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Eine der tollsten Naturerscheinung in Asien – die Halong Bay und Bai Tu Long Bay. Man muss dabei aber auch sagen, dass das Wetter auch dort meisten s…. ist. Einen Tag dort mit Sonnenschein zu bekommen ist wie ein 6er im Lotto. Naja, aber mal schauen…vielleicht haben wir Glück. Mit Ethnic Travel startete ich dann morgens um 7 Uhr für 3 Tage und 2 Nächte in Hanoi. Eine Nacht auf dem Boot in der Bucht und eine Nacht auf einer Insel mit dem Namen Quan Lan (die östlichste Insel von Vietnam).

Halong Bay – Tag 1-2

Los ging es morgens um 7 Uhr in Hanoi mit einem Minivan direkt vor meinem Hotel. Sehr pünktlich und meiner Meinung nach – sehr untypisch für Asien. Aber da war schon der erste Eindruck sehr positiv. Der Bus war sehr bequem und damit perfekt für die kommenden 5 h Transfer bis zur Bucht geeignet. Im Gegensatz zu anderen Touri-Bussen hatten wir es viel besser. Wir waren eine Gruppe von 8 Personen – 2 Schweizer, 5 Franzosen und ich. Wir waren bestimmt die einzige Gruppe, bei der durchweg nur französisch und deutsch gesprochen wurde. Die Franzosen hatten einfach keinen Bock auf englisch…wir sind dann in dem Hafen gleich auf das Boot. Es war der Hammer und übrigens musste ich feststellen, dass ich noch nie auf einem Boot übernachtet habe. Dieses war übrigens riesengroß mit 8 Zimmern, einem Sonnendeck und einer großen Bar. Eigentlich zu groß für unsere kleine Gruppe. Das Mittagessen wurde sehr schnell aufgetischt und es gab sehr viel Fisch. Beim Essen wurden uns die kommenden Tage genau erklärt.

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Im Hintergrund konnte man schon sehr schnell die ersten Berge der Halong Bucht erkennen – nur leider in einem sehr dichten Nebel.

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Pünktlich zum Sonnenuntergang hatten wir dann sehr viel Glück mit dem Wetter und das Relaxen auf dem Sonnendeck wurde viel entspannter.

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Mit den Kajaks ging es dann noch aufs Wasser und zu den sehr bekannten Floating Villages. Dort leben ungefähr 100 Menschen in 7 Dörfern auf Booten und schwimmenden Plateaus. Es gibt sogar eine Schule und eine Kapelle auf dem Wasser. Sehr beeindruckend! Nur möchte das Land nicht mehr die Bewohner auf dem Wasser, da das Wasser sehr verschmutzt wird und siedelt nach und nach die Menschen auf das Festland um. Bis vor einigen Jahren lebten hier noch 600 Menschen…

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Abends gab es dann leckeres Essen und ich habe das erste Mal in meinem Leben eine ganze Krabbe direkt aus der Schale gegessen. Sehr lecker muss ich sagen. Aber auch das übrige Essen ist mit Sicherheit eines der besten, die ich auf meiner Reise bekommen habe/werde. Recht schnell, als der letzte Teller vom Tisch verschwand, startete die Happy Hour und alle Cocktails gab es dann für die Hälfte – es wurde dann doch noch deutlich später.

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Viel Schlaf hatten wir nicht bekommen und mussten dann morgens um 7 Uhr raus, denn dann klopfte ein netter Matrose sehr laut an mein Zimmer mit einem kaum zu verstehenende „Chris, Breakfast“ (woher zum Teufel kannte der meinen Namen, dachte ich mir???). Zum Frühstück gab es dann 4 Scheiben Toast, Spiegelei, Marmelade, eine Banane und irgendwas, dass an Leberkäse erinnerte, nur sehr widerlich war (man merkt, dass ich zu der Zeit noch sehr pflichbewusst alle Details meiner Reise festgehalten habe…). Leider war das Wetter heute sehr bescheiden. Es regnete und es war sehr kalt. Die erste Aktivität war dann wieder Kajakfahren, um eine der großen Höhlen auf einer Insel zu besichtigen. Übrigens war es heute Freitag, der 13. Hoffentlich ist das mal kein schlechtes Zeichen…

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Die Zeit war dann auch wieder schnell vorbei und es ging wieder zurück an Land. Damit war der erste Teil der Tour vorbei. Dann ging es recht zügig weiter zu einer komplett anderen Gruppe, mit denen es dann weiter in eine andere Bucht (ca. 1 h Busfahrt) in die Bai Tu Long Bucht ging.

Bai Tu Long Bay: Tag 2-3

Wir waren dann nur noch zu viert mit 3 Deutschen und einem Kanadier, Harvey. Cooler Typ! Er ist 63, in Rente, hat sein Haus vermietet, sich von seiner Frau geschieden und reist nun um die Welt. In dem Ort Cai Rong Habor sind wir dann auf unserem Segelschiff bei strömenden Regen in Richtung einer kleinen, einsamen Insel Quan Lan aufgebrochen. Leider konnten wir wegen des schlechten Wetters nicht segeln – man kann das Wetter halt nicht beeinflussen.

Unglaublich aber war, im ganzen Hafen waren wir die einzigen Touristen, und es wurde für die Locals aus großen Lautsprecher Musik gespielt. Das müsste man bei uns auch mal einführen (übrigens ist der Roller von den Locals fast ins Wasser gefallen – war sehr lustig anzuschauen, wie die sich anstellten ;D)

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Leider hat es dann die ganze Zeit geregnet, sodass wir die 3 h auf dem Boot mit Essen, Kartenspielen und Bier trinken verdammt gut überbrückten ;). In der Küche wurde zu der Zeit unser Essen zubereitet.

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Das hier ist übrigens die Art, wie man in Vietnam ganz klassisch den Kaffee aufbrüht. Da das Zeug sehr stark ist, wird es mit einer dickflüssigen Kondenzmilch verdünnt. Leider musste ich den Kaffee aufgrund meiner Laktoseunverträglichkeit pur mit Zucker trinken. Danach bekommt man fast eine Herzattacke – aber man ist wach 😉

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Auf Quan Lan angekommen fiel uns erst auf, dass wir die einzigen Touristen auf der ganzen Insel waren. Die Locals haben uns wie gelandete Aliens angesehen… Direkt am „Hafen“ standen dann 5 Mountainbikes für uns bereit, mit denen wir dann die nächsten Stunden über die Insel bis zu unserem Homestay geheizt sind. Harvey war echt der fitteste unter uns. Hut ab! Ubrigens merkte ich hier, dass ich doch ein paar falsche Sachen für die Reise dabei hatte. Die weißen Sneaker konnte ich danach echt wegschmeißen und hab diese dann mit ein paar neuen Trekkingschuhen aus Hanoi ersetzt.

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Voll Schlamm und komplett durchnässt im Homestay bei den Locals angekommen, freuten sich dann alle auf eine warme Dusche, nur war leider bei mir der Warmwasser-Boiler kaputt, was dann ordentlich auf meine Stimmung schlug. Harvey kannte dann aber ein Geheimmittel und bestellte eine Runde Bier. Das mit der Dusche war dann schnell vergessen. 🙂 Abends hatten wir zusammen mit unserem Guide noch einen kleinen Kochkurs. Wir lernten, wie man selber Frühlingsrollen zubereitet und was der Unterschied zwischen denen aus Nord-und Südvietnam ist. Ist eigentlich ganz einfach, die aus dem Norden sind sehr lang (ca 10 cm und 2 cm breit) und werden in der Mitte nach dem Braten durchgeschnitten und die aus dem Süden sind viel kleiner (ca 5 cm) und deutlich knuspriger (trotzdem sehen beide Varianten nicht so aus, wie man diese aus Deutschland kennt – das sind nämlich die chinesischen). Dabei haben wir auch gelernt, wie man Sommerrollen zubereitet. Die Füllung ist aus Karotten, Gurken, Basilikum, gehacktem, frittiertem Tofu, Hackfleisch und gehackter, grüner Bananen (übrigens: wenn man eine weiße Zunge haben will, dann muss in die Schale einer grünen Banane beißen). Und wir lernten auch, dass es beim Reisauftischen so seine Regeln gibt. Für gewöhnlich gibt es 3 Löffel auf den Teller. Der erste ist für die Tiere, der zweite für die Menschen und der dritte für die Toten.

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Am nächsten Tag sind wir nach dem Frühstück (Pho Bo – Nudelsuppe mit Rindfleisch) wieder auf unser Boot zurück.

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Leider wurde dann wegen dem schlechten Wetter leider auch die geplante Kajak Tour abgesagt. War aber nicht schlimm, da wir auch so eine tolle Zeit hatten. Vielen Dank an der Stelle an den weltbesten Tourguide – Haun! Den hätten wir echt alle am liebsten für unsere weitere Reise quer durch Vietnam eingepackt.

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…und mein Tagebuch wird voller und voller mit tollen Erfahrungen! Bin gespannt wie der Rest von Vietnam ist – hoffentlich wärmer und sonniger!

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