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Heute geht´s nach Kratie, um die seltenen Irriwan-Delfine (anscheinend nur noch 75) zu sehen, die im Norden von Kambodscha im Mekong leben. Los ging es um 06.30 Uhr für 20 USD. Echt krass wie das mit dem Trip dahin alles wieder funktioniert. Bis nach Pnom Penh war ich wieder der einzige Europäer in einem „VIP Local Bus“. Den habe ich extra genommen, um noch mehr Platz zu haben, da sonst die normalen Sitze anscheinend für Zwerge konstruiert werden :). In der Stadt angekommen musste ich dann in einen kleinen Mini Van umsteigen. Erst wußte keiner so recht, was die mit mir anfangen sollen. Kratie ist halt kein Ort, an den sich viele Touristen verirren. War aber kein Problem, da ich nach ein paar Fragerunden jemanden fand, der mir weiterhelfen konnte. Kurzerhand hat er mich dann auf dem Moped (umsonst!) zu dem Bus gefahren. Toller Typ! Sieht man mal wieder wie nett die ganzen Leute hier so sind. Da hatte ich dann doppelt Glück, denn der Minibus nach Kratie fuhr nach 5 Minuten, natürlich wieder total überladen, los. Auf den 15 Sitzen im Bus haben insgesamt 21 Personen Platz genommen. Ein Kind hätte ich auf den Schoß genommen, nur war das der Mutter nicht so geheuer… ;). Aber schön ist´s mit den Locals. Man kann sich kaum verständigen, hat aber trotzdem ne Menge Spaß und die nächsten Stunden verflogen wie im Flug (obwohl dann auch noch die Klimaanlage im Bus ausfiel). Mein Backpack fand übrigens hinten am Auto Platz – so ganz wollte ich das den Jungs nicht glauben, dass das die nächsten 8 Stunden hält. Aber sie sollten Recht behalten… 😀

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Abends in Kratie wurde ich direkt am Ufer vom Mekong rausgelassen. Eigentlich fahren die Leute nur hier her um die sehr seltenen Irriwandelfine zu sehen – reicht ja auch. Der Ort ist sehr verschlafen und die Touristen kann man echt an 2 Händen abzählen. Genau das richtige, dachte ich mir! Aber wo ist das nächste Hostel? Ganz einfach zu finden, denn es gibt nur eins 🙂 – das Star Backpackers und das Bett im Dorm gab es für 2,50 USD. In dem Raum war es leider viel zu warm, und ich beschloss kurzerhand mich mit meiner Matraze draußen vor die Tür auf den Balkon zu legen. Die Mädels lachten alle erstmal und meinten, ich sei verrückt, aber am nächsten Morgen war ich derjenige, der lachte ;D. Ich hatte einen traumhaft guten Schlaf ohne zu schwitzen. Außerdem hat das Hostel eine tolle Dachterrasse mit einem sehr guten Essen, wo wir dann den anstrengenden Tag ausklingen ließen. Morgens traf ich dann zufällig Joyce beim Frühstück, und wir beide hatten uns dann spontan dazu entschlossen, an dem Tag zusammen auf die nahegelegene Insel (Kho Krang) mit Fahrrädern zu fahren. Sehr lustig, die spontanen Sachen! Schnell noch ein paar Früchte und Wasser für unser Picknick am Strand eingekauft und schon ging es los mit unseren Bikes.

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Mit einem Boot ging es dann über den Mekong zur Insel rüber (für 50 Cent) mit dem Ziel,  in einem Homestay bei Locals zu übernachten (Zimmer 4 USD).

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Tagsüber sind wir erst mal zu unserem Homestay gefahren. Die Familie lebt in einem eher gehobeneren Haus für deren Verhältnisse. Es besteht aus 2 Etagen. Oben sind die Schlafzimmer, die Bäder und die Küche. Und unten sind die Hängematten :), die Tische zum Essen, die Tiere, hier werden die Roller geparkt, usw…

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Den Tag über haben wir uns dann die Insel angesehen, waren im Mekong schwimmen und lagen eine gefühlte Ewigkeit im seichten Wasser und haben uns gesonnt. Dort gab es sehr viele Putzerfische, die an der Haut knabbern. Witziges Gefühl, da ich das bereits aus Siam Riep kannte. Nur haben wir dafür 2 USD zahlen müssen…

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Abends kamen dann auch die anderen beiden Mädels aus Schweden dazu, und wir wollten uns dann zusammen den legendären Sonnenuntergang am Mekong anschauen. Leider hat uns da eine Wolke einen Strich durch die Rechnung gemacht, war aber nicht schlimm. Ich werde auf meiner Reise ja noch unzählige Sonnenuntergänge sehen….Abends wurde uns ein sehr leckeres Abendessen zubereitet (…nein, das auf dem Bild ist nicht unser Abendessen 😉 und wir spielten noch bis in die Nacht ein schwedisches Kartenspiel. Das war megalustig und hat echt süchtig gemacht…

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Der nächste Tag war erst zum Entspannen gedacht. Lange ausschlafen, frühstücken, relaxen und Buch in der Hängematte lesen. Nicht nur für den Hund…Nachmittags sind wir dann zu dritt wieder zurück nach Kratie, um die seltenen Irriwan Delfine zu sehen.

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Dazu haben wir uns ein Tuk Tuk für 10 USD genommen und dann ging´s schon los. Die Fahrt dauerte 30 Minuten, aber wir waren pünktlich um 17.00 Uhr da – die beste Zeit um die Tiere zu sehen. In der Gegend um Kratie leben noch ungefähr 75 dieser Art, sind sehr scheu und kaum näher als 30 Meter an unser Boot gekommen. Ist halt kein Zoo… Sie sehen auch anders aus. Die Kopfform ist ganz anders und die Farbe ist deutlich dunkler.Auf den Bildern kann man sie etwas sehen. Mehr ging leider nicht, trotz Sportmodus an meiner Kamera :D. Zumindest haben wir hier noch den legendären Sonnenuntergang über dem Mekong miterleben können – und ja, er war tatsächlich unglaublich!

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Nach einer Stunde sind wir dann mit dem gleichen Tuk Tuk zurück nach Kratie. Abends gab es dann auf dem Markt ein leckeres BBQ. Besonders die Spare Ribs und so eine Art Bratwürste waren der Hammer. In der einzigen Bar im Ort haben wir dann noch den Tag Revue passieren lassen und sind dann recht früh ins Bett, denn am nächsten Morgen geht´s schon sehr früh Richtung Laos (für 14 USD mit dem Bus).

Nun sind auch die 4 Wochen in Kambodscha schon vorbei. Da ich mehr als die Hälfte dieser Zeit auf einer Insel verbracht habe, um mich mal so richtig zu entspannen, kann ich nicht so viel über das Land sagen. Aber die Erfahrungen in Phnom Phen, mit der Khmer Familie auf der Insel, Angkor bei Siam Riep und zum Schluss Kratie haben mir ein tolles Gefühl von dem Land mitgegeben. Sehr wahrscheinlich werde ich dieses Land nochmal sehen.