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Die Fahrt von der Ostküste Thailands rüber zur Westküste in Richtung Similan Islands war extrem schön. Wir durchquerten mit dem Bus eigentlich die meiste Zeit einen Nationalpark, der sich komplett durch die Mitte des Landes zieht. Wir sahen sogar sehr viele Elefanten (ohne Ketten) mehr oder weniger frei. Ich wollte schon zum Busfahrer vor und ihm sagen, dass er mich dort einfach rauslassen soll. Mein großer Wunsch ist es ja nach wie vor in einem Elefantencamp zu arbeiten, aber leider hatte ich ja den Zeitdruck, dass der Nationalpark der Similan Islands ja anscheinend bald schließt im Nacken. Sonst hätte ich das bestimmt gemacht. Nach 4 h Busfahrt erreichten wir Kao Lake, der den meisten sicherlich noch von dem Tsunami bekannt ist. Hier wollte mich der Busfahrer in rauslassen, denn dort Ort gibt es alle Touren fürs Tauchen. Da ich aber auf die Similan Inseln wollte fuhr er mich noch 15 km weiter südlich direkt zu dem Hafen, wo alle Boote ablegen. Echt nett, da es sich dabei um einen localen öffentlich Bus handelte und noch eininge andere Fahrgäste darin saßen. Glück gehabt! Am Pier kam dann eine Frau auf mich zu und fragte, ob sie mir helfen kann. Ich sah anscheinend sehr lost aus…Als ich ihr erklärte, dass ich auf die Similans will, bekam ich dann das erste mal heraus, dass der Nationalpark noch genau 3 Tage geöffnet ist und dann für 6 Monate schließt. Zum einen wegen dem Wetter und zum anderen, um die Natur zu schützen. Sie machte mir dann ein Angebot über ca. 250 Euro, dass meiner Meinung recht teuer war. Mit der Info im Gepäck wollte ich dann Preise vergleichen, nur gab es da sonst keine Firma, die sowas anbietet. Kein Problem, dachte ich mir. Ab zurück nach Kao Lak in den Touriort, da wird es sicherlich noch ein paar günstigere Angebote geben. Da gibts ja Tauchschulen, wie Sand am Meer. Per Anhalter bin ich dann die 15 km zurück, was gar kein Problem war. Ich musste gerade mal 5 Minuten warten, bis mich einer mitnahm. In Kao Lak angekommen bin ich dann in die erste Tauchschule rein. Eine Deutsche Inhaberin, Gabi. Sie hatte aber auch tatsächlich was gemeinsam mit Gabi Köster…etwas fester, Köllnerin, laut und immer einen Scherz auf Lager. Deshalb glaubte ich ihr dann auch erst nicht, dass keine Tauchschule mehr auf die Inseln fährt. Also wirklich keine. Davon musste ich mich dann aber zunächst mal selber überzeugen und es war tatsächlich so. Nach einem Spaziergang durch den Ort merkte ich, dass tatsächlich fast alle Tauchschulen geschlossen hatten und die offen hatten, nicht mehr rausfahren. Auch sah man überall die Schilder für die Evaluation bei einem weiteren Tsunami. Da läuft es einem schon kalt den Rücken runter, wenn an überlegt was hier mal passiert ist.

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Man muss schon sagen, dass ich mit dem Busfahrer Glück hatte, indem er mich erst zum Hafen fuhr. Die Tour bei der Frau hatte ich dann schnell übers Telefon gebucht und nun war ich safe. Am nächsten Tag bin ich der letzte Gast im Nationalpark zum Tauchen. Wow, geil! Und das Ganze für 5 Euro mehr, als es sonst kostet. Also war das Angebot doch nicht so schlecht und für die 5 Euro können die sich gerne das Essen abends besser schmecken lassen. Schnell habe ich mir dann noch ein Hostel gesucht. Nicht einfach, da Kao Lak eine krasser Touriort ist. Man hat auf den Straßen mehr deutsch als alle anderen Sprachen gehört…Naja, ich bin ja nur zum Tauchen da, dachte ich mir dann. Das Hostel mit dem Namen Les Fleur war eine echte Perle und bis auf noch einen Gast, war ich der Einzige dort.

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Abends checkte doch noch ein weiterer Gast ein, Danny aus Potsdam. Wir kauften uns dann für den Abend noch ein bisschen Verpflegung und liesen dan Tag gemütlich ausklingen. Am nächsten Tag ging es für mich ja wieder früh los…um 7.15 Uhr. Ich hatte dann nur nicht die thailändische Pünktlichkeit eingeplant, sonst hätte ich mich nicht so beeilen müssen. Gegen 8 Uhr kam dann der Fahrer endlich und es ging los. Treffpunkt war wieder am Pier mit einer großen Schnorchelgruppe. Ich war tatsächlich der Einzige Taucher. Mit einem Schnellboot sind wir dann alle zusammen die 1,5 h raus aufs Meer in Richtung des Nationalparks raus. Similan Island 1-9 stand auf dem Plan 🙂

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Vor einer kleinen Insel in einer Bucht lag dann das Taucherboot. Auf dem Boot war dann eine Besatzung von 5 Leuten und einem Kanadier, der gerade seinen Open Water Tauchschein machte. Also hatten wir das ganze Boot zu zweit. Wow! Mit dem ersten Tauchgang starteten wir sehr schnell und es ging ab ins kristallklare Wasser bzw. in den Swimmingpool.

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Am ersten Tag hatte ich dann 3 Tauchgänge und wir sahen Einiges. Schlangen, eine Schildkröte, einen Rochen und meinen allerersten Hai! Damit war der retsliche Tag mit der  Tauchvorbereitung, Tauchen und Entspannung danach verplant.

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…und hopp 🙂

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Bevor es dann abends nochmal ins Wasser zu für einen Nachtauchgang ging, genossen wir die Abendstimmung auf dem Boot.

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Achja, das Essen hätte ich fast vergessen. Es war unglaublich lecker!

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Der Tag wurde dann aber nicht sehr lang und wir lagen um 9 Uhr schon in unseren Kojen.

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Ich freute mich ja schon insgeheim auf die Nacht, nachdem ich auf dem anderen Boot von Kho Tao aus so gut geschlafen hatte. Mit meiner Taschenlampe habe ich dann noch ein bisschen aus dem Fenster auf die Wasseroberfläche geleuchtet und so mit den Fischen gespielt. Die kamen dann in Schaaren und hüpften aus dem Wasser. Anscheinend haben sich aufgrund des Lichts einige Mücken oder Fliegen angezogen gefühlt, die dann zum Opfer der Fische wurden. Also hier mein Geheimtipp: besser mal Glotze aus und Taschenlampe aus dem Boot halten 😀

Hier mal mein Zeitplan der 3 Tage

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Am nächsten Tag ging es dann um 6.45 Uhr nach einem wunderbaren Schlaf aus den Federn. Um 7 Uhr, noch vor dem Früchstück war der erste Tauchgang geplant. Ein deep dive auf 40 Meter zu einem Wrack runter. Meine Vorfreude war riesig! Und die Erwartungen erfüllten sich dann auch. Es war unglaublich!

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Aber jetzt muss ich mal dazwischen schieben…Gerade sitze ich im Nachtbus nach Malaysia und es ist 21.25 Uhr. Es ist zwar ein „VIP Bus“ nur hat man mal wieder kaum Platz. Aber kein Problem, langsam kenne ich mich ja schon aus, wie man auch so schlafen kann. Aber gerade beim tippen macht es sich mein Nachbar zur linken so richtig an meiner Schulter gemütlich und die anderen Jungs, die auf dem Boden sitzen, lehnen sich an meine Beine an. Anscheind gehörte ich nach kurzer Zeit in deren Augen bereits zu deren Familie. Ich habe zwar keinen Platz, aber es ist ein unglaubliches Gefühl anscheinend ein Teil von denen zu sein. Anscheinend nur weil wir vorhin zusammen ein bisschen rumgealbert haben, mögen die mich so sehr…krass. Sowas werde ich definitv in Deutschland vermissen!

Aber wieder zurück zu meinem Bericht auf den Similan Islands. Auf dem Grund haben wir uns dann erst das Schiff angesehen und sind dann richtig tief runter. Auf einmal merkte ich eine Benommenheit. Die Taucherkrankheit. Es fühlte sich wie nach ein paar Bier an und man wurde sehr viel mutiger. Ein Zeichen um ein paar Meter aufzusteigen, bevor noch was passiert. Das war auch gut so, obwohl ich im ersten Moment als es anfing mit dem Gedanken spielte, noch tiefer zu gehen. Ist alles gut gelaufen und der Hunger machte sich breit. Zurück auf dem Boot  gab es dann ein komplettes englisches Frühstück, mit Eier, Würsten, Zwiebeln, Tomaten usw. Eigentlich war es zuviel, aber trotzdem musste natürlich alles weg.

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Danach ging es zurück ins Bett für ein Nickerchen, bevor es mit dem nächsten Taugang weitergeht. Herrlich! 🙂 Dafür mussten wir weiter zu einer der nächsten Inseln fahren. Der Captain lies mich sogar eine Zeit lang fahren….Sehr geil! Ich brauche unbedingt noch einen Bootsführerschein, dachte ich mir dabei.

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Mittags gab es dann noch ein Lunch auf dem Boot, ein weiter Tauchgang und schon ging es mit dem Speedboat wieder zurück zum Festland.

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Schade, wie schnell die Zeit immer vorbeigeht. Aber so ist´s halt, wenn es am schönsten ist. Mein Plan war dann eigentlich sofort in Richtung Süden zu fahren, nur war ich einfach zu platt dafür und entschied, zurück zum Hostel zu fahren. Genau das richtige! Danny war auch wieder von seiner Tour zurück und wir tauschten unsere Erlebnisse noch etwas aus. Am nächsten Tag ging es für ihn dann weiter und ich wollte auch nach dem Frühstück los. Da ich dann jedoch der einzige in dem ganzen Laden war, gesellte sich die Chefin zu mir. Eine sehr erfolgreiche Thai mit dem Namen One, die noch ein weiteres Hotel in Kao Lak hat. Echt interessant! Zu meinem Glück hatte sie dann den ganzen Tag noch Nichts vor und wollte mir dann spontan mal die Gegend zeigen.

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Ich war ja noch der felsenfesten Meinung, dass in Kao Lak alles mega touristisch ist…Sie konnte mich vom Gegenteil überzeugen 🙂 ein paar km weiter hingen wir dann am Strand an einer Surferbar ab. Tolles Essen, Reggea Musik und lecker Cocktails! Ich entschied mich dann schnell noch meine Reise in den Süden um einen Tag zu verschieben.

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Auf dem Rückweg reichte dann ein Anruf bei Ihrer Köchin und wir bekamen ein Essen gekocht. Also an das Leben kann man sich gewöhnen.

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Gerade als Backpacker ist man ja sowas garnicht mehr gewöhnt 🙂 Als wir ankamen, waren dann noch zwei neue Gäste angekommen. Wir haben uns dann alle zusammen im Dorm auf dem Sofa den Film „who am I“ reinzogen. Übrigens mein erster Film nach 3 Monaten…krass! Leider wird das wahrscheinlich auch so weitergehen, da mein Display am Laptop leider einen fiesen Riss hat. Wie das passiert ist, keine Ahnung :/ Am nächsten Tag gab es ein besonderes Frühstück. Ich gehörte ja mittlerweile irgendwie jetzt zu den Freunden des Hotstels…hehe. Es gab ein Omelette mit Käse, süßen sticky rice und viel Brot. Den Tag davor gab es nur 2 Toasts mit zu wenig Marmelade 😀 Da es an dem Tag viel zu heiß war, hielt man sich eigentlich nur im Schatten auf. Mittags kam dann „One“ von einem Meeting und lud mich noch auf einen Kaffee ein, bevor ich dann in Richtung Süden nach Malaysia aufbrach. Wir konnten uns sehr viel über Geschäftsideen austauschen und sie bat mir sogar an, dass ich bei ihr im Hotel nach meiner Tauchausbildung etwas einiges aufmachen könnte. Den Pool für die ersten Übungen lässt sie zumindest gerade bauen…Wir werden sehen. Aber erstmal durfte ich bei 40 Grad an der Bushalte eine Stunde warten. Ich hatte natürlich die thailändische Pünktlichkeit vergessen 😀 In Phuket hatte ich dann einen Anschlussbus erwischt und los gehts nach Malaysia! Juhu…nur leider dauert die Fahrt erstmal wieder 11 Stunden. Und wie oben geschrieben, ist hier nicht wirkich viel Platz zum Schlafen. Aber ich probier es nun mal…Gute Nacht Thailand, ich fahr dann mal weiter auf der Banana pancake Route in Richtung Süden nach Malaysia.