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Heute ist es soweit! Johannes und ich fahren mit dem Nachtzug in Richtung Norden nach Sa Pa. Das Zugticket kauften wir bei einem Reisebüro mit dem Namen Ethnic Travel für 26 USD. Bei der Agentur hatte ich bereits meinen Trip in die Halong Bay gebucht und war sehr zufrieden. Das Ticket war nur leider deutlich teurer als sonst, natürlich mal wieder wegen der TET Feiertage… Übrigens ist es in Vietnam am besten mit einem der vielen Local-Bussen zu reisen, da diese viel günstiger und schneller sind. Am Bahnhof angekommen haben wir es uns dann in einem 4er Abteil gemütlich gemacht – sehr geräumig und bequeme Betten. Vermutlich haben wir uns aus Versehen selbst ein Upgrade gemacht. Die Nacht kann kommen und hoffentlich wachen wir pünktlich in Sa Pa auf. Am Bahnhof angekommen wurden wir gleich von Einheimischen genervt, die uns die letzte Strecke mit einem Mini-Van für das Vielfache des normalen Preises mitnehmen wollten. Generell zahlt man für die 40 Minuten Fahrt pro Person 50.000 Dong. Die wollten 400.000 Dong… Immerhin konnten wir sie auf insgesamt 150.000 Dong runterhandeln und los ging die Fahrt nach Sa Pa. Der Ort liegt in den Bergen auf ca. 1.600 m direkt an der chinesischen Grenze und am Fuße des höchsten vietnamesichen Berges, dem Fan Si Pan, mit über 3.000 m inmitten von sehr vielen Reisfeldern und einem wahnsinnig tollen Ausblick.

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Der Ort ist normalerweise sehr touristisch, nur hatten wir diesmal tatsächlich Glück mit den TET Feiertagen, denn der Ort war wie leergefegt und uns wurden die Hotelzimmer quasi hinterhergeworfen. Im Hotel Lotus haben wir dann ein sehr großes Zimmer mit Kamin und Bergblick für 10 USD bekommen. 2 Tage später haben die Zimmer dann das 5fache gekostet. Am gleichen Tag starteten wir unsere erste Wanderung in den Ort Cat Cat. Weit kamen wir nicht, denn da wurden wir von Einheimischen zu einem Mittagessen und Reiswein in deren Haus bzw. es war eher eine Scheune, eingeladen. Da lernten wir dann auch einige Begriffe auf vietnamesich und wie man sich in so einer vietnamesichen Runde verhält. Es war so toll, die Vietnamesen sind ein sehr gastfreundliches Volk.

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Wir hatten dann zwar „leicht einen Sitzen“ nur hat uns das keinesfalls davon abgehalten, weiter Richtung Cat Cat, an Reisterrassen, Flüssen und Wasserfällen vorbei, zu gehen. Ein Tipp von uns hierbei ist, dass man da am besten die Touripfade verlässt und in die Dörfer geht. Man kann hier nicht nur mit den Kindern auf der Straße Ball spielen, sondern auch das Dorfleben mal so richtig erleben.

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Übrigens leben in der Region viele Hmong Frauen, die sehr bunt angezogen durch die Straßen ziehen und selbstangefertigte traditionelle Kleidung verkaufen. Uns haben sie eine Tour in die Berge mit Übernachtung in ihrem Dorf angeboten. Inkl. Lunch, Abendessen und Tourguide hat das Ganze dann 25 USD zusammen für uns gekostet. Wir konnten die beiden von 60 USD runterhandeln, dazu dann aber später mehr….

Wandertour mit Hmong Frauen in das Dorf „Geang Tuchai“

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Wir haben uns bewusst für die schwierige Tour entschieden und lagen damit genau richtig, und so steil war es dann doch nicht. Kann man mit ein bisschen Überwindung auch ohne große Kondition schaffen. Erst ging es nördlich von Sa Pa einen steilen Berg rauf nach Sa Sang, wo wir dann bei den Eltern einer der Frauen ein sehr einfaches Mittagessen bekamen.

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Da wir morgens bereits von unserem Hotelmanager spontan ein großes Neujahrsfrühstück bekamen, hatten wir leider keinen großen Hunger. Naja, so lecker sah das Ganze aber auch nicht aus, jedoch war es ein eine tolle Erfahrung!

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In Lao Chai sind wir bergab an einer Kirche vorbei und von da aus waren es dann nochmal 2 h bis zu unserem Ziel und wir bekamen unseren ersten Sonnenbrand. Witzigerweise haben wir uns auf 8 Grad und Regen und nicht auf 20 Grad und prallen Sonnenschein eingestellt. Aber lieber so als viel zu kalt :). Danke an meine Mum, die Johannes noch warme Sachen für mich mit eingepackt hatte. Sorry, aber die brauchte ich dann doch nicht…Im Ort angekommen merkten wir schnell, dass hier keine Touristen sind. Tatsächlich waren wir unter den 1.000 Einwohnern die Einzigen. Das Haus von den beiden Mädels war sehr einfach. Sie leben dort zusammen mit ihrer Familie, 2 Ziegen, ein paar Schweinen, Hühnern, Hunden und einer Kuh auf engstem Raum. Zu essen gab es abends Schwein mit Kürbis, Reis und irgendwas Gehacktem mit Knochen (sehr widerlich). Natürlich wurde dazu mal wieder der „Happy-Water“ – Reiswein – gereicht. Irgendwann hatte der Hausherr den Break-even-point erreicht und holte eine Tanz-DVD raus, die wir uns dann auf seinem uralten Röhrenfernseher anschauen mussten. Mit ordentlich Reiswein konnten wir alle recht schnell mehr oder weniger die Tanzbewegungen und wir hatten einen Megaspaß mit den Leuten.

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Es war echt sehr interessant zu sehen, mit wie wenig man eigentlich auskommen und trotzdem ne Menge Spaß haben kann. Morgens gab es dann übrigens das gleiche Essen wie am Abend und natürlich, auch wieder Reiswein. Wir beide (Joahnnes und ich) haben dann aber nur aus Anstand einen getrunken…uns war noch nicht danach… Wir wollten ja für die Wanderung fit sein, denn uns erwartete ja noch ein 6 h Aufstieg zurück nach Sa Pa. Gott sei Dank war dann auf dem Weg aufgrund des TET Festes viel los und man konnte selbstgebackene Sachen z.B. Krapfen (das Stück für umgerechnet 4 Cent) kaufen, die für uns ein sehr willkommenes Frühstück waren.

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Die Tour neigte sich dann abends dem Ende entgegen und wir nahmen eine direkte Busverbindung zurück nach Hanoi für je 16 USD. Ankunft morgens mit roten Augen um halb 4 in Hanoi… Leider mussten wir dann erstmal ewig darauf warten, bis die Information an der Busstation aufmachte und uns dann mitteilte, dass wir hier total falsch sind, wenn wir in den Süden von Vietnam fahren wollen. Nach einem längeren Marsch quer durch die Stadt fanden wir dann ein Busunternehmen, dass uns direkt in den Phang Ne Pang Nationalpark für 22 USD mitnimmt. Abfahrt war um 18.00 Uhr; Ankunft um etwa 4.00 Uhr morgens am Easytiger direkt im Park. Wir freuen uns schon sehr auf die Tour in den Phon Nha Ke Bang Park und auf Elefanten, Tiger, viele Primatenarten und die größte Höhle der Welt.