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My next stop is Kuala Lumpur, die Hauptstadt von Malaysia mit 20 Mio Einwohner. Also gerade 20 x so groß wie München. Unglaublich groß….Von Cameron Highlands hat der Bus uns an der Station KL Sentral (sentral ist übrigen kein Schreibfehler. Das ist Malenglish und die Wörter werden so geschrieben, wie man sie spricht. Es gibt hier auch Teksis, einen Bas, Restauran, usw. :D) rausgelassen und ich kam mir wie ein Alien, dass gerade auf einem anderen Planeten gelandet ist…Da merkte ich, wie wenig ich mich in Städten auf meiner Reise aufhalte. Da Harry, mein Couchsrufer für dieses Wochenende noch bis abends um 18.30 Uhr arbeiten musste, habe ich mich erstmal mit den Holländern auf einen Kaffee in deren Guesthouse getroffen. Was mir mal wieder hierbei auffällt ist, dass in Asien vieles einfacher ist. Alleine, wenn man ein Zugticket benötigt…Harry war dann doch schon früher fertig und wir konnten uns bei Mc Donalds treffen. Cooler Typ! Er arbeitet für eine Investment Firma. Es ging dann erstmal in Richtung Petronas Twin Towers auf ein Hochhaus in das Restaurant „heli“.

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Das hat nämlich auf dem Dach einen Heliport, der abends als Bar genutzt wird. Wahnsinns Aussicht hat man von da oben.

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Leon und Marry sind dann auch noch dazugestoßen und wir konnten dann ganz entspannt noch die live Musik genossen. Im Hintergrund sieht man die Petronas Twin Towers, die  450 Meter hoch sind. Aktuell wird überlegt, in KL das höchste Gebüude der Welt zu bauen und damit den Bursh Kalifa in Dubai mit über 800 Meter abzulösen. Harry zeigte uns auch das höchste Gebüude von vor 10 Jahren. Echt winzig im Vergleich zu den anderen mittlerweile.

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Wieder unten angekommen hatten wir alle großen Hunger und Harry brachte uns zu Zainah Ismail oder anders gesagt, zum wohl dem Laden mit den weltweit besten Satey Spießen.

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Und ja, diese Teile waren der Wahnsinn. Ich habe aber trotz einem Riesenhunger nur 15 Stück geschafft (70 Cent pro Stick übrigens). Am besten waren die mit Rindfleisch. Hierher kommt man wirklich nur mit einem local oder wenn man sich verläuft 😀

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Langsam wurden alle doch sehr müde und es ging ab nach Hause. Mit den beiden Holländern haben wir uns für den Tag drauf in KL zum Food Festival verabredet. Zu Hause bei Harry angekommen war ich etwas überrascht. Er hat für asiatische Verhältnisse eine eine sehr große Wohnunge. 2 Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, 2 Bäder und eine Küche. Mein Bett war so gemütlich wie in einem Hotel und mit der Klimaanlage im Zimmer hatte ich einen richtig guten Schlaf.

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Um 8 Uhr ging es nämlich wieder los zu Frühstück. Diesmal mit Auto, einem weißen VW Beetle. Harry muss echt gut verdienen, dachte ich mir. Deutsche Autos auf asiatischen Straßen sind wirklich eine Seltenheit.

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Unser erster Stop war ein paar km von seinem Wohnort entfernt bei einem lokalen Restaurant und es gab leckeren Kaffee, Thunfisch, Rindfleisch und Reis. Naja…das ist halt ein Frühstück in Malaysia, aber schon krass. Ich könnte es nicht immer essen.

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Gut gestärkt ging es dann in die City ins Chinatown. Das hat dann leider nicht so überzeugt, aber ich konnte mir durch Harrys Hilfe eine coole neue Sonnenbrille günstig kaufen.

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Sonst ist es da viel zu teuer und auch nicht so interessant, sodass wir gleich wieder mit dem Auto zum Stadtpark fuhren. Der war ganz nett 😀 halt kein englischer Garten…. Aber schon imposant mit den Wolkenkratzern im Hintergrund.

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Von da aus ging es dann zum „big ass“, einer Statue in Ehren der gestorbenen Soldaten. Irgendwie es aber eher an eine amerikanische Statue 😀 Aber warum big ass? Anscheinend ist das Hinterteil eines Soldaten bei der Statue etwas zu groß geraten…mmh ist mir jetzt nicht aufgefallen.

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Lange konnten wir nicht bleiben und mussten dann ja zur Hochzeit, die ca. eine Autostunde von KL entfernt ist. Eine ehemalige Kollegin von ihm feiert eine sehr schlichte, traditionelle Hochzeit. Da ich nur meine Backpacker Klamotten dabei hatte, stattet mich Harry mit einem Poloshirt und einer langen Hose aus. Selbst die Schuhe passten super! Die Hochzeit an sich ist sehr ruhig. Die  Leute sitzen eigentlich den ganzen Tag nur an den Tischen und Essen. Es gibt auch kein Alkohol und Musik. Schon etwas langweilig eigentlich…

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Die meisten Gäste, wie wir, kommen auch nur zum Essen, gratulieren das Brautpaar und machen ein Bild zusammen mit denen.

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Ein Gast erzählte mir, dass so insgesamt 1.000 Gäste über 2 Tage verteilt zum Gratulieren vorbeikamen. Als Gastgeschenk gab es von den beiden ein gekochtes Ei. Der Hintergrund ist, dass früher in den Dörfern das günstigste Gut überhaupt Eier waren. Und da so viele Menschen zur Hochzeit kommen, damit auch insgesamt für das Brautpaar nicht so teuer.

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Auch ganz wichtig zu wissen, dass man nur den Männern die Hand gibt. Macht man das gegenüber Frauen, wird das als sehr unhöflich angesehen (außer, wenn die Frau die Hand ausstreckt). Apropos Frauen: Ich wurde da ja fast einem Mädel versprochen. Der Vater von ihr hat mich zumindest mal der ganzen Familie vorgestellt und meinte, dass ich sie doch mal unbedingt besuchen solle ;D lange sind wir dann nicht mehr geblieben und sind nach einer kurzen Verabschiedung beim Brautpaar weiter, denn auf uns wartete ja in Kuala Lumpur das Food Festival.

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Auf dem Weg machten wir dann, obwohl wir absolut keinen Hunger hatten, einen Halt in einem kleinen Imbiss, wo es das berühmte Bubur Cha Cha. Es besteht aus einem Mix von Kitney Bohnen, Zucker, Kokusnuss Milch, Eis, Nüssen und vielen Gewürzen. Klingt komisch, ist aber echt lecker. Der Laden liegt übrigens um die 40 km von KL entfernt, doch kommen die Leute inkl. Promis und VIPs oft genau hierher zum Essen. Es gibt auch ein Drive In…Verrückt 😀 Und dennoch mit einem Euro pro Gericht sehr günstig.

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Zurück in KL angekommen, ging es zum Foodfestival, obwohl wir beide eigentlich schon garnicht mehr an Essen denken konnten. Der Platz für das Festival lag mitten in der City auf einer großen Wiese. In einigen Zelten wurden die Gerichte nach Vor-, Haupt- und Nachspeise aufgeteilt. Es gab auch ein Zelt nur für Gewürze, oder eines für die traditionellen Utensilien, die in der malayischen Küche damals verwendet wurden.

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Im Zelt der Veranstalter „big Kitchen“ trafen wir dann auch wieder auf Leon und Marry. Die beiden hörten sich einen Vortrag eines deutschen Sternekochs Christian Mittermeier oder so an. Dort entdeckten wir auch, dass man an kostenlosen Kochstunden teilnehmen kann. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und trugen uns für die Veranstaltung um 20.30 Uhr bei dem französischen Masterchef Cyril Rouqute-Prevost ein. Aber zurück zu den Zelten konnte ich einfach nicht die Finger von den ganzen leckeren Sachen lassen. Das malayische Essen ist einfach unbeschreiblich gut!

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…Bananen so groß wie Gurken.

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Auf dem Rasen haben wir uns dann von dem ganzen „Stress“ ausgeruht und der live Band zuheschaut. Toll, was dort alles geboten wird zu einem Eintrittspreis von nur einem Ringit (25 Cent) und wir hatten bis zum Kochkurs noch genügend Zeit. Meine Highlights waren die süßen gebackenen Stangen (hehe in hollöndisch heißen die übrigens Ölixy), Hühnchenschenkel und die Honig-Ananas. Eigentlich kocht es sich ja mit Hunger besser, aber auf dem Festival mal kein Essen in der Hand zu haben ist einfach unmöglich. Ich frage mich noch bis heute, wie ich das alles an dem Tag essen konnte. Die Menge an Essen hätte mir wahrscheinlich für eine ganze Woche gereicht 😀

Zurück um 20.30 Uhr im big Kitchen Zelt stellte sich dann der Starkoch vor. Cooler Typ, aber leider kannte den leider keiner.

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Geplant hatte er einen art Bratapfel mit uns zu kochen. Kalt und nicht mit Weihnachtsgewürzen. Bin gespannt! Wir waren insgesamt um die 20 Personen und musste uns in zweiter Teams aufteilen. Meine Partnerin und ich hatte irgendwie nicht zu viel zu tun. Vermutlich hatten die Veranstalter schlicht vergessen uns ein paar Zutanten zu geben. Der Koch sah das anscheinend und schwupps mussten wir auf die Bühne und ihm helfen 😀 Wir lernten wie man mit einem Apfelschälgeräte, einen Apfel innerhalb kürzester Zeit schält, wie man Caramel macht, eine leckere Sufflemasse zubereitet, usw. Echt witzig und das tollste, man konnte ständig die Sachen probieren…lecker!

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Nach 2 Stunden waren wir dann fertig und das Ergebnis kann sich echt sehen lassen, oder? 🙂

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Am Ende mussten wir dann noch für ein Interview vor die Kamera, was eher an ein Fussballspiel erinnert. Wir mussten so Fragen beantworten, wie: was habt ihr heute gelernt? woher kommt ihr usw…Hoffentlich werden wir jetzt berühmt 😉
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Draußen spielte noch die Band und wir machten uns gegen 23 Uhr auf den Heimweg. Übrigens war nun auch time to say good bye mit Leon und Marry. Die beiden musste wir zurück in Ihr normales Leben. Hoffentlich kommen die beiden mich mal besuchen und wir trinken in München mal an einem Samstag morgen ein Bier (die wollten mir einfach nicht glauben, dass man in München zum Weißwurstfrühstück ein Bier trinkt). Für mich ging es dann sehr früh am nächsten morgen zum Flughafen, da ich einen Flug nach Kota Kinabalu auf den anderen Teil mit dem Namen Sabah auf Borneo gebucht hatte. Harry war sogar so lieb und fuhr mich morgens um 04.00 Uhr mit seiner Karre bis zum Flughafen. Wow, was für ein Gastgeber. Falls mal einer in Kuala Lumpur ist, kann ich ihn nur wärmstens empfehlen. Echt schade, dass die Zeit so schnell wieder vorbei war, aber nun steht Borneo als nächstes Ziel und ich bin sehr gespannt auf die Orang Utans und den höchsten Berg von Südostasien, den Mount Kinabalu mit über 4000 Meter Höhe.

 

++2 Wochen später++

 

Die 2 Wochen auf Borneo gingen vorbei wie im Flug. Es war eine unglaublich tolle Zeit und muss sagen, dass Borneo es auf Platz 1 neben Laos meiner persönlichen Liste der schönsten Länder von Südostasien geschafft hat. Mit dem Flieger zurück in KL holte mich Harry direkt nach der Landung ab und und wir trafen uns mit ein paar Freunden von ihm  „indonesische Brotzeit“ 😀 Von da aus ging es dann zu einem kleinen Hügel vor der Stadt, an dem man den Sunset über der Stadt am besten sehen kann. Leider nicht wirklich mehr ein Geheimtipp, da sehr viele Leute die gleiche Idee hatten, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

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…Gänsehaut!

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Da ja die Lieblingsbeschäftigung der Malyen Essen ist, ging es mit dem Auto wieder in die City. Und was eignet sich dazu am besten? Natürlich mal wieder die besten Saté Sticks der Stadt zu essen. Wow was für ein Fest. In Malaysia essen die Leute die Sticks übrigens nicht so wie wir in Deutschland nur mit Hühnchen, sondern auch mit Rindfleisch und Lamm. Dazu werden Sticky Reis Würfel, rohe Zwiebeln und Salatgurke gereicht. Insgesamt haben wir dann mit 4 Leuten 50 Sticks gegessen und uns konnte man dann aus dem Lokal „rausrollen“. Harry hatte dann noch so nebenbei erwähnt, dass an dem Tag die Premiere von Jurrasic World im Kino in KL läuft. Das wollten uns nicht engehen lassen und haben die Nachtvorstellung gebucht. Start um 00.30 Uhr! Ich habe mich riesig darauf gefreut, nur bin ich dann leider nach 15 Minuten in meinem Kinositz eingeschlafen. Nix Neues oder? Also für die Leute, die mich etwas besser kennen und wissen, dass ich sogar bei einem Horrorfilm einschlafe… ;D

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Am nächsten Tag konnten wir sehr lange ausschlafen. Mein Flug von Kuala Lumpur aus nach Bali ging erst am Nachmittag und frühstückten recht lange, bevor es dann nachmittags wieder zum Flughafen ging, aber diesmal in Richtung Bali und Indonesien. Mein vorerst letztes Land auf meiner Asienreise, wo ich nun wahrscheinlich 2 Monate verbringen werde. Aber ich hatte ja Großes vor, nämlich mit meiner Divemaster Ausbildung anzufangen.

Was kann ich zu Malaysia sagen? Es ist mit den traumhaften Stränden, den höchsten Bergen Südostasiens, dem weltweit ältesten Dschungel, coolen Städten, atemberaubenden Tauchseiten und ganz besonders mit dem meiner Meinung nach, besten asiatischen Essen mit einem Mix aus thai, indisch und chinesisch auf meiner Liste der schönsten Länder auf Platz 1 gekommen. Zudem habe ich die letzten 4 Wochen 2/3 meiner Zeit mit Locals verbracht und wurde überall wahnsinnig herzlich aufgenommen und muss ehrlich gestehen, dass ich meine Einstellung zu Muslimen etwas geändert habe. (80 Prozent der Bevölkerung sind Muslime) Würde mir wirklich wünschen, dass die in Deutschland lebenden Muslime viel mehr ihre eigentlichen Wurzeln zeigen würden….Gut, ich habe mich kaum als Tourist gefühlt und mir fällt es nun schon ein bisschen schwer das Land zu verlassen.

Bis bald Malaysia, ich kommte auf jeden Fall wieder zurück…und hoffentlich kommt Harry mich mal in München zum Oktoberfest besuchen. Dann wird er fürstlich bedient, denn dass hat er sich mehr als nur nach diesen tollen Tagen verdient!