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Hanoi – die Hauptstadt von Vietnam, mehr wußte ich da eigentlich noch nicht wirklich, als ich am 08.02.2015 um 10.25 am Flughafen München beim Terminal 1C in den Flieger von Qatar Airlines einstieg. War ja genügend Zeit im Flieger sich darüber zu informieren. 24 h in Summe…Auf jeden Fall war mir klar, dass in Asien die Flieger bestimmt nicht mehr enteist werden müssen :). Mach´s gut München – ich bin dann mal weg!

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Erst ging es nach Doha und von da aus weiter nach Bangkok, bis ich dann nach insgesamt 24 h den Flughafen von Hanoi erreichte. Und der erste Sonnenaufgang kurz vor der Landung war schon beeindruckend (leider kommt das über die Kamera nicht so rüber)

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Viel Schlaf habe ich trotz der langen Flugzeit nicht gefunden. Ich hätte ja nicht gedacht, dass man vor einem eigentlich nur „längerem“ Urlaub so aufgeregt sein kann… Am Flughafen  angekommen musste ich mir dann zunächst ein Visum on arrival für 45 USD für 30 Tage Aufenthalt besorgen. Wichtig ist, dass man ein Passbild dabei hat, sonst kommt noch mal eine Gebühr von 2 USD oben drauf (ich hatte zwar eins dabei, aber witzigerweise zahlt man nur die Gebühr, ein Bild bekommt man nicht bzw. wird nicht benötigt). Welcome to Asia, sag ich nur :D. Am Kofferband habe ich dann ein paar Deutsche kennengelernt, mit denen ich mir dann ein Taxi teilte. Besser ist aber eigentlich mit dem Bus zu fahren – ist genau so schnell (wegen der vielen Staus in der Stadt) und deutlich günstiger. Mein erstes Hotel war das Riverside Hotel für 11 USD die Nacht im Old Quater bzw. mitten in der City bzw. mitten im Chaos. Übrigens war es nicht viel wärmer als in Deutschland. Mit teilweise um die 10 Grad musste ich mich dick einpacken.

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Natürlich gab es dann erst mal ein Upgrade in das große Zimmer mit PC, Balkon usw. – cooler Einstieg. Der Baum mit den Orangen wird übrigens überall im Land über den TET (chinesisches neues Jahr) Feiertagen aufgestellt. Warum, konnte mir keiner so richtig sagen. Für mich war es einfach der vietnamesische Weihnachtsbaum ohne Lichterkette :D.

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Die ersten beiden Tage habe ich dann eigentlich nur im Hotel verbracht und geschlafen, um mich vom Jetlag und dem letzten, schlaflosen Wochenende in München zu erholen. Bei meinen ersten Erkundungen merkte ich dann recht  schnell, dass Hanoi eine sehr typische asiatische Großstadt ist. Viel Lärm und Schmutz, unzählige Roller, es wird auf der Straße gekocht, gegessen und sowieso eigentlich alles gemacht.

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Man merkte aber jedoch auch sehr schnell, dass die Menschen hier sehr entspannt, gastfreundlich und zuvorkommend sind und immer ein Lächeln auf den Lippen haben – ja auch dann, wenn sie dir Nichts verkaufen wollen. Man kann sich eigentlich den ganzen Tag quer durch die Stadt essen :). Eines meiner Lieblingsgerichte waren die Baguettes mit Tofu, Gurken, scharfer Soße usw. Es gibt aber auch sehr saubere und westlich wirkende Ecken, wie das französische Viertel, das Viertel rund um das Finanz- und Verteidigungsministerium oder auch bei den beiden Seen Ho Tay und Hoan Kiem. Teilweise denkt man, dass man gerade in London, München oder Paris ist – aber nicht in Hanoi… Es gibt Läden wie Rolex, Prada, teure Autos und sehr gut gekleidete Leute. Sonst konnte ich die ersten paar Tage dafür nutzen, um mir ganz entspannt ein paar Tempel anzusehen oder mir eine Massage für 10 USD zu gönnen.

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Abends bin ich dann zu einem der Highlights von Hanoi, dem Wasserpuppentheater. Das sieht eigentlich aus wie ein Theater, nur befindet sich vorne keine Bühne, sondern ein Wasserbecken. Auf der rechten Seite sitzen ganz viele Vietnamesen und spielen die Musik und machen die Geräusche zu der Aufführung. Mein Fazit: War sehr schön und die Theatergruppe ist sehr professionell, aber einmal anschauen reicht völlig aus… ;).

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Ganz weit oben auf meiner Wunschliste rund um Hanoi stand eine mehrtägige Bootstour in der Halong Bay. Ich habe mich jedoch bewusst für eine Reise mit Ethnic Travel entschieden. Es ist eine Agentur, die zwar etwas teurer ist, nur geht man hier auf Nummer sicher, dass man als Tourist keine Angst haben muss, dass das Boot gleich untergeht. Die weiteren Vorteile sind, dass die Gruppen sehr klein sind, das Essen sehr gut und dass man sich fernab der normalen Touripfade bewegt. Ich habe mich dann für eine 3 Tagestour (eine Nacht auf dem Boot und eine Nacht auf einer einsamen Insel) für 155 USD entschieden. (Einzelheiten zu der Tour im nächsten Blog)

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Organisieren macht hungrig und ich musste erstmal was essen bzw. habe mich einfach an die Straße gesetzt. Es gab irgendwas mit Kokosmilch, Früchten und Reis. Sehr lecker aber irgendwie hat das eher nach einem Cocktail geschmeckt, als nach einem Abendessen… das gleiche dachten auch meine Tischnachbarn aus Myanmar, Win und Aung. Wir haben uns dann ein bisschen ausgetauscht und als sie hörten, dass Myanmar auf meiner Strecke liegt, gab es eine Einladung zu deren Neujahrsfest am 14.04.2015 – das wird bei denen nämlich erstmal mit einem Wasserfestival eingeläutet. Anscheinend laufen dann alle Leute aus dem Land 4 Tage lang wie  verrückt mit Wassereimern, Supersoakern, usw. herum und spritzen sich nass. Da muss ich hin! Später habe ich noch ein paar Leute aus Irland kennengelernt und wir hatten noch ein paar lustige Stunden auf der Dachterrasse unseres Hotels. Die Jungs haben in Irland alle Zelte abgebrochen und suchen nach einer neuen Zukunft als Englischlehrer in Saigon. Das ist gar nicht so selten in Vietnam. Man bekommt ein vergleichweise gutes Gehalt (20 USD/h) mit dem man hier sehr gut leben kann. Den nächsten Tag habe ich dann eigentlich wieder komplett geschlafen und bin dann abends mit Brandon aus Irland in das Pub um die Ecke, ins Gecko, gegangen. Es gab ein Menü mit Frühlingsrollen, Curry und einem Bier für umgerechnet 3 USD. An die Preise kann man sich echt gewöhnen….Danach haben wir uns ein paar Bier gekrallt und sind zum Lake Ho Hoan und haben das ganze Treiben der Vietnamesen auf der einer Bank direkt am See verfolgt. Da es da kurz vor dem vietnamesischen Neujahr war, waren alle sehr schick gekleidet und überall war Partystimmung. Wir mussten dann oft als Fotomodell herhalten, da die Vietnamesen anscheinend nicht so oft Europäer sehen.

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Den Abend haben wir dann noch ganz entspannt auf der Terrasse ausklingen lassen. Leider merke ich dann bereits in Hanoi, dass die Wahl ein iPad mitzunehmen, nicht die Beste war. Nicht nur, dass man den Blog nicht wirklich „runterschreiben“ kann, sondern es fehlt einfach ein USB-Anschluss mit dem man die Bilder von Kamera und iPhone zentral abspeichern kann. Kurzerhand habe ich mich dann dazu entschieden, einen Laptop zu kaufen. Wahnsinnig langsam, um die 2 kg und die Auflösung ist deutlich schlechter als mein Ipad… Aber:  Damit kann man was anfangen! Eine Weltreise mit einem iPad ist einfach nicht machbar. Den Laptop habe ich in einem vietnamesischen „Saturn“ gekauft und konnte sogar noch von 320 USD auf 250 USD runterhandeln. Das kostenlose Geschenkepaket mit Mousepad, Reinigungszeug, usw. habe ich der Dame an unserer Rezeption geschenkt. Ich glaube, dass sie das jedoch falsch verstanden hatte…

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In Hanoi gibts ein Viertel, in dem man unendlich viele Trekking Klamotten kaufen kann. Schuhe von Salomon für 20 USD, eine Wanderhose von Northface für 15 USD. Übrigens ist es in Hanoi so schwierig Schuhe in Größe 45 zu bekommen, wie Samstags auf der Wiesn um 10.00 Uhr morgens einen kompletten Bierzelttisch für 10 Leute. Mittags gab es ein leckeres Essen mit dem Namen „Banh Cun Nong“ bzw. „white rose“ – eine der Spezialitäten von Vietnam. Dabei wird aus extrem dickflüssigem Reiswasser auf einer Crepe-Platte eine Art Crepe gebraten, darin wurde dann ein Gemisch aus Fleisch und Kräuter gewickelt.  Am Ende wird es eingerollt und in 4 Teile geteilt, sodass es am Ende aussieht wie kleine Frühlingsrollen. Dazu gab es eine Soße aus Essig, Wasser, Zucker und ein paar Kräutern. Das Ganze isst man dann mit einem Salat aus Minze und anderen Kräutern. Sehr lecker!

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Am Nachmittag war es dann soweit und Johannes, einer meiner Kumpels aus München ist auch in Hanoi angekommen. Er ist natürlich nicht mit Hut und Früchten angekommen :D. Das Zeug hat uns eine der geschäftstüchtigen, vietnamesischen Frauen auf der Straße einfach auf den Kopf gesetzt und meinte, dass wir danach was kaufen müssen…

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Gleich nach seiner Ankunft sind wir raus zum Reisebüro und kauften uns Zugtickets nach Sa Pa (in die Berge zum Wandern) für 26 USD. Deutlich teurer als sonst, nur ist an den TET Feiertagen einfach alles etwas teurer. Unser erstes Bier haben wir dann auf einer Roof-Top-Bar getrunken und sind danach gleich mit einem Taxi zum Bahnhof.

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Mit dem Taxi zu fahren würde ich in Hanoi gar nicht empfehlen. Tendenziell ist es schon günstig, nur ist überall Stau und das Taxi braucht ewig. Besser ist es mit einem Roller hinten drauf zu fahren. Macht übrigens auch sehr viel mehr Spaß! Mit ein paar Sandwiches bewaffnet sind wir dann in den Nachtzug eingestiegen. 4er Abteil, sehr geräumig und bequeme Betten. Die Nacht kann kommen und hoffentlich wachen wir pünktlich in Sa Pa auf.

Ciao Hanoi! Tolle Stadt mit den vielen unterschiedlichen Facetten. Speziell das ganze Chaos und die Menschen haben mir sehr gefallen, nur ist das Wetter halt deutlich zu kalt und der Smog in den Straßen macht das Ganze nicht schöner.