevor es dann abends nochmal ins Wasser zu für einen Nachtauchgang ging, genossen wir die Abendstimmung auf dem Boot.

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Achja, das Essen hätte ich fast vergessen. Es war unglaublich lecker!

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Der Tag wurde dann aber nicht sehr lang und wir lagen um 9 Uhr schon in unseren Kojen.

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Ich freute mich ja schon insgeheim auf die Nacht, nachdem ich auf dem anderen Boot von Kho Tao aus so gut geschlafen hatte. Mit meiner Taschenlampe habe ich dann noch ein bisschen aus dem Fenster auf die Wasseroberfläche geleuchtet und so mit den Fischen gespielt. Die kamen dann in Schaaren und hüpften aus dem Wasser. Anscheinend haben sich aufgrund des Lichts einige Mücken oder Fliegen angezogen gefühlt, die dann zum Opfer der Fische wurden. Also hier mein Geheimtipp: besser mal Glotze aus und Taschenlampe aus dem Boot halten 😀

Hier mal mein Zeitplan der 3 Tage

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Am nächsten Tag ging es dann um 6.45 Uhr nach einem wunderbaren Schlaf aus den Federn. Um 7 Uhr, noch vor dem Früchstück war der erste Tauchgang geplant. Ein deep dive auf 40 Meter zu einem Wrack runter. Meine Vorfreude war riesig! Und die Erwartungen erfüllten sich dann auch. Es war unglaublich!

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Aber jetzt muss ich mal dazwischen schieben…Gerade sitze ich im Nachtbus nach Malaysia und es ist 21.25 Uhr. Es ist zwar ein „VIP Bus“ nur hat man mal wieder kaum Platz. Aber kein Problem, langsam kenne ich mich ja schon aus, wie man auch so schlafen kann. Aber gerade beim tippen macht es sich mein Nachbar zur linken so richtig an meiner Schulter gemütlich und die anderen Jungs, die auf dem Boden sitzen, lehnen sich an meine Beine an. Anscheind gehörte ich nach kurzer Zeit in deren Augen bereits zu deren Familie. Ich habe zwar keinen Platz, aber es ist ein unglaubliches Gefühl anscheinend ein Teil von denen zu sein. Anscheinend nur weil wir vorhin zusammen ein bisschen rumgealbert haben, mögen die mich so sehr…krass. Sowas werde ich definitv in Deutschland vermissen!

Aber wieder zurück zu meinem Bericht auf den Similan Islands. Auf dem Grund haben wir uns dann erst das Schiff angesehen und sind dann richtig tief runter. Auf einmal merkte ich eine Benommenheit. Die Taucherkrankheit. Es fühlte sich wie nach ein paar Bier an und man wurde sehr viel mutiger. Ein Zeichen um ein paar Meter aufzusteigen, bevor noch was passiert. Das war auch gut so, obwohl ich im ersten Moment als es anfing mit dem Gedanken spielte, noch tiefer zu gehen. Ist alles gut gelaufen und der Hunger machte sich breit. Zurück auf dem Boot  gab es dann ein komplettes englisches Frühstück, mit Eier, Würsten, Zwiebeln, Tomaten usw. Eigentlich war es zuviel, aber trotzdem musste natürlich alles weg.

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Danach ging es zurück ins Bett für ein Nickerchen, bevor es mit dem nächsten Taugang weitergeht. Herrlich! 🙂 Dafür mussten wir weiter zu einer der nächsten Inseln fahren. Der Captain lies mich sogar eine Zeit lang fahren….Sehr geil! Ich brauche unbedingt noch einen Bootsführerschein, dachte ich mir dabei.

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Mittags gab es dann noch ein Lunch auf dem Boot, ein weiter Tauchgang und schon ging es mit dem Speedboat wieder zurück zum Festland.

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Schade, wie schnell die Zeit immer vorbeigeht. Aber so ist´s halt, wenn es am schönsten ist. Mein Plan war dann eigentlich sofort in Richtung Süden zu fahren, nur war ich einfach zu platt dafür und entschied, zurück zum Hostel zu fahren. Genau das richtige! Danny war auch wieder von seiner Tour zurück und wir tauschten unsere Erlebnisse noch etwas aus. Am nächsten Tag ging es für ihn dann weiter und ich wollte auch nach dem Frühstück los. Da ich dann jedoch der einzige in dem ganzen Laden war, gesellte sich die Chefin zu mir. Eine sehr erfolgreiche Thai mit dem Namen One, die noch ein weiteres Hotel in Kao Lak hat. Echt interessant! Zu meinem Glück hatte sie dann den ganzen Tag noch Nichts vor und wollte mir dann spontan mal die Gegend zeigen.

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Ich war ja noch der felsenfesten Meinung, dass in Kao Lak alles mega touristisch ist…Sie konnte mich vom Gegenteil überzeugen 🙂 ein paar km weiter hingen wir dann am Strand an einer Surferbar ab. Tolles Essen, Reggea Musik und lecker Cocktails! Ich entschied mich dann schnell noch meine Reise in den Süden um einen Tag zu verschieben.

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Auf dem Rückweg reichte dann ein Anruf bei Ihrer Köchin und wir bekamen ein Essen gekocht. Also an das Leben kann man sich gewöhnen.

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Gerade als Backpacker ist man ja sowas garnicht mehr gewöhnt 🙂 Als wir ankamen, waren dann noch zwei neue Gäste angekommen. Wir haben uns dann alle zusammen im Dorm auf dem Sofa den Film „who am I“ reinzogen. Übrigens mein erster Film nach 3 Monaten…krass! Leider wird das wahrscheinlich auch so weitergehen, da mein Display am Laptop leider einen fiesen Riss hat. Wie das passiert ist, keine Ahnung :/ Am nächsten Tag gab es ein besonderes Frühstück. Ich gehörte ja mittlerweile irgendwie jetzt zu den Freunden des Hotstels…hehe. Es gab ein Omelette mit Käse, süßen sticky rice und viel Brot. Den Tag davor gab es nur 2 Toasts mit zu wenig Marmelade 😀 Da es an dem Tag viel zu heiß war, hielt man sich eigentlich nur im Schatten auf. Mittags kam dann „One“ von einem Meeting und lud mich noch auf einen Kaffee ein, bevor ich dann in Richtung Süden nach Malaysia aufbrach. Wir konnten uns sehr viel über Geschäftsideen austauschen und sie bat mir sogar an, dass ich bei ihr im Hotel nach meiner Tauchausbildung etwas einiges aufmachen könnte. Den Pool für die ersten Übungen lässt sie zumindest gerade bauen…Wir werden sehen. Aber erstmal durfte ich bei 40 Grad an der Bushalte eine Stunde warten. Ich hatte natürlich die thailändische Pünktlichkeit vergessen 😀 In Phuket hatte ich dann einen Anschlussbus erwischt und los gehts nach Malaysia! Juhu…nur leider dauert die Fahrt erstmal wieder 11 Stunden. Und wie oben geschrieben, ist hier nicht wirkich viel Platz zum Schlafen. Aber ich probier es nun mal…Gute Nacht Thailand, ich fahr dann mal weiter auf der Banana pancake Route in Richtung Süden nach Malaysia.