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Von Luang Namtha im Norden von Laos an der chinesischen Grenze sind wir morgens um 07.30 Uhr aufgebrochen. Noch gerade so haben wir 3 Plätze im Bus ergattern können. Beim Ticketschalter gab es halt nur noch 2 Tickets, aber die Busfahrer in Laos findet immer eine Lösung, falls es an Platz mangelt 😀 Rucksäcke aufs Dach und los ging es. Die Strecke ist wunderschön und die Straßen sind sehr gut ausgebaut. Es war kein Vergleich zur Hinfahrt nach Luang Namtha. Nach 4 Stunden waren wir dann auch schon am Busbahnhof in Huay Xai und dort trennten sich dann auch die Wege von mir und Henrik auch leider wieder. Er musste bald nach Bangkok um seinen Flieger zurück nach München zu bekommen und wollte sich vorher noch Chiang Mai im Norden von Thailand ansehen. Mit Sophie und Nino, einem anderen Deutschen, den wir beim Bahnhof kennenlernten haben wir uns ein Tuk Tuk genommen und sind in die City gefahren. Der Ort an sich ist sehr klein, liegt direkt am Mekong und besteht eigentlich auch nur aus einer Straße für die Backpacker bzw. für die Besucher der Gibbon Experience. Prinzipiell kommen die Leute abends an, schlafen eine Nacht und gehen dann zur Gibbon Experience. Wir haben uns das Dauuw Homestay ausgesucht. Eigentlich bin ich eher der Meinung, dass man die Empfehlungen aus den Reiseführern gerne mal umgehen kann, aber in dem Falle war es ein Volltreffer. Eine tolle Atmosphäre mit schönen Bungalows, einer offenen Küche, Lagerfeuer im „Wohnzimmer“ mit Bergblick und relaxter Musik. Zu dritt haben wir uns einen Bungalow für insgesamt 3 Euro bezogen…wahnsinnig günstig 🙂

 

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Und überall hingen Schilder mit ein paar weisen Sprüchen. Ein paar weniger hätten es auch getan, regt aber auf jeden Fall zum Nachdenken an. Hier eine kleine Auswahl:

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Eigentlich wollten wir uns dann von den vergangenen anstrengenden Tagen im Nationalpark etwas erholen und die Füße hochlegen. Naja eigentlich…Wir sind die eine Straße dann runter, um Wasser zu kaufen und was zu Essen. Da entdeckten wir einen kleinen „Tante Emma Laden“ der dann unser „hot spot“ wurde. Es gab von Sandwiches, Bier, Socken, fruit shakes, usw. alles was das Herz begehrt. Auch kann man mit der Besitzerin ein kleines Schwätzchen halten, sodass wir uns mitten in den Laden auf die Stufen setzen, leckere Sandwiches aßen und bei ein paar Bierchen unsere Reisegeschichten teilten. Spontane Gelegenheiten sind halt einfach die Tollsten! Da es dann doch noch so viele Sachen gab, die wir uns zu erzählen hatten, sind Nino und ich dann noch für ein paar Stündchen um die Ecke in ein kleines Restaurant. 😀 Ich glaube, dass wir beiden die letzten im Ort waren, die die Augen zumachten. Am nächsten Tag ging es sehr ruhig zu und es wurde den ganzen Tag mal Nichts gemacht. Die letzten Wochen war halt kein Tag dabei, an dem mal Nichts zu tun war. Man mag es kaum glauben, aber Reisen kann sehr anstrengend sein und es ist eigentlich nur zu 10 % so, dass man in irgendwelchen Hängematten abhängt, lange schläft oder Nichts macht. Dazu muss man auch sagen, dass man sich an den Tagesrythmus in Asien anpasst. Die Menschen hier stehen mit der Sonne morgens um 6 Uhr auf und gehen eigentlich größtenteils um 22 Uhr ins Bett. Das man abends mal sehr lange aufbleibt, kommt nicht so oft vor. Wenn ich es mit München vergleiche, war ich dort abends deutlich aktiver. Ok…aber wieder zurück zur Story 😀 Tagsüber haben wir in einem Restaurant direkt am Mekong den ganzen Tag entspannt und so Zeug wie Reiseplanung, Blog schreiben, Kaffee trinken, Essen usw. gemacht. Wir hatten uns sehr viel vorgenommen, aber im Grunde den ganzen Tag mehr mit Facebook & Co. verbracht. War aber auch ok, denn am nächsten Tag stand die Gibbon Experience auf dem Plan und da sollte man ausgeruht sein. Wir hatten ürbigens die Expresstour gebucht (2 Tage und eine Nacht im Treehouse) Nicht, weil wir keine Zeit hatten, sondern weil es unglaublich teuer ist. Unsere Tour kostete 190 USD. Ein Tag länger hätte dann mit 290 USD zu buche geschlagen.

Am nächsten Tag ging es früh los und wir standen nach leckeren Sandwiches unseres „hot spots“ abfahrtbereit um 08.00 Uhr beim Büro der Gibbon Experience. Da ich nur leider meine Socken irgendwo vergessen hatte, lief ich noch schnell zurück. Ja wohin wohl, zu unserem Hotspot und natürlich gab es da welche 😀 Zurück am Office wurde uns zur Einführung ein Video gezeigt, dass die Vorfreunde noch weiter steigen lies.

Und dann ging es los. 7 Leute in einem Tuk Tuk. Es stellte sich sehr schnell heraus, dass wir eine sehr coole Truppe sind. Ein holländisches Paar, 2 schwedische Mädels, eine Deutsche Frau, die momentan in Dubai lebt und wir beide. Die Fahrt war schon sehr lange und nach einer Stunde waren wir „am Fuße des Berges“.

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Dort trafen wir unsere beiden Tourguides „No“ und „Input“. Eigentlich sehr einfach zu merken, da die beiden sehr schlechtes english sprachen und bei der Tour kaum was gesprochen hatten. Also no input… 😀

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Kurz nach der Ankunft mussten wir erstmal 2 h wandern und hatten da schon unserer erste kleine Zipline zu bewältigen. Cooler Einstieg und machte Lust auf mehr!

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Die Wanderung bei der Hitze war nicht ohne und so manche mussten schon ein bisschen kämpfen. Es  ging an tausenenden Schmtterlingen vorbei, durch Bambuswälder und teilweise ordentlichen Steigungen, bis wir dann die erste Zipline erreichten.

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Brooootzeit 🙂

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Für den ersten Tag sah der Plan folgendermaßan mit insgesamt 2.855 m ziplining so aus:

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No 1: 340m, No 2: 540 (der schönste), No 3: 140 m, No 4: 110 m, No 5: 495 m, No 6: 310 m, No 7: 370 m, No 8: 450 m, No 9: 300 m.

Alle Ziplines fingen folgender Maßen an. Auf einem Hügel war ein Drahtseil befestigt, in das man sich mit seinem Gurtzeug einharkt.

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Dann holt man ein bisschen Schwung und schon geht es los zum nächsten Hügel über Täler, Flüsse, Dörfer usw.

 

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https://youtu.be/8nsfS-6EwaM

Gegen 16 Uhr sind wir dann in unserem Treehouse auf um die 60 Meter Höhe angekommen. Natürlich auch mit einer Zipline. Der erste Eindruck von unserer Unterkunft war einfach nur „wow“. Und so waren auch die nächsten…Auf 3 Etagen in über 50 Meter Höhe haben wir genächtigt.

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Die Tourguides hatten uns dann noch ein paar Snack und Getränke hingestellt und sind dann zum Kitchen Village weggeangen. Ganz toll waren die Erdbnüsse mit der leckeren pappüßen Kondesmilch. 😉 jeder hat dann für sich den Moment genossen. Platz genug war ja da mit 3 Etagen. ganz unten war das Badezimmer mit Dusche, WC und Waschbecken.

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Den Sonnenuntergang nutze ich für eine „Sunsetdusche“. Unglaubliches Gefühl kann ich sagen, wenn man die Dusche anmacht und das Wasser unter einem 60 Meter nach unten fällt!

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Die Betten wurden zwischenzeitlich auch schon gemacht

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Und man konnte den Sonnenuntergang direkt aus dem Bett genießen

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Danach gab es noch ein kleines und leckeres Abendessen, bis dann der ruhige Teil des Tages anbrach und jeder an dem Gelände stand und eigentlich nur den Regenwald bewunderte. Ich saß ganz oben und auf einmal hörte ich ein lautes Krachen aus ca 40 Meter Entfernung und da saß er dann. Ein richtig wilder Affe. Die anderen hatten das auch bereits bemerkt und standen wie nach einer Schockstarre unten alle Spalier und schauten wie gebannt dem Affen zu. Auf der anderen Seiten tobten dann auch ein paar seiner Kollegen. Was für ein Glück! Die Guides meinten, dass es wirklich nicht üblich sei, dass man auf der Tour Affen oder größere Tiere zu Gesicht bekommt. Leider wurde es dann sehr schnell dunkel und wir saßen nur noch mit unseren Taschenlampen bewaffnet und lauschten den Geräuchen.

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Das machte recht müde und alle sind dann schon um 20.00 Uhr in Richtung Bett marschierten. Gut…so lange, bis Nachts auf einemal in meinem Tiefschlaf mein ganzes Bett abgedeckt wurde, denn es zog ein Gewitter auf und der Regen kam auch schnell. Schnell sind wir runter in eine der tieferen Etagen und überlegten erst mal, wie wir nun weitermachen. Zum Glück gab es ganz oben noch einen Art Vorhang, den man als Wind+ und Regenschutz benutzen kann. Eigentlich wollte ich gleich einschlafen, nur hielt mich der Gedanke wach, dass die Blitze ins Treehouse einschlagen könnten und wir lt. Rebecca dann sicherlich tot wären. Tolle Hilfe 😀

Morgens gab es erstmal einen tollen Ausblick nach einer relativ kurzen Nacht ohne Frühstück in Richtung des größten Baumes von Laos.

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Natürlich nicht zu Fuß, sondern mit Zipline No 10: 400 m, No 11: 405 m, No 12: 300 m, No 13: 320 m, No 14: 490 m. Der Baum war schon eine Wucht. Mit 7 Leuten kann man eine Kette machen und ihn einmal „umarmen“.

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Danach ging es zurück zum Treehouse und das Frühstück wurde schon serviert, bevor es weiterging.  Viel Zeit blieb uns leider nicht, denn wir hatten noch Zipline No. 15: 455 m, No 16: 350 m, No 17: 320 m, No 18: 265 m, No 19: 570 m und last but not least No 20: 525 m vor uns. Damit waren wir insgesamt an zwei Tagen 7.255 m in der Luft an einem Drahtseil.

Was für eine Tour, was für 2 Tage, was für eine Nacht und tolle Leute. Wenn man das nicht gesehen hat, kann man es kaum glauben. Nach dem letzten Flug sind wir noch ein Stück gewandert und wir konnten vor dem Lunch nochmal ins Wasser hüpfen.

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Das hier ist übrigens ein „Dschungelkühlschrank“

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Mit dem Tuk Tuk sind wir dann ewig lange aus dem Dschungel raus auf die Landtraße an vielen Locals und sogar einer großen Bananenplantage vorbei.

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Zurück in Huay Xai konnten wir uns kurz duschen und mussten dann schon mit dem nächsten Bus gleich weiter nach Thailand mit dem Ziel Chiang Mai, der 2 größten thailändischen Stadt. Die Grenze war nicht sehr weit und wir wurden erstmal von einem sehr symphatischen Zollbeamten in Laos verabschiedet und von einem noch netteren Thai Beamten empfangen. Der Mini Van kurz hinter der Thai Border wartet auch schon quasi auf uns und wir waren sogar die einzigen beiden im ganzen Bus. Was für ein toller Einstieg in Thailand. Wow, so kann es gerne weitergehen!