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Von Bangkok aus nahm ich mir einen der Nachtbusse in Richtung Koh Tao an der Kai San Road. Leider weiterhin aufgrund meiner Grippe mit einem flauen Magen. Hoffentlich geht alles gut, dachte ich mir. Übrigens schreibt man in das Wort „Insel“ auf Thai „Koh“ und in Kambodscha „Kho“. Ja ich weiß, dass ist mal hartes unnützes Wissen 😀 Am Hafen von Chumporn an der Ostküste von Thailand bin ich morgens um 4 Uhr bei absoluter Dunkelheit angekommen und musste erstmal 2 Stunden auf das Boot warten. Dabei bin ich eingenickt und als ich aufwachte sah ich endlich wieder das Meer. Schöner Moment mit der kleinen Insel im Hintergrund. Da wurde die Vorfreunde umso größer endlich, nach 6 Wochen Inselabstinenz!

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Das Boot war sehr luxuriös mit sehr gemütlichen Sitzen. Schon fast wie im Kino. Ich ging trotzdem rauf aufs Deck und machte es mir da auf dem Boden gemütlich 😀 Wo auch sonst…

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Die Fahrt dauerte 3 h und da war die Insel. Wow! Tolle Kulisse mit den Bergen, Palmen, den Stränden und den großen Felsen. Fast wie gemalt!

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Vom Boot runter bin ich dann in eines der Cafés, um mal im Internet die Angebote auf der Insel zu checken. Leider ist die Insel doch nicht so klein, dass ich einmal am Strand entlang gehen kann, um mir dann einen Bungalow auszusuchen. Generell muss man auch sagen, dass Koh Tao sehr zugebaut wurde und man zumindest auf der Hauptseite kaum noch diese „Bungalows“ am Strand findet. Nach langer Suche und dutzenden Gesprächen mit Tauchschulen habe ich dann bei einer kleinen spanischen Tauchschule (Pura Vida) etwas gefunden. Es gab ein Angebot mit advanced Tauchschein inkl. einem Bungalow für ca. 200 Euro. Lange habe ich nicht überlegt und habe das Angebot angekommen. Damit komme ich meinem Ziel, den Schein für den Tauchlehrer zu bekommen ein Stück weiter entgegen. Am ersten Tag war es auf der Insel um die 40 Grad und da hatte ich mich dann abends nur noch auf meine Terasse mit Ventilator gesetzt und meine Nachbarin, eine Deutsche, kennengelernt. Sie war auch bei der Tauchschule und konnte mir schon einiges Positives berichten. Abends wurden wir dann noch von der Tauchschule zu deren Tapasladen eingeladen. Einer der Tauchlehrer hatte ein paar unplugged Musikstücke angekündigt…Und da ich auch schon lange nicht mehr in einem Tapasladen essen war, haben wir die Einladung angenommen. Es gab einen riesigen Burger, Potatoes und richtig leckeres Aioli. Der Sangria war auch nicht schlecht. Zwar mit Melone und Ananas, anstelle von Zitrone und Orange, war aber nicht schlimm war. Ein perfekter abend mit der Musik. Der Tauchlehrer kann auf jeden Fall nach seiner Taucherkarriere ganze Stadien mit seiner Musikleistung füllen 🙂 (leider habe ich meine Kamera an dem Abend vergessen…)

Am nächsten Tag ging es gemütlich um 11 Uhr morgens los. Da war dann sogar noch ein bisschen Sport am Strand drin und nach dem Frühstück auf einem der Viewpoints startete ich dann. Mein Tauchlehrer, Santi erwartete mich schon. Sonst wurde man auch von allen anderen sehr herzlich mit Bussi links und rechts begrüßt und fühlte sich gleich wie ein Teil der spanischen Großfamilie 😀 Ein paar Sachen wie Kleidergröße, meine bisherigen Erfahrungen usw. mussten wir noch besprechen, bevor es dann mit dem Roller in Richtung Pier ging. Auf dem Boot waren noch ein paar andere Tauchschüler, die jedoch nur spanisch und ein paar Brocken englisch konnten. Schade, nur hatte ich den Vorteil, dass ich deshalb dann der einzige in der englischsprachigen Gruppe war. Yes! 🙂

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Santi war übrigens einer der lustigsten und verrücktesten Tauchlehrer und es gab immer etwas zu lachen, falls die Leute auf dem Boot nicht mal wieder spanische Lieder sangen. Der erste Tauchgang war vor der kleinen Insel Nang Yuan, die übrigens dem Chef der Chang Brauerei gehört. Die Insel bzw. eigentlich besteht diese aus 2, die mit einem Strand bei Ebbe miteinander verbunden ist und wenn man diese betreten will, muss man gleich mal 100 Bath abdrücken. Sind nur 3 Euro, aber bei der Masse kommt da so Einiges zusammen, dachte ich mir.

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Bei dem ersten Tauchgang haben wir dann allerhand Spiele gemacht. So Dinge wie durch ein Tor schimmen, im Wasser eine Rollen machen, mit der Nase Kopfüber nachten unten einen Gegenstand berühren, ohne die Hände um Hilfe zu nehmen usw. Hat mir sehr geholfen, nachdem ich ja ein Jahr nicht tauchen war. Der zweite Tauchgang war dann für die Navigation vorgesehen. Dabei sind wir mit Kompass und einem Whiteboard ins Wasser. Santi zeichnete die Korallen und Felsen ein und ich musste mit einem Kompass Nemo finden (ja richtig, eine Anemone mit ein paar Clownfischen). Zu meiner Verwunderung habe ich das auch gleich beim ersten Versuch gefunden.

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Und damit nicht genug. Wir sind dann zurück an Land, haben uns schnell vom 7 eleven trashfood gekauft, dieses mehr oder weniger eingeatmet und dann ging es wieder weiter zum Nachttauchgang abends um 7 Uhr. Es war also schon total dunkel und meine Anspannung stieg sehr. Aber das ist ganz normal und Santi tat dann noch den Rest dazu, indem er erzählte, dass in dem Gebiet nachts sehr viele Haie unterwegs sind. Er wußte natürlich schon, dass ich vorher noch nie einen Hai beim Tauchen gesehen habe…Der Arsch 🙂 Das ganze lief dann aber reibungslos und es war eine tolle Erfahrung für mich. Gegen 8 Uhr waren wir auch fertig mit diesem Tag und ich nach diesem anstrengenden Tag mit 4 Tauchgängen dann auch. Ich hatte es noch gerade so ins Bett geschafft und bin gleich eingeschlafen. Da wir das Boot am zweiten Tag erst ab mittags hatten, konnte ich so richtig lange ausschlafen. Mittags ging es dann wieder aufs Boot und er kündigte bei mir schon eine Überraschung an. Mal wieder war beste Laune auf dem Kutter und es ging mit der spanischen Mannschaft raus aufs Meer. Der erste Tauchgang war ein deep dive auf 30 Meter. Da ich bisher nur die Open Water Lizenz hatte, war bislang mein tiefster Tauchgang 18 Meter. Unter Wasser bei knapp 30 Meter haben wir dann einfachste Rechenaufgaben gemacht und ich tat mir tatsächlich schwer. Echt krass, was die Tiefe mit dem Körper anstellt. Santi hatte auch eine Chipstüte mitgenommen, um mir mal zu zeigen, was der Druck unter Wasser mit dem Inhalt macht. Die Tüte war schon sehr zusammengefaltet. Natürlich gab es da dann auch wieder den nächsten Streich. Er holte dann unter Wasser eine der Minibananen raus meinte, dass die große Banane auch sehr viel kleiner wurde. Das wollte ich ihm irgendwie nicht glauben, aber an der Oberfläche holte er eine große aufgeplatze Banane raus und ich war dann wie ein naives Kind nach einem Zaubertrick…Das Gelächter auf dem Boot von allen musste ich mir dann gefallen lassen. 😀 Und dann kam die Überraschung. Mitten auf dem Meer hielt das Boot und nur wir beide alleine stiegen aus. Die anderen fuhren weiter…An einem Seil, an dem eine Boje besfestigt ist, liesen wir uns ins Wasser ab.

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Auf 20 Metern sah ich dann wo er hinwollte. Zu einem Wrack! Meinem allerersten. Wow! Wir konnten sogar in die Kabine des Kapitän schwimmen und uns sogar hinter die Kanone des kleinen Kriegsschiffes stellen. Er hatte echt Spaß daran, mir meine advanced Ausbildung so schön wie möglich zu gestalten. Verrückter aber ein toller und herzlicher Tauchlehrer! Da wir dann unter Wasser so schnell unterwegs waren, konnte wir uns vor dem Auftauchen noch 2 weitere Spots ansehen. Weltrekord! ;D Meine Luft ging dann aber echt aus und ich hing mich bei ihm an seine Flasche und wir tauchten weiter. Er meinte dann nur, dass ich das keinem erzählen sollte… hüstel…gut, dass er kein deutsch kann 😀

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Wieder zurück an Land bekam ich dann meinen neuen Ausweis und dann war erstmal Entspannung von den letzten beiden anstrengenden Tagen angesagt.

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Da mir auf der Insel dann aber doch zuviel los war, wollte ich dann abends das Nachboot in Richtung Festland. Mein Ziel waren ja die Similan Islands und nachdem mir ein Mädel erzählte, dass dieser Nationalpark in Kürze für 6 Monate komplett schließt, musste ich mich etwas beeilen. Nachdem ich mich dann von der ganzen spanischen Meute verabschiedete, gab es noch ein kleines Abendessen und ich hatte nicht richtig auf die Uhr geschaut. 2 Minuten bevor das Boot ablegte, bin ich an Deck gespurtet…Das Schiff kann man sich wie ein riesiges Hostel vorstellen. (15 Euro die Fahrt) Ganz viele Hochbetten auf 2 Etagen. Sah so ein bisschen aus wie ein Flüchtlingslager…Mit ein paar Leuten haben wir uns dann oben auf dem Sonnendeck die Sterne und das herankommende Gewitter angeschaut. Wahnsinns Atmosphäre! Übrigens konnte ich in meinem Bett sehr gut schlafen. Lag anscheinend an dem monotonen Geräusch der Schiffsschraube und das mal keine Mücken blutsaugend sich auf meinem Körper breit gemacht haben…Morgens um 5 kamen wir in Suratani am Hafen nach 8 h Fahrt an. Echt schade, da ich gerne noch ein paar Stunden auf dem Schiff weitergeschlafen hätte. Irgenwie war ich dann auch wieder der Einzige, der auf die Similans wollte. Mir konnte da auch noch keiner so richtig sagen, ob die jetzt noch offen haben oder nicht. Naja, mal sehen wie es weitergeht. Auf jeden Fall war es wieder lustig, der einzige Europäer in dem local Bus zu sein (7 Euro). Am Bahnhof hatte ich dann noch einen verrückten Franzosen kennengelernt, der mit dem Fahrrad vom Norden Thailands bis runter nach Indonesien unterwegs ist. Hut ab, denn mir ist ja schon ohne etwas tagsüber zu tun, viel zu heiß…Nachdem ich dann ein bisschen Frühstück kaufte ging es mit einer großen Vorfreude los nach Kao Lak und die Similan Islands vor Augen.