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In einem Minibus ging es von Si Pan Don Richtung Pakxse und ich habe Chris aus Graz kennengelernt. Wir beide waren gleich von Beginn an auf einer Wellenlänge und haben uns stundenlang über Laufen, Wandern und so unterhalten. Ihm habe ich auch von meinem Plan erzählt, dass ich in Thakkek den Loop machen will und witzigerweise ist er ein Fan vom Motorradfahren, sodass er sich kurzerhand dazu entschied, mit mir die Tour zu machen. Klasse! In Pakxse angekommen mussten wir beiden dann in einen Local Bus umsteigen. Wir waren dann die einzigen „nicht locals“. Yes! 🙂 Gutes Zeichen, da sich anscheinend nicht viele Touristen in die Ecke verlaufen…Nach endlosen 8 h kamen wir dann abends um 22.00 in Takkhek an. Mit einem Tuk Tuk sind wir dann gleich weiter zu einer Unterkunft mit dem Namen Travel Lodge. Wir beiden teilten uns ein Zimmer für 12 USD, mussten aber nach dem ersten Zimmer umziehen, da ein paar Locals, die Straße gegenüber, bereits mit der Neujahrsparty anfingen (2 Tage vorher). Das neue Zimmer im Erdgeschoss war dann deutlich ruhiger. Morgens haben wir uns gleich in der Nähe der Lodge 2 Bikes mit 125 ccm und Gangschaltung ausgeliehen (12 USD pro Tag) und wir starteten den Loop. 3 Tage und 500 km in die „Wildnis“ nur mit dem Nötigsten. Halt ein Männertrip 😀

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Eigentlich schreibt man ein Fazit am Ende eines Berichtes, nur wäre das für die Tour tatsächlich vermessen, denn es gibt nur ein Wort, das diese Tour am besten beschreiben könnte: Atemberaubend! Ein Erlebnis, das man in seinem Leben nicht vergessen wird.
Aber soweit so gut. Es gibt Einiges zu erzählen: Der erste Stop führte uns zur Buddha Cave. Ein Ort an dem die Locals in einer Höhle beten und Opfergaben ablegen. Uns gefiel dann doch der See außerhalb der Höhle etwas besser 😀

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Vor Ort haben wir uns einen Papaya Salat mit sticky rice geteilt und haben die Tour nochmal durchgesprochen. Gestärkt ging es dann weiter zum nächsten Stop: Die Höhle in Xieng Liab. Dort musste wir dann das erste Mal die Kopflampen aufsetzen und ja…es war atemberaubend 🙂

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Vor der Höhle haben wir Eric und Laura kennegelernt. Die beide haben ihre Tour auch erst gestartet und dann war uns klar, dass wir die beiden die nächsten Tage immer wieder mal treffen werden. Ein paar Kletterübungen raus aus der Höhle später sind wir weiter zur Than AEN (Than heißt übersetzt Höhle). Dort angekommen merkten wir, es handelt sich um eine Tourihöhle. An sich sehr schön, aber halt sehr auf den Tourismus getrimmt…Wir sind dann schnell weiter und da bekam ich Probleme mit meinem rechten Augen. Wir spülten es, jedoch wurde es nicht besser und an ein Weiterfahren war nicht zu denken. Vermutlich eine Entzündung. Die Idee war dann, dass ich mein Auge mit dem Schal verbinde, damit kein Luftzug mehr dran kommt. Ich probierte es aus und es klappte 🙂

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War zwar nicht so easy mit einem Auge, und die Locals auf der Straße schauten mich auch ständig an wie ein Auto. Wir sind dann Flussaufwärts durchs Tal gefahren, an vielen Felsformationen vorbei, die an die Felsen der Halong Bay erinnerten, die Sonne ging langsam unter und vor uns lag das 1300 Meter hohe Plateau bzw die Sao Road. Oben nach unzähligen Kurven und „Kamera-Stops“ angekommen war es dann so kalt, dass wir ziemlich alles anziehen mussten, was wir dabei hatten.

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Nach 150 km am ersten Tag kamen wir dann abends in dem Ort Lang Village bzw. Phosy Tha Lang Guesthouse an. Schöne kleine Bungalows am See. Chris brachte es eigentlich genau auf den Punkt, als er meinte, „hier siehts doch aus wie in Österreich auf einer Berghütte“ ;D Da wir ausgehungert waren und uns zudem auch sehr kalt war, ging es schnell nach einer warmen Dusche (jeder von uns stand bestimmt 10 Minuten darunter) zum Restaurant. Zu unserem Glück wurde genau zu dem Zeitpunkt ein Lagerfeuer entfacht, das wir dann aufsuchten, nachdem wir unsere Bestellung aufgaben. Um mich zu wärmen, bestellte ich mir einen Whisky und wir beide eine warme Schokolade. (Echt witzig) Da es aber nicht üblich ist, dass man ein „Stamperl“ voll mit Whisky bekommt, stellte uns die Kellnerin eine ganze Flasche ans Feuer – hehe und für 1,50 USD. Das wollten wir nicht glauben und fragten 10 mal nach. Aber es war tatsächlich so. Gekauft! Die Flasche haben wir dann zusammen mit ein paar kanadischen Mädels und Gabi (ein Mann) aus Spanien geteilt. Schöner Abend am Lagerfeuer! Das mit dem Singen sollten wir jedoch noch mal üben… 🙂 Übrigens bekam ich dann abends noch eine frohe Botschaft von Daheim! Henrik, einer meiner besten Kumpels rief an und meinte, dass er einen neuen Job hat und vorher 20 Tage reisen möchte. Der Verrückte hat dann einfach einen Flug nach Laos gebucht. Ankunft in 2 Tagen! Wow!
Am nächsten Tag sind wir morgens um 07.00 Uhr sehr früh los in Richtung Laksao. Die Landschaft ist einfach nur unbeschreiblich schön und es wurde dann sehr staubig 🙂

 

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Leider gab es dann einen Unfall. Chris konnte einfach nicht den Tacho aus den Augen lassen und verkeilte sein Vorderrad auf der muddy road und fiel hin. Bis auf ein paar Schrammen an der Hand ist Gott sei Dank nichts passiert. Nach einem Pflaster, Verbänden und einem Sandwich ging es weiter. Chris fuhr danach so weiter, als ob Nichts passiert wäre. Harter Hund 🙂 Unser nächster Stop war dann „the cool spring“. Mal wieder atemberaubend! Das Wasser war so klar, dass man noch metertief zum Grund sehen konnte. Zusammen mit den Kindern haben wir dann im Wasser gebadet und uns von den ersten km des Tages erholt. Badehose? Fehlanzeige 😀

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Weiter ging es in Richtung Sa Naman, einem Wasserfall, über ein paar Pässe. Auf dem Weg haben wir bei einem Lunch (Fisch, sticky rice und unglaublich leckeres Trockenfleisch) einen Local kennengelernt, der uns ein bisschen die Geschichte vom Pi Mai Lao (also dem Neujahrsfest) erzählte und dass in der großen Höhle, Konglor Cave, ein Drache lebt (Dagon), dem ein Auge von Menschen ausgestochen wurde. Mal schauen, ob wir den Drachen in der Höhle zu Gesicht bekommen, denn diese lag ja noch auf unserem Weg 🙂 Weiter ging es dann gestärkt in Richtung Konglor Cave (die Höhle ist anscheinend eines der Weltwunder in Laos mit 7,5 km Länge). Alleine der Weg bis dahin war schon sehr beeindruckend mit den Felsformationen.

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Bevor wir dann abends kurz vor dem Eingang der Höhle im Chanta House eincheckten, sind wir zur Höhle vor und da wurde schon ordentlich das neue Jahr gefeiert. Ein paar Bier mit Locals später ging es zurück zur Lodge.

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Tolle Zimmer und schöner Außenbereich für 8 USD die Nacht das komplette Zimmer 😀  Guter Deal! Da haben wir dann auch Eric wieder getroffen.

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Morgens um 08.00 Uhr ging es dann zusammen mit Eric zur Höhle. 7,5 km bei völliger Dunkelheit mit einem Boot + Bootsführer (hat 6 USD pro Nase gekostet) Die Höhle ist der Hammer! Zunächst macht man einen Stop und geht an vielen Felsen vorbei. Da wir so früh dran waren, waren wir komplett alleine unterwegs. Genau die richtige Enscheidung, da es danach in der Höhle echt voll wurde. Die Fahrt mit dem Boot war auch spannend. Es war eher eine Nussschale mit einem Rasenmähermotor, bei dem man dachte, jeden Moment kippt das Ding um.

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Nach der ziemlich langen Fahrt durch die Höhle kamen wir am anderen Ende an und es war überwältigend. Da die Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt haben, fielen die Farben noch viel deutlich aus.

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Zurück ging es dann aufgrund der Strömung deutlich schneller und wir mussten uns beeilen. Wir hatten noch 180 km, ein paar Pässe und ein viele Kinder mit Wasserpistolen bewaffnet vor uns, bevor wir um 18.00 Uhr abends die Bikes abgeben mussten. Nun hieß es, Gas geben!

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Der Tag lief super und wir waren überpünktlich um 17.00 Uhr zurück. Schade, dass die Tour wieder vorbei war. Schnell haben wir dann noch Bustickets gekauft (Chris nach Vietnam und ich für 10 USD nach Vientniane, um Henrik zu treffen). Abends haben wir uns dann ganz gemütlich mit leckerem Essen am Feuer ausgeruht und waren schon um 21.00 Uhr im Bett.
An der Stelle ein besonderer Dank an Chris, ohne den es sicherlich nichtmal halb soviel Spaß gemacht hätte! Würde mich freuen, wenn wir uns evtl. nächstes Jahr in Südamerika sehen. Sonst kann man sagen, dass dieser Trip noch ein Geheimtipp ist und man diesen nicht missen sollte, wenn man in Laos ist. Teilweise anstrengend, aber es lohnt sich absolut.
Hier noch ein Paar Fakten:
500 km in 3 Tagen, unzählige Tankstops, an meinem Moped ein gebrochener Spiegel und eine komplett ausgefallene Vorderbremse, bei Chris am Moped eine verbogene Fußraste nach dem Unfall, grüne T-Shirts nach einer Attacke von Kindern mit „nicht“wasserlöslicher Farbe in den Wasserpistolen und 2 breite Grinsen nach dem unvergesslichen Erlebnis Chrios > 😀 Chris > 😀
Nun geht es weiter nach Vientniane um Henrik vom Flughafen abzuholen und noch die restlichen Tage das neue Jahr zu feiern. Übrigens bereits mein drittes Neujahrsfest…ich bin gespannt wie es wird!