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Der nächste Halt auf der Vietnam Reise ist Hue – und jetzt ist sowas von Kultur angesagt!

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Ich bin zwar nicht so der Fan von Hardcore-Kultur, aber Hue ist auf jeden Fall einen Stop wert. Die Stadt liegt in der Mitte des Landes und ist bekannt für ihre alte Kaiserstadt (auch Zitadelle genannt). Es handelt sich dabei um das wichtigste Bauwerk in Vietnam und in dieser riesengroßen Anlage haben über mehrere Jahrhunderte einige Könige samt der ganzen Familie gelebt. Von Dong Hoi aus haben wir mit dem Local Bus 4,5 h gebraucht und wurden in der Nähe der Zitadelle, auf der anderen Seite des Flusses, rausgelassen. Auf dem Weg ins Hotel merkt man an den Bauwerken, dass in Hue noch sehr die französische Kultur beibehalten wurde. Kaum zu vergleichen mit Hanoi bzw. sieht man auf den ersten Blick gar nicht, dass es sich hier um eine asiatische Großstadt handelt. Da wir 3 (Johannes, Adrian und ich) dann nach der Busfahrt doch etwas ausgehungert waren, gab es an der Straßenecke erstmal ein belegtes Baguette. Das war sowas von lecker, dass wir gleich noch eine Runde bestellten (30 Cent pro Baguette). Der Laden ist echt ein Geheimtipp (06 Truong Dinh in Hue).

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Das Hotel in der Stadt mit dem Namen „Valentine“ (auch gut für Backpacker und nicht nur für Honeymoons…) ist auch sehr empfehlenswert mit 7 Dollar die Nacht pro Nase. Abends sind wir noch was durch den Ort geschlendert, am Fluss vorbei und haben vietnamesisches Fastfood gefunden. Keine Ahnung was das war, aber die Frau hinter dem Tresen machte diese Schalen in Akkordarbeit.  Einzeln haben die Zutaten nicht wirklich lecker geschmeckt, aber insgesamt war es sehr lecker. Mal wieder eine neue Erfahrung mehr – einfach ausprobieren, auch wenn es „stinkt“… ;D

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Johannes hatte dann noch zufällig einen Tempel oder ähnliches gefunden, aus dem Gesang zu hören war. Eine Frau winkte uns auch gleich rein, und das mussten wir uns ansehen. Hier waren meist ältere Menschen am beten. Unglaublich, aber die haben sich über eine ewig lange Zeit hingekniet und sind wieder aufgestanden. Einer machte mit einer Trommel den Rhythmus. Ist bestimmt ein gutes Workout für die alten Jungs und Mädels…Würde mal sehen, wer sowas in einer Kirche in Deutschland aushalten würde.

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Am nächsten Tag stand auf dem Plan die Zitadelle zu besichtigen. Am besten nimmt man sich ein Fahrrad für 1 USD/Tag. Ist am günstigsten und eigentlich auch am schnellsten in der City. Man muss sich nur darauf einstellen, dass das Fahren auf vietnamesischen Straßen ein echtes Abenteuer ist, macht aber sehr viel Spaß, wenn man es mal raus hat, wie der Verkehr so „tickt“. Auf dem Weg haben wir ein altes Olympiastadion entdeckt, bei dem wir uns mit unseren „Rennrädern“ erstmal einen Fight über 400 Meter geliefert haben. Mit einer Nasenspitze Vorsprung gewann Johannes auf der Zielgeraden. (ich hatte ja auch die Cam in der Hand und filmte das Schauspiel – ich würde sagen, lass uns auf ein Unentschieden einigen? ;D)

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An der Zitadelle angekommen, haben wir erstmal Adrian verloren…Leider haben wir ihn tatsächlich nicht mehr gefunden, dass wir dann alleine rein sind. Vielleicht wollte er sich auch nur vor dem Tag drücken. Quasi einen meisterhaften polnischen. Hut ab, Adrian! 😀

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Das ist die die komplette Kaiserstadt in einem Miniaturmodell.

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In der Zitadelle merkt man schnell, dass das Areal riesig ist und leider auch, dass die Amerikaner damals im Krieg die Bauwerke leider auch nicht bei ihren Bombenangriffen verschonten. Auf dem Gelände ist es eigentlich am besten, wenn man einen Guide dabei hat, der einem Alles über die Geschichte erzählt. Wir haben uns dann einfach ab und zu etwas unbemerkt einer deutschen Gruppe mit Tourguide angeschlossen… Das ist die deutlich günstigste Variante 😉

Hier ein Teich voll mit dutzenden Koi Karpfen – wahnsinn, was das gekostet hat.

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Das hier ist der Eingangsbereich. Es hatte um die Tageszeit ca. 40 Grad und es wehte kein Lüftchen…

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Das hier ist der Innenhof des Geländes der Großeltern der Familie. Das Gebäude ist das Teehaus mit einem kleinen Teich.    DSC03817

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Und hier das Theater der Kaiser. Wahrscheinlich ist das auch restauriert worden.

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….die Jungs wollten einfach nicht grinsen. Bei dem ganz rechts sieht man zumindest einen kleinen Ansatz von Freude 😀

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Nachmittags sind wir dann raus aus dem Gelände und haben mit den Fahrrädern die Gegend erkundet. Erstmal stand Essen auf dem Plan. An der Straßenecke gab es mega-leckere Fleischspieße und Sommerrollen (Frühlingsrollen nicht frittiert) mit Erdnusssoße. Genau das Richtige für uns.

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Auf dem weiteren Weg sind wir an sehr viele Schulen vorbei und haben uns mit den Schülern unterhalten. Die fanden es toll mit uns auf Englisch zu reden. Gleich dort in der Gegend entdeckten wir dann eine kleine Bäckerei mit unglaublich vielen Leckereien. Ein Schlaraffenland! Dort haben wir uns  mit Muffins und ein paar nicht identifizierbaren Gebäckteilen ausgestattet und auf der Treppe vor dem Laden gegessen, da es in dem Moment anfing zu regnen.

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…da hat die Kamera leider zu früh das Bild geschossen. Also eigentlich sollten wir alle in der Luft sein 😉

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Der nächste Stop war der Chinamarket von Hue. Uns haben die Leute nicht zu viel versprochen, als sie meinten, dass man dort echt alles bekommt. Unglaublich viele Stände auf engstem Raum mit Bergen von Klamotten, Elektronikartikeln, Fleisch, Obst, Gemüse und und und. Dabei dachte ich mir: Wenn ich das nächste Mal auf Reisen gehe, nehme ich einen leeren Rucksack mit und kaufe mir wirklich alles in Asien.

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Zum Entspannen von dem anstrengenden Tag sind wir dann Richtung Fluss auf ein „Feierabend-Bier“. By the way: Adrian hatten wir noch nicht gefunden. So langsam machte ich mir ja schon ein bisschen Sorgen. Aber warten wir mal ab, wenn wir zurück im Hotel sind. Zufällig wurde dann in der Nähe von uns direkt am Fluss eine längere Tafel aus mehreren Tischen aufgebaut. Anscheinend ein Fest! Nach und nach trudelten dann auch die Gäste ein. Es handelte sich um ein Klassentreffen und alle waren um die 60 Jahre alt. Teilweise haben sich die Leute Jahre nicht gesehen. Es hat nicht lange gedauert und wir wurden auf einige Bier und vietnamesisches Essen (es gab eine Art Wraps: Auf einem Holzspieß war gegrilltes Fleisch, dass man auf einem kleinen Wrap zusammen mit Salat und Soßen zusammenrollte) eingeladen. Extrem lecker, nur habe ich leider den Namen vergessen. Der Abend war übrigens mal wieder wahnsinnig herzlich und es war toll zu sehen, wie die „alte Clique“ da zusammen Gitarre spielte und alle miteinander sangen.

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Zu später Stunde haben wir uns dann auf unsere Drahtesel gesetzt und sind mehr oder weniger schnell zurück Richtung Hotel gefahren… mal wieder ein zufälliger, toller Abend mit den Locals! Auf dem Weg zurück waren wir schon sehr gespannt, ob Adrian da ist. Und wie wir schon dachten, machte er es sich im Zimmer bequem. So ganz hatte ich nicht verstanden, was er den ganzen Tag getrieben hat, aber die Variante mit dem „polnischen“ wurde immer konkreter.  Am nächsten Tag ging es dann auch schon wieder weiter in Richtung Hoi An. Endlich kommt bald nach 2 Wochen Reisen der erste richtig gute Strand und wir können mal etwas die Seele baumeln lassen.

Hue mach´s gut!